Ärztechor und Orchester begeistern mit Dvořák und Mendelssohn

Große Musik im Herkulessaal der Residenz
Reinerlös geht an die Lebenshilfe München

Der Deutsche Ärztechor und das Bayerische Ärzteorchester wählten für ihre Tournee 2015 wieder ein Konzert mit geistlicher Musik. Dvořáks ‚Stabat Mater‘ und Mendelssohns ‚Lauda Sion‘ sind dabei prädestiniert für die Aufführung in großen Konzertsälen, und in München gibt es kaum einen geeigneteren Rahmen als den großen Herkulessaal in der Residenz, einst Thronsaal von König Ludwig I.

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Zum Vergrößern auf das Bild klicken! Der Deutsche Ärztechor und das Bayerische Ärzteorchester mit Gründer und Dirigent Professor Reinhard Steinberg und (v.l.): Cornelia Lanz (Mezzosopran), Susanne Bernhard (Sopran), Mattew Grills (Tenor), Wilhelm Schwinghammer (Bass). Fotos: Gerd Spranger

Die Musiker des Ärztechors und Ärzteorchesters sind Mediziner, also keine hauptberuflichen Musiker. Das aber war der Aufführung im Herkulessaal nicht anzumerken, man hätte eine Stecknadel fallen gehört. Die Musik von Dvořáks und Mendelssohn erfüllte den Raum, Chor und Orchester betonten die Sequenzen eindrucksvoll, mal leise trauernd, mal laut triumphierend. Das Bayerische Ärzteorchester studiert das Programm in jährlichen Arbeitsphasen im Schloss Craheim ein. Dabei habe ‚die Mischung aus konzentrierter musikalischer Arbeit, Kammermusik und Geselligkeit schon fast rituellen Charakter‘, heißt es im Programmheft. Mittlerweile ist auch schon die zweite Generation in die Reihen des Orchesters aufgerückt.  

Die Ursprünge von Orchester und Chor gehen auf das Jahr 1967 zurück, als der junge Medizinstudent Reinhard Steinberg in der Ludwig-Maximilian-Universität in München einen Aushang machte. Bis heute ist er die treibende Kraft und zieht als Dirigent die unsichtbaren Fäden vor und hinter den Kulissen.

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Rainer Hölzgen und Angelika Pollmächer informierten über Angebote und Projekte der Lebenshilfe München.

Der 1400 Personen fassende Konzertsaal war nicht gänzlich gefüllt, aber gut besucht. Der Reinerlös der Aufführung – wobei die Künstler auf ihre Gage verzichteten – geht zugunsten der Lebenshilfe München. Rainer Hölzgen, Prokurist der Lebenshilfe München und Mitglied des Stiftungsvorstandes, war gleich begeistert von dem Projekt. Mit dem Dirigenten Professor Reinhard Steinberg verbindet ihn das gemeinsame Erleben im Chor der Regensburger Domspatzen. Wenn auch, so Rainer Hölzgen, Steinberg vor meiner Zeit bei den Domspatzen war. Beide aber hatten wohl den Bruder des emeritierten Papstes Benedikt, nämlich Georg Ratzinger, als kundigen Lehrer und Begleiter.

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