Der Umgang mit Pferden hilft Menschen mit Behinderung

Lebenshilfe-Bewohner
und ihre Erfahrungen beim Reiten

„Tiere kennen keine Vorurteile, sie sind direkt, zeigen klar was sie wollen und was nicht“, beschreibt Renate Bauer (Dipl. Reittherapeutin SG-TR) von der Lebenshilfe München das besondere Verhältnis von Mensch und Tier. Seit Frühjahr 2016 geht sie alle 14 Tage mit Bewohnern der Wohngruppen zum Reiten. „Menschen mit geistiger Behinderung sind da ganz ähnlich gestrickt. Auch bei ihnen gibt es (fast) keine Vorurteile. Sie nehmen das Gegenüber so wie es ist, ohne Rücksicht auf Alter, Titel oder Geschlecht. Und auch sie sagen klar, was sie wollen, denn verstellen können sie sich nicht wirklich und sehen auch keinen Grund dafür.“

 Der Esel mit den langen Ohren ist der Liebling beim Therapeutische Reiten der Lebenshilfe München.

Der Esel mit den langen Ohren ist der Liebling beim Therapeutische Reiten der Lebenshilfe München.

Vor zwei Jahren wechselte Renate Bauer zur Lebenshilfe München nach Putzbrunn und betreut dort eigentlich die TENE. Das ist ein wachsender Kreis von Menschen mit Behinderung, die nach Jahrzehnten der Berufstätigkeit, meistens in den Lebenshilfe-Werkstätten, nun in Rente sind. Sie freuen sich über das Angebot einer Tagesstruktur mit festem Programm und finden hier Anschluss und Ansprache. Vorher hatte Renate Bauer mit ihrem Partner einen kleinen Reithof betrieben und hier Therapeutisches Reiten angeboten. Auch heute noch hat sie einige Pferde im Stall stehen, und die Bewohner der Lebenshilfe München sind jetzt Nutznießer davon.

Es ist den Menschen anzusehen, welche Freude sie im direkten Kontakt mit den Pferden finden. Dabei entdeckt jeder von ihnen seinen ganz individuellen Zugang. „Manche freuen sich spontan über den Kontakt, andere sind sehr vorsichtig. Die Pferde aber machen es ihnen leicht, sie suchen von sich aus die Nähe.“

Erfahrung mit Tieren sammeln Bewohner der Lebenshilfe Einrichtungen in München.

Erfahrung mit Tieren sammeln Bewohner der Lebenshilfe Einrichtungen in München.

Die Tiere werden nämlich in einem ‚Offenstall‘ gehalten und haben volle Bewegungsfreiheit. Ist die gemischte Gruppe aus Reitern und Nichtreitern dann zu Besuch, freuen sich die Pferde über diese Abwechslung, kommen an den Zaun, um sich streicheln zu lassen. Überhaupt ist das Reiten und der Umgang mit dem Pferd immer ein ’sich einlassen‘ aufeinander. Das Tier auf den Menschen und umgekehrt. „Für viele ist es eine ganz neue Erfahrung, das Tier zu spüren, es zu berühren, zu riechen, eine fast schon intime Nähe dazu aufzubauen. In Folge hat das auch mit Vertrauen (lernen) zu tun und hebt natürlich das Selbstwertgefühl, und das ist ganz wichtig“, bekräftigt Renate Bauer.

Klarer Publikumsliebling ist ein Esel mit seinen typischen langen Ohren, die gerne gestreichelt werden. Aber auch Ziegen, Hühner und Hasen sind auf dem Bauernhof, rund 70 Kilometer von München entfernt, anzutreffen. Allen Tieren wird Aufmerksamkeit geschenkt, denn man ist ja immer auch ein wenig neugierig. Überhaupt haben es die immer wieder verschieden zusammengesetzten Gruppen mit der Wahl des Bauernhofes gut getroffen. Es steht hier ein eigener kleiner Aufenthaltsraum zur Verfügung – zum Aufwärmen oder auch für kleine Ruhepausen. Renate Bauer legt Wert darauf, dass alle ihre Schützlinge zu essen und zu trinken haben. Nicht selten kocht sie darum eine Kleinigkeit, es gibt Kuchen und ein Getränk dazu.

