Süd-Korea zu Besuch bei der Lebenshilfe München

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Eine Delegation mit 14 Experten aus Südkorea besuchte die Geschäftsstelle, Werkstatt und Wohneinrichtungen der Lebenshilfe in München. Dem „Overseas-Training for Social Workers“ schlossen sich Führungskräfte aus dem Gesundheitsbereich an. Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, informierte ausführlich über Strukturen und Hintergründe des Elternvereins, der einer von über 540 selbständigen Lebenshilfe-Vereinen in Deutschland ist.   

„Natürlich gibt es eine Bundes- und auch eine Landesvertretung. Doch die einzelnen Vereine sind selbständig. München ist der größte Lebenshilfeverein, weil der Landkreis mit dazugehört. Auch gibt es innerhalb des Vereins zwei eigene GmbH’s.“

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Wichtig für das Verständnis der Lebenshilfe seien die in fünf Jahrzehnten gewachsenen Strukturen, die auf das Engagement von betroffenen Eltern zurückreichen. „Das ist im Kern so geblieben, wenn die Organisation mit über 20 Einrichtungen allein in und um München, mit fast 1000 Mitarbeitern – davon 350 Ehrenamtliche und 60 Honorarkräfte – und über 1600 betreuten Menschen, heute eine professionelle Struktur verlangen.“

Die Kosten tragen zu über 90 Prozent der Staat und die Sozialversicherungen. Geregelt wird das über die „Eingliederungshilfe“ und spezielle Leistungsvereinbarungen. Die Lebenshilfe München begleitet die Menschen von kleinster Kindheit (Frühförderung und Mobile Frühförderung) über die Schule und das Erwerbsleben (Werkstätten) bis in das Rentenalter mit speziellen Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung.

„Vor allem das ‚Rentnerdasein‚ von Menschen mit Behinderung setzt neue Anforderungen, denn er ist stark ansteigend. Aber auch Trainings-Einrichtungen und das Betreute Wohnen sind mehr in den Focus unserer Arbeit gerückt,“ erzählt Peter Puhlmann.

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Gezielt fragten die Teilnehmer der Delegation beim Engagement von Ehrenamtlichen nach. „Sie sind vor allem in der OBA (Offenen Behindertenarbeit) die stärkste Säule. Dieser Bereich ist auch von Spenden stark betroffen, weil hier vieles geboten wird, das über die ’normalen‘ Leistungen – also über das was dezidiert gefördert wird – hinaus geht.“

Fotos :

Oben: Die Delegation vor der Geschäftsstelle der Lebenshilfe München in der St. Quirin-Straße.

Mitte: Die Sozialpädagogin Birgit Fleischmann führt durch die Senioren-Wohngruppe, erläutert den Tagesplan und die Betreuung.

Unten (v.l.): Gespannt hört die Delegation aus Südkorea den Ausführungen von Peter Puhlmann zu. Sie bedankt sich mit einem Geschenkt beim Geschäftsführer (links Dolmetscher Gunwoo Park, rechts Professor Eunsu Ju). Auch bei der Frühförderung unter Leitung der Diplom-Psychologin Sabine Wolf hatte die Gruppe viele Fragen.

Fotos: Gerd Spranger

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