Nach Holland mit der OBA der Lebenshilfe München

oba_22Die Reisen der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Lebenshilfe München werden mehrmals jährlich in einem kleinen Heft zusammengestellt und angeboten. Die Nachfrage ist groß und schnell sind alle Plätze gebucht.

Es ist für Menschen mit geistiger und auch körperlicher Behinderung eine beliebte Möglichkeit, Urlaub zusammen mit ihren Freunden zu machen und neue Leute kennen zu lernen. Zum Angebot der OBA gehören Tages- und Wochenendausflüge in Bayern und nach Österreich, ebenso wie mehrtägige Reisen, wie jetzt nach Holland. Für die Betreuer und ehrenamtlichen Reisebegleiter, wie auch für Menschen mit Behinderung vergehen die Wochen wie im Flug. Monika Barbato von der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe München:  

„Es ist wie mit allen Urlaubsreisen: es scheint immer noch so lang hin zu sein, dann geht es plötzlich doch ganz schnell, man steht auf dem Bahnsteig und es geht los.“

Im Juni machte sich die kleine Gruppe mit sechs Teilnehmern und drei Begleitern auf den langen Weg in den Norden von Holland. Eine kleine Gruppe erleichtert das Reisen mit der Bahn. „Trotzdem blieb die Spannung, ob die acht Minuten, die wir für den Umstieg in Hannover hatten, reichen würden“, erzählt Barbato. Ob für alte Menschen, für Menschen mit Behinderung oder einfach auch für Reisende mit viel Gepäck. Die Unsicherheit beim Umstieg bleibt. Es hat gereicht und so saß die Reisegesellschaft im Intercity nach Amsterdam und die Landschaft vor dem Zugfenster wurde immer noch flacher.

oba_42Das Wetter bei der Ankunft in Haarlem war sehr ‚holländisch‘. „Man kann es sich als Bayer gar nicht vorstellen, wie windig es sein kann, wenn der Wind von der Küste her über das Land fegt.“ Mit dem Linienbus fuhr die Gruppe dann vom Bahnhof zum Hostel. „Die Zimmer waren, wie sie im Hostel halt sind, mit Stockbetten und recht einfach. Wir hatten ja auch nicht vor, viel Zeit im Zimmer zu verbringen. Dafür war das Frühstücksbuffet super. Das typisch holländische Frühstück besteht aus Butterbrot mit Zuckerstreuseln darauf, es gab aber auch Müsli, Obst und Jogurt,“ erinnert sich Monika Barbato.

Am nächsten Tag hatte der Wind alle Wolken weggeblasen und die Urlauber erlebten Haarlem im Sonnenschein. Haarlem ist eine nette Stadt mit Grachten und einem lebendigen Stadtkern. Sie liegt am Fluss Spaarne und zählt 155.000 Einwohner. „Wir sind zwischen den alten Kaufmannshäusern gebummelt und haben – typisch holländisch – Hering und Pommes gegessen. Im Park neben dem Hostel stärkten wir uns mit einem Picknick und probierten die Fitnessgeräte aus, die im Park rumstehen. Ja. Seeluft macht eben hungrig.“

Eine Grachtenfahrt in Amsterdam

Am Donnerstag ging die Reise im Regionalzug dann nach Amsterdam. Schon von dem in roten Backsteinen im 19. Jahrhundert erbauten Bahnhof war die Gruppe beeindruckt. Direkt vom Bahnhof weg wurden bei einer einstündigen Grachtenfahrt einige Eindrücke gesammelt. Es war ein ganz besonderes Erlebnis. Von dem goldenen Zeitalter der Stadt (16. bis 18. Jahrhundert) zeugen heute noch tausende von Kaufmanns- und Lagerhäuser und über tausend Brücken. „Das war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis. Die Häuser sind wunderschön und die Atmosphäre ist toll.“

Am Freitag strahlte die Sonne vom Himmel und mit dem Regionalzug ging’s ans Meer. „Die ganz Mutigen unter uns sind ins 14 Grad kalte Wasser gegangen, die anderen haben Muscheln am Strand gesucht. Abends haben waren wir noch in einer Pizzeria und haben es uns gut gehen lassen. Leider war die letzte Nacht im Hostel ziemlich laut und wir konnten nicht so gut schlafen. Da kam uns die lange Zugfahrt zurück nach München gerade recht. Wir verbrachten sie mit Schlafen, Musik hören und ganz viel Ratschen.“

Respektvoll gegenüber Menschen mit Behinderung

Pünktlich war die kleine Reisegesellschaft wieder in München und hatte viel zu erzählen. Es war für alle eine anstrengende, aber auch wirklich tolle Zeit in Holland. „Diese neuen Eindrücke und gemeinsamen Erlebnisse werden uns noch lange begleiten“, ist sich Monika Barbato von der OBA der Lebenshilfe München sicher. Die Reise war ein voller Erfolg: sowohl im Zug, als auch im Hostel und generell in Holland gab es viele nette Begegnungen und die Menschen mit Behinderung wurden respektvoll behandelt.

Das OBA Programmheft

Das nächste Programmheft der OBA ist gerade in Vorbereitung. Wer sich dafür interessiert, kann es gerne bestellen. Einfach eine Email senden an: oba@lebenshilfe-muenchen.de

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