Glücklich sind die Menschen nach so intensiven Eindrücken und Begegnungen. Glücklich aber ist auch Renate Bauer, die ein großes Herz für Mensch und Tier hat. Und ein glücklicher Umstand ist es, dass man bei der Lebenshilfe München offen ist für dieses Angebot und bereit ist diese Form der Therapie zu fördern und zu unterstützen.

presseSpranger

Gebirgsmusikkorps gibt Benefizkonzert für die Lebenshilfe München

Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr; Garmisch-Partenkirchen, zu Gast beim Benefizkonzert der Stiftung der Lebenshilfe München

Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr, Garmisch-Partenkirchen, spielt beim Benefizkonzert der Stiftung der Lebenshilfe München am 17. November in Putzbrunn. Florian Hahn, MdB (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebenshilfe München) ist es mit viel Engagement gelungen, den Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr für dieses Benefizkonzert zu gewinnen.

Benefizkonzert der Stiftung Lebenshilfe München
am 17.11.2016
mit dem Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr
im Bürgerhaus Putzbrunn

Das Musikkorps der 1. Gebirgsdivision wurde bereits im Jahr 1956 aufgestellt. Seit 1963 ist es in Garmisch-Partenkirchen beheimatet und gestaltet am 17. November das Benefizkonzert der Stiftung Lebenshilfe München.

Die Musiker unter dem Edelweiß repräsentieren Deutschland, die Bundeswehr und Bayern in den verschiedensten nationalen und internationalen Veranstaltungen. Dabei wurden bereits viele Millionen Euro für wohltätige Zwecke eingespielt. Das Gebirgsmusikkorps hat dadurch einen festen Platz in der Bevölkerung und ist international bekannt.

Neben verschiedenen bekannten Märschen spielt das Gebirgsmusikkorps Originalkompositionen sinfonischer Blasorchesterliteratur und beliebte Filmmusik- und Musical-Arrangements. Höhepunkte des Programms sind die Ouvertüre zu „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck, Filmmusik zu „Batman“ und „Die Teufelszunge“, ein Bravourstück für Trompete.

Der Reinerlös des Konzerts geht zu 100 % an die Stiftung Lebenshilfe München, die damit wiederum Projekte der Lebenshilfe München fördert.

Konzertbeginn ist um 19:30 Uhr.
Karten zum Preis von 16,00 Euro sind
ab dem 17.10.2016 in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe
bei Frau Bertl, Tel. 089 69347-109 erhältlich.
Mailadresse: vorstand@stiftung-lebenshilfe-muenchen.de

Ehrenamtliche für das Konzert gesucht!

Für die Durchführung der Veranstaltung (Garderobe, Abendkasse, Platzanweiser etc.) werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Interessenten wenden sich bitte an den Vorstand der Stiftung Lebenshilfe München:
z.Hd. Herrn Rainer Hölzgen, Tel. 089 69347-152
Mailadresse: vorstand@stiftung-lebenshilfe-muenchen.de

Die Stiftung Lebenshilfe München freut sich auf Ihren Besuch!

 

Weitere Informationen zum Gebirgsmusikkorps (hier geht’s zur Webseite)

Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr in Garmisch-Partenkirchen ist das südlichste von derzeit 14 bestehenden Musikkorps der Bundeswehr in Deutschland. Als Militärorchester liegt die Hauptaufgabe des Klangkörpers in der musikalischen Umrahmung des Truppenzeremoniells im In- und Ausland, wie z.B. bei Gelöbnissen und dem Großen Zapfenstreich. Zusätzlich präsentieren sich die Musiker in Uniform bei zahlreichen Veranstaltungen als klingende Visitenkarte der Bundeswehr. Dazu zählen sowohl Wohltätigkeits- und Adventskonzerte, als auch die Teilnahme an internationalen Militärmusikfestivals.

Münchens Webportal für inklusive Kulturprojekte

www.musenkuss-muenchen.de

Mit dem Joseph-Beuys-Zitat, ‚das Atelier ist zwischen den Menschen‘, deffiniert das Kulturreferat der Landeshauptstadt München gleich die Ausrichtung der neuen Initiative MUSENKUSS. Kultursuchende wie Kulturanbieter können im Webportal musenkuss-muenchen.de ab sofort Kulturprojekte aller Sparten finden, die Menschen mit und ohne Behinderung zur aktiven Teilnahme einladen.

