Elfmal das Deutsche Sportabzeichen an Menschen mit Behinderung verliehen

Urkunden an die Sportler
der Lebenshilfe München überreicht

Der „Deutsche Olympische Sportbund“ (DOSB) verleiht den aktiven Sportlern im Lande nach abgelegter Prüfung ein Sportabzeichen in Bronze, Silber oder Gold. Seit dem Jahr 2000 gibt es diese Auszeichnung auch für Menschen mit Behinderung. Die Prüfungen in den Bereichen Schnelligkeit, Kraft, Koordination und Ausdauer nimmt jeweils ein speziell ausgebildeter Sportabzeichenprüfer der einzelnen Landessportbünde ab. Im Landkreis München hat die Sportabzeichenreferentin des Sportkreises 13, Annette Plessl, diese Trainerlizenz erworben. Plessl engagiert sich seit Jahren für den Putzbrunner Sportverein, nimmt dort das Sportabzeichen ab.   

OLYMPUS DIGITAL CAMERADen entscheidenden Impuls zur Ablegung dieser speziellen Trainerlizenz gab ihr eine seit Jahren im Putzbrunner Sportverein aktive Sportgruppe der Lebenshilfe München, die hier in Putzbrunn eine große Werkstätte und Wohneinrichtungen betreibt. Dabei sind die Lebenshilfe-Werkstätten eine eigene Organisation, an der der Elternverein Lebenshilfe aber zu 50 Prozent an der GmbH beteiligt ist.

Die ersten elf Sportler von der Lebenshilfe München haben nun alle Prüfungen geschafft und wurden in der Vereinsgaststätte des Sportvereins Putzbrunn mit Urkunden ausgezeichnet. Die Sportabzeichenreferentin hofft auf einen Domino-Effekt: „Heute steht mit der Verleihung der Urkunde die öffentliche Anerkennung für das Engagement des Einzelnen im Vordergrund. Doch der ganz persönliche Gewinn des Sportlers, nämlich die Stärkung des Selbstbewusstseins durch Erreichen der geforderten Leistungen, ist der eigentliche Gewinn der Abnahme. Ich wünsche mir noch viele aktive Sportler aus dem Behindertenbereich. Für mich als Sportabzeichenrpüferin ist es immer wieder eine Freude zu sehen, wie jeder Einzelne seine ganz eigenen persönlichen Siege feiert und mit ihnen wächst.“

In geselliger Runde freuen sich die Sportler an der Aufführung der Kinder.

In geselliger Runde freuen sich die Sportler an der Aufführung der Kinder.

Annette Plessl legt dabei Wert darauf, dass sich andere über Jahre im Training engagiert haben, denn „die Gruppe der Lebenshilfe macht seit Jahren bei drei Trainerinnen des Putzbrunner Sportvereins Sport, nämlich in Turnen, Walking und Schwimmen.“ So war es für sie einfacher mit diesen Gruppen das Sportabzeichen zu machen, die Trainerinnen haben dabei unterstützt. Abgenommen wurde im Juli und September 2013. Annette hat die Leistungen abgenommen. Engagiert ist sie aber seit 2008 als Sportabzeichen-Referentin des Landkreises München und damit Ansprechpartner für alle Vereine des Landkreises. Als Referenting für die Sportabzeichen sieht sie allerdings den Mangel, wie wenig Menschen mit Behinderung das Sportabzeichen in Bayern machen, und das möchte sie ändern.

sportlervorhalle

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