Mindestlohn für die Lebenshilfe München kein Thema.

Nach Tarif bezahlt

350 hauptamtliche Mitarbeiter betreuen und fördern bei der Lebenshilfe München über 700 Menschen mit geistiger Behinderung. Sie werden nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst / Verband Kommunaler Arbeitgeber (TvöD/VKA) entlohnt. Damit liegt die Bezahlung schon immer deutlich über dem Niveau, den aktuell der Mindestlohn mit 8,50 Euro/h (brutto) setzt. Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern engagieren sich noch über 150 Menschen ehrenamtlich bei der Lebenshilfe München.

Fachlichkeit und menschliche Reife

Geschäftsführer Peter Puhlmann: „Menschen mit geistiger Behinderung gezielt zu betreuen und zu fördern setzt ein hohes Maß an Fachlichkeit voraus. Dazu braucht es persönliches Engagement und menschliche Reife. Da darf der Mindestlohn kein Thema sein.“
Über die Vergütungstabelle des TvöD/VKA hinaus findet auch der Manteltarif Anwendung und damit z.B. auch eine zusätzliche Altersversorgung für die Beschäftigten.  Zusätzlich gibt es auf der Grundlage von Betriebsvereinbarungen Sonderurlaub bei so genannten 24-Stunden-Diensten (Bereitschaftsdiensten).

Zwei eigene Bereiche

Aufgabe der Lebenshilfe München ist die Förderung aller Maßnahmen und Einrichtungen, die eine wirksame Lebenshilfe für Menschen insbesondere mit geistiger Behinderung aller Altersstufen bedeuten. Das hat im Laufe der über 50-jährigen Geschichte des Elternvereins zu einer Spezialisierung auf mehreren Ebenen geführt. 2007 wurden aus dem Verein heraus sogar zwei eigene GmbH’s gegründet, die „Kinder- und Jugend GmbH“ und die „Wohnen GmbH“. An der Lebenshilfe Werkstatt GmbH ist der Verein der Lebenshilfe München seit Gründung der Werkstätten zu 50 Prozent beteiligt.

Die OBA und der FUD

Eine tragend Säule des Elternvereins sind die Offenen Dienste. Das beginnt meist mit einer Beratung, wenn Eltern, Angehörige und Betreuer nach Hilfe suchen. Betreuung ‚im Alltag‘, vor allem aber mit Unterstützung während der Ferien, bietet die Offene-Behinderten-Arbeit (OBA). Darüber hinaus wirkt der Familienunterstützende Dienst (FUD) in den Familien, hilft ‚Singles‘ ebenso wie der Ambulante Pflegedienst. Zentraler Punkt des Elternvereins und der GmbH’s ist die Geschäftsstelle in Giesing, in der St.-Quirin-Straße. Besonders im Familienunterstützenden Dienst, in der Freizeitgestaltung und im Bereich Wohnen wird die Arbeit der Lebenshilfe München durch eine Vielzahl ehrenamtlich Tätiger unterstützt. Ohne sie könnte das Angebot im gewohnten Umfang nicht aufrecht erhalten werden.

In Stadt und Land erreichbar

Einen weiteren Bereich versorgt die ‚Kinder- und Jugend GmbH‘. Vier Einrichtungen der Interdisziplinären Frühförderung in Stadt und Landkreis München (Sendling, Pasing, Giesing, Feldkirchen) sorgen sich um die Jüngsten, denn frühe Förderung vermeidet Spätfolgen. Im Projekt ‚Harl.e.kin‘ arbeitet die Lebenshilfe München eng mit den Münchner Kliniken in der Versorgung von Frühchen zusammen. Die Heilpädagogischen Tagesstätten (HPT) in Unterhaching und Milbertshofen am Hart (Neuherbergstraße), sowie die Schulvorbereitenden Tagesstätten (SVE) begleiten die Kinder vor und während ihrer Schulzeit.

Tendenz zum ambulant unterstützten Wohnen

Bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH gibt es In Stadt und Landkreis München elf Wohneinrichtungen. Bei der Gründung der Wohneinrichtungen hatte man vor 35 Jahren schon auf die Einbeziehung (Inklusion) des direkten Umfeldes geachtet. Eine Integration ‚in das normale Leben‘ sollte jederzeit möglich sein. Heute geht man noch weiter, so dass zunehmend der Bereich des ambulant unterstützten Wohnens ausgebaut wird.

30 Berufe wirken zusammen

Die Berufsbilder innerhalb der Lebenshilfe München sind vielschichtig. Mindestlohn ist für alle kein Thema. Es wirken Psychologen, Heilpädagogen, Ergo- und Physiotherapeuten sowie Logopäden zusammen. Die Liste reicht weiter über Sozialpädagogen, Erzieher, Kinderpfleger, Sozialbetreuer, Motopäden, Logopäden, Physio-, Ergo-, Kunst- und Musiktherapeuten, Berufspraktikanten, Vorpraktikanten, FSJ, BuFDis und Hauswirtschaftshilfen. Es fehlen auch nicht Gesundheits-, Kranken- und Altenpfleger, Heilerziehungspflegehelfer, Kinderpfleger, Sozialbetreuer, Hauswirtschafter, MA für Hauswirtschaft – wobei noch nicht alle Berufsbilder genannt sind.

Perspektiven für die Zukunft

Gerade junge Menschen, die noch keine klaren Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft haben, bieten sich viele Möglichkeiten, gute Perspektiven. Sie entdecken im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres oder als BuFDis ihr Faible für eine Tätigkeit im sozialen Bereich, speziell in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung. Sie wählen in diesem Bereich ihren Beruf. So gab es bei der Lebenshilfe München schon Karrieren die über den Einstieg als Zivildienstleistender von der Lebenshilfe „nicht mehr los gekommen“ sind. Sie arbeiteten im Anschluss an ihren Zivildienst im Gruppendienst mit, absolvierten berufsbegleitend ihre pädagogische oder pflegerische Ausbildungen und sind mittlerweile als Einrichtungsleitung bei der Lebenshilfe tätig. Eine berufliche Perspektive mit Zukunft.

Auch bei einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung im pädagogischen, pflegerischen oder therapeutischen Bereich unterstützt die Lebenshilfe bei Fort- und Weiterbildungen. Dabei bleibt der Mindestlohn kein Thema.

 

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