Inklusive Kulturangebote in München sind auch der Lebenshilfe ein Anliegen

Inklusive Kulturangebote in München sind auch der Lebenshilfe ein Anliegen

Im Vordergrund steht das gemeinsame Kunsterlebnis, indem Barrieren abgebaut und individuelle Unterstützung angeboten werden. Mit einem Mausklick auf den neuen Musenkuss-Filter „Inklusion“ kann man sämtliche Projekte überblicken, die an Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung angepasst sind.

Informationen zu baulichen Gegebenheiten der Veranstaltungsorte wie z.B. deren Barrierefreiheit sind dabei ebenso zu finden wie aktuelle Angaben zu Gebärdensprache, AudioDeskription oder Über- bzw. Untertiteln. Durch das Webportal musenkussmuenchen.de lässt sich so künftig auf kurzem Weg eine große Bandbreite aktueller inklusiver Kulturprojekte in München recherchieren.

„Verschiedenheit ist normal und verschiedene Blickwinkel bereichern unser Miteinander. Viele Musenkuss-Partner handeln nach diesem Grundsatz. Daraus ergibt sich ein vielfältiges Mitmach-Angebot für alle ohne Barrieren“, so Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München.

Bei den mehr als 90 Partnern des Webportals musenkuss-muenchen.de handelt es sich um städtische oder städtisch geförderte Kulturinstitute, Freie Träger, Initiativen und Netzwerke der Kulturellen Bildung. Viele von ihnen bieten bewährte und modellhafte Projekte mit inklusivem Ansatz an. Harry Zipf, Leiter der Offenen Dienste der Lebenshilfe München, begrüßt dieses neue Angebot. Auch die Lebenshilfe München wird die neuen Angebote nutzen und demnächst auch eigene Veranstaltungen mit einstellen.

„Wohin mit der Wut im Bauch“

Ein Seminar der Lebenshilfe Bayern – ein Erfahrungsbericht

In den elf betreuten Wohngemeinschaften der Lebenshilfe München leben Menschen mit geistiger Behinderung teilweise schon 30 Jahre zusammen und damit haben sich fast schon familiäre Strukturen gebildet. Die Wohneinrichtung Giesing, in der St. Quirin-Straße, wurde 1997 gegründet und hier leben 30 Menschen mit geistiger Behinderung in drei Wohngruppen. Da jedes menschliche Zusammenleben aber auch Konflikte bewältigen muss, besucht eine Gruppe jährlich ein Seminar im Fortbildungsinstitut der Lebenshilfe Bayern in Erlangen.

Von Anfang an dabei sind die Betreuer Tatjana Jan und Harald Stinglwagner und sie freuen sich über den großen Erfolg dieser Maßnahme. „Es geht dabei nicht nur um den Kurs, sondern um das gemeinsame Miteinander, denn wir sind dort auch sehr gut untergebracht und versorgt. Jeder Teilnehmer hat sogar ein Einzelzimmer, was für den privaten Rückzug auch nötig ist“, erzählt Harald. Gestaltet sich das Miteinander in einer Wohngemeinschaft zeitweise schwierig, so ist die Situation bei Menschen mit geistiger Behinderung noch verschärft.

Die Teilnehmer beim Seminar "Woher die Wut im Bauch", von der Lebenshilfe München, freuen sich über diese lehrreiche und schöne Zeit.

Die Teilnehmer des Seminars freuen sich über diese lehrreiche Zeit.

Doch auch so können sich Menschen mit geistiger Behinderung nicht so gut ausdrücken, wissen oft gar nicht, woher die Wut im Bauch kommt.

Das war auch Inhalt des Seminars ‚Manchmal bin ich wütend … und dann?‘ Die jährliche Wiederholung ist nötig, so Tatjana Jan. „Man merkt in den Monaten nach dem Seminar, wie das Gelernte langsam wieder vom Alltag eingeholt wird, alte Gewohnheiten häufiger durchbrechen. Erst die dauerhafte Vertiefung ermöglicht eine langfristige Verbesserung.“

So sei bei den Teilnehmern eine Stärkung des Selbstbewusstseins spürbar und sie sind mit Freude dabei. Sie gehen von sich aus eher auf den/die Betreuerin zu und sprechen an was sie stört. Oder aber sie haben gelernt sich früher von ‚dem Brennpunkt‘ zu lösen, Abstand zu gewinnen und erst einmal ‚runterzukommen‘ von einer angespannten Gefühlslage. Kleine Schritte, die im Alltag aber große Wirkung zeigen.

