Im Notfall schnell und richtig helfen

Lebenshilfe München: Bewohner trainieren im Erste-Hilfe-Kurs die Sofortmaßnahmen

Für Mitarbeiter der Lebenshilfe München ist ein regelmäßiges Training und laufende Fortbildungen ein Teil ihrer beruflichen Tätigkeit, auch die Auffrischung und Vertiefung von Erste-Hilfe-Kursen. Erich Wolf vom pädagogischen Fachdienst des Wohnstättenverbundes sah aber auch bei den Bewohnern, Menschen mit geistiger Behinderung, die Notwendigkeit selbst schnelle und richtige Hilfe leisten zu können. „Unsere Bewohner sind eigentlich immer sehr hilfsbereit. Es macht Sinn, ihnen die wichtigsten Schritte einer Ersten Hilfe zu vermitteln“, ist sich Erich Wolf sicher.  

erste_hilfe Kopie Und so kamen aus den Wohngruppen auch schnell 18 Anmeldungen, von denen aber zunächst nur 12 berücksichtigt werden konnten, denn das Medical Rescue College Wolfratshausen arbeitet in Kleingruppen und so wurde auch der „Inhouse-Kurs“ bei der Lebenshilfe in der St.-Quirin-Straße auf 12 Teilnehmer beschränkt. Die Kursleiter Susanne und Peter Lanzner sind auf dieses Fachgebiet spezialisiert.

Zunächst muss ein Notfall auch als solcher erkannt werden und es gilt einen kühlen Kopf zu bewahren. Schnelle Hilfe ist meistens nötig und als erste Sofortmaßnahme muss der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 verständigt werden. „Die meisten unserer Bewohner haben ein eigenes Handy und sind im Umgang damit sicher. Doch die Notrufnummer war unbekannt. Auch ist es wichtig, kurz und präzise die richtigen Angaben zu machen. Nur dann kann Hilfe auch ankommen.“ Das richtige Telefonieren in einer angespannten Notfallsituation war darum einer der ersten Übungen, die intensiv trainiert wurden.

Auch Berührungsängste müssen abgebaut werden, was beim spielerischen Anlegen von Verbänden schnell gelang. Die Referenten vermittelten die wichtigsten und einfachen Grundtechniken, übten sie mit den Teilnehmern intensiv ein. Eine weitere Sofortmaßnahme ist das Herstellen eine stabilen Seitenlage, die richtige Lagerung des Betroffenen und ihn vor Auskühlung zu schützen.

Erich Wolf ist es wichtig, das Gelernte in weiteren Kursen zu vertiefen bzw. aufzufrischen. „Wie wir das angehen ist noch nicht geklärt, es wird sich aber ein Weg finden“, ist er überzeugt. Die Kosten für den Kurs am Medical Rescue College Wolfratshausen übernahm die Stiftung Lebenshilfe München.

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