OBA: Erfolg mit neuem Musikprojekt

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Musik verbindet Generationen und Kulturen. Musik bring Menschen zusammen in ihrer ganzen Verschiedenartigkeit. Musik lässt zu, öffnet Räume, gibt Raum zum Experimentieren. Die Musikschule in Ismaning formuliert es so: „Unterrichtsstruktur und Inhalte müssen einen Raum schaffen, in dem Verschiedenartigkeit ein Wert für Gemeinsamkeit und nicht für Ausgrenzung ist.“ Musik spielt im Leben vieler Menschen eine große Rolle. Es vergeht wohl fast kein Tag, an dem wir nicht irgendwie Musik hören und meistens macht uns das gute Laune.   

Gemeinsam mit der Lebenshilfe München hat die Musikschule Ismaning jetzt ein Projekt begleitet, in dem Menschen mit geistiger Behinderung zur Musik hingeführt werden. Harry Zipf von der Offenen Behindertenarbeit (OBA) und sein Team hatten zunächst einen Infoabend gestaltet zu dem 20 Teilnehmer kamen. „Viele von uns machen gerne selbst Musik. Und Musikmachen ist am schönsten zusammen mit anderen.“

An sieben Abenden wurde dann mit vier Musiklehrern der Musikschule Ismaning einfache Stück eingeübt. Dabei musste für viele Teilnehmer erst das richtige Instrument gefunden werden. In den verschiedenen Musikrichtungen, Pop, Rock, Klassik und Volksmusik wurde ein kleines Programm einstudiert. Alle waren begeistert dabei, es wurde gesungen, gespielt, getrommelt, geklatscht und viel gelacht. Und dann hieß es schon bald: „Bühne frei und ab ins Rampenlicht!“

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Mit vier Musikstücken begeisterte die Musikgruppe ihr Publikum aus Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunden, Bewohner und Mitarbeiter aus den Wohnstätten. Ohne eine Zugabe durfte der Abend freilich nicht beendet werden. Eine Fortsetzung des Musikprojektes gemeinsam mit der Musikschule Ismaning ist angedacht. Nach den Osterferien wird man gemeinsam überlegen, wie das Projekt weiter gestaltet werden kann. Großes Ziel wäre eine inklusive Musikgruppe.

Für die Lehrer der Musikschule Ismaning war es ein Projekt im Rahmen einer Weiterbildung. Deutschlandweit soll in den Musikschulen nämlich der Inklusions-Prozess weiter vorangebracht werden. So stellte Urlich Rademacher, Vorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen, bei der letzten Jahresversammlung fest: „Musikunterricht für Menschen mit Behinderung ist auf intuitives Imitieren ausgerichtet.“ Der Bundesvorsitzende kritisiert, dass an Schulen MINT-Fächer zulasten der Musik dominieren. Die Musikschulen wollen sich auch für Senioren und für fremde Kulturen mehr öffnen.

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