Neue Leitung in Putzbrunn

(gsp) In der Waldkolonie der Gemeinde Putzbrunn sind die neuesten und größten Wohnstätten der Lebenshilfe München zu finden. In zwei Gebäudekomplexen werden in sieben Gruppen 52 Menschen mit Behinderung betreut. Bis auf einige wenige Rentner sind alle berufstätig, gleich nebenan in der Lebenshilfe-Werkstatt oder im Förderzentrum. Ein Mitarbeiterstab von je 15 Betreuern in zwei Schichten, plus einer Nachtwache, sorgen sich um das Wohl der Bewohner. Seit 15. September ist Christine Wiesenthal-Moser die neue Einrichtungsleiterin.

wiesenthal_moser_2226

Christine Wiesenthal-Moser mit viel Optimismus bei der Arbeit / Foto: gsp

Mit Elan und viel Optimismus geht sie die neue Aufgabe an. Sie ist in München aufgewachsen und verheiratet. Zuletzt war sie Pflegedienstleiterin in einem ambulanten Dienst. „Es ist natürlich immer ‚das große Ganze‘, aber auch viele, viele ‚Kleinigkeiten‘, die erledigt werden wollen. Das heißt auch für mich immer wieder nachfragen, manches mal auch hinterfragen.“ Dabei freut sich Christine über die ‚offene Ohren‘ in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe München. Der Teamgeist ist ausgeprägt, und das ist ihr auch in Putzbrunn ganz wichtig.  

„Für mich ist ‚Ruhe‘ sehr wichtig. Ruhe im Team, unter den Bewohnern, in den Gruppen und auch gegenüber den Eltern. Es ist wichtig, dass wir uns immer von Mensch zu Mensch begegnen, mit Respekt und Offenheit. So entsteht ein gutes Klima, von dem alle profitieren.“ Nach 50 Tagen könne man noch nicht all zu viel sagen, meint sie. „Man hat doch immer die 100 Tage Zeit“, sagt Christine Wiesenthal-Moser und lacht. Dabei geht sie täglich zu Dienstbeginn durch alle Bewohnergruppen, sagt ein freundliches ‚Guten Morgen‘ und baut so auch Beziehungen auf. „Vor allem“, so die Leiterin, „können anstehende Anliegen gleich thematisiert werden.“ Thematisiert wird auch in den wöchentlichen Treffen in kleinen und großen Teams der Wohngruppen. Einmal im Monat ist dann die Vollversammlung aller Bewohner.

Neue TENE-Gruppe

Neu in Putzbrunn ist auch eine eigene ‚TENE-Gruppe‘. Sie kümmert sich um die Tagesbetreuung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben. Ein steigender Bedarf, denn viele der Bewohner in Putzbrunn sind bereits seit Gründung der Einrichtung vor 20 Jahren hier beschäftigt. Einige haben das Rentenalter erreicht und für sie ist es wichtig, sich tagsüber weiterhin einer sinnvollen Tätigkeit widmen zu können. Auch von außerhalb der Einrichtung sind die ersten ‚Rentner‘ in der TENE-Gruppe aufgenommen. Zuständig für den Aufbau und die Betreuung der Gruppe ist Imke Krause.

Der ‚Job‘ als Einrichtungsleiterin der Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München in Putzbrunn ist in erster Linie aber mit viel Verwaltung, Personalplanung und Büroaufgaben verbunden. Das klingt nicht sehr aufregend, doch der direkte und unmittelbare Bezug vor Ort ist immer wieder ein großer Ansporn. „Dabei ist es wichtig, dass wir klare Vorgaben und Leistungsvereinbarungen haben. Wichtig ist auch die Transparenz und Kontrolle. Nur so können wir uns in jenem geschützten Raum bewegen, den die Wohneinrichtungen in Putzbrunn den Bewohnern bieten.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.