Harald Stinglwagner: „Ich bin begeistert, wie sie das immer wieder schaffen. Es ist für Menschen mit geistiger Behinderung eine große Herausforderung sich täglich über mehrere Stunden zu konzentrieren, sich bewusst in Situationen hineinzuversetzen und angestrengt mitzuarbeiten. Abends sind sie dann wirklich ‚platt‘ von dem Geleisteten.“

Um das Pensum zu schaffen wird auch auf ausreichende Pausen geachtet oder manche Themen bei einem gemeinsamen Spaziergang nochmals vertieft und nach besprochen. Begeistert ist Harald auch von den beiden Referenten, die ihre Sache mit viel Einfühlung zu vermitteln wissen. „Wir Betreuer sind bei dem Seminar selbst übrigens nicht dabei. Das würde hemmen, unsere Bewohner würden sich beobachtet fühlen.“

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Weitere Infos zum Seminarangebot der Lebenshilfe Bayern finden Sie unter:
http://www.lebenshilfe-bayern.de/fortbildungsinstitut/

Sommerprogramm der OBA Lebenshilfe München

Für die OBA der Lebenshilfe München gibt es keine Sommerpause, auch in den Ferien nicht. Am Wochenende starten von der OBA (Offene Behindertenarbeit) aus die ersten Urlaubs-Reisen in den Norden, nach Österreich und in die bayerischen Alpen. Insgesamt stehen bis zum Herbst acht Urlaubsreisen auf dem Programm. Sie werden von jeweils einem Team aus Reiseleitern und Ehrenamtlichen begleitet.

OBA Lebenshilfe München Sommerprogramm

OBA Lebenshilfe München Sommerprogramm

Aber auch ‚zuhause‘, in Stadt und Landkreis München, ist die OBA der Lebenshilfe über die Sommerferien hinweg aktiv. Ausflüge von Ritterspielen bis Schlossbesuch, vom Besuch im Tierpark bis Tretbootfahren, vom Spaziergang bis zur Mondschein-Serenade, vom Thermenbesuch bis hin zum gemeinsamen Kegeln. Kurz: es gibt ein umfangreiches Programm während der Ferien, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung ihre Freizeit zusammen verbringen können. Nur die wöchentlichen Clubs machen während der Sommerferien Pause.

OBA sucht engagierte, aufgeschlossene Leute

Eine Liste der regelmäßigen Clubveranstaltungen der OBA der Lebenshilfe München finden Sie unten. Im Moment sind alle Plätze für Teilnehmer in den Clubs belegt. Sowohl für das Freizeit- und Bildungsprogramm, als auch für die Clubs, sucht die OBA engagierte, aufgeschlossene Leute, die Lust haben, dabei zu sein und bei Bedarf Assistenz und Unterstützung anzubieten.

Das OBA Sommerprogramm der Lebenshilfe München

Das OBA Sommerprogramm der Lebenshilfe München

Telefon: 089 69347 -140 bis -143 (OBA),
Email: oba@lebenshilfe-muenchen.de

Diese Clubs gibt es bei der OBA der Lebenshilfe:

SPORTCLUB: Montags von 18:00 – 19:30 Uhr
Treffpunkt: Tumblingerstr. 8 (U3 / U6 Goetheplatz) / Koordination: Sarah Höhendinger

CLUB JUNGE ERWACHSENE: Montags von 17:20 bis 20:00 Uhr
Treffpunkt: OBA bzw. U-Bahn „Sendlinger Tor“ / Koordination: Michael Ruoff

DIENSTAGS-CLUB: Dienstag von 17:00 bis 20:00 Uhr
Treffpunkt: OBA, St.-Quirin-Straße 13 / Koordination: Elisabeth Kluska

CLUB OBERMENZING: Mittwoch von 17:30 bis 20:00 Uhr
Treffpunkt: Carolinengemeinde, Sarasatestr. 16 / Koordination: Georg Hohenester

CLUB GIESING: Mittwoch von 18:30 bis 20:30 Uhr
Treffpunkt: Gemeindehaus Lutherkirche, Weinbauernstraße 9 / Koordination: Ilona Homma

JUGENDCLUB: Freitag von 16:30 bis 19:30 Uhr (monatlich)
Treffpunkt: OBA, St.-Quirin-Straße 13 /Koordination: Monika Barbato

HANDARBEITS-TREFF: Freitag von 