Mehr Gleichstellung für Menschen mit Behinderung

05. Mai ist Europäischer Protesttag/ München geht auf die Straße

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Die öffentliche Diskussion dreht sich aktuell um fällig werdende Mindestlöhne und mögliche Ausnahmen davon. Auch eine „endlich fällige Bewegung bei den Renten“ findet Beachtung, wie etwa die VDK-Präsidentin Ulrike Mascher betont. Dagegen besteht bei den Rechten von Menschen mit Behinderung ein „Reformstau“. Die Lebenshilfe fordert die Umsetzung der UN-Resolution für die Rechte von Menschen mit Behinderung auf Grundlage der Behindertenrechtskonvention (BRK). „Seit fünf Jahren wird viel geredet, doch es ist wenig passiert“, heißt es in der aktuellen Pressemeldung von Deutschlands größtem Elternverein.   

Dabei gehen die Wahrnehmungen weit auseinander. So habe sich die vorige Bundesregierung eine „gute behindertenpolitische Arbeit bescheinigt, jedoch keinen tiefgreifenden Veränderungsbedarf gesehen“. Dies aber verneint die Lebenshilfe ausdrücklich und hat sich mit anderen 80 Organisationen zu einer BRK-Allianz zusammengeschlossen. Ganz oben stehen zwei zentrale Forderungen: „Eine zeitgemäße Eingliederungshilfe durch ein modernes Bundes-Teilhabegesetz“, so die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Ulla Schmidt. „Außerdem müssen das Betreuungs- und Geschäfts-Fähigkeitsrecht überarbeitet und die Wahlrechtsausschlüsse, die bestimmte Gruppen von Menschen mit Behinderungen treffen, gestrichen werden.“

Protest auf dem Marienplatz!

Am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag, ist wieder Gelegenheit zu zeigen, was in unserem Land noch getan werden muss, um die Bedingungen von Menschen mit Behinderung weiter zu verbessern und die Idee einer inklusiven Gesellschaft voran zu treiben. Am 5. Mai wird deshalb (zum 21. Mal) auf dem Marienplatz in München ein Protesttag abgehalten. Ein Protest für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Ein Bündnis von 43 lokalen Selbsthilfegruppen und Initiativen präsentiert sich von 10.00 bis 17.00 Uhr unter dem Motto „Bayern barrierefrei: Immer – Für alle. Überall“ Auch die Lebenshilfe München ist wieder mit einem eigenen Stand vor Ort. Die Veranstaltung wird mit einem Bühnenprogramm und Informationsständen begleitet.

Lesen Sie dazu auch:

2013/05/06/un-rechte-fuer-behinderte-einfordern/

http://www.lebenshilfe.de/de/presse/2014/artikel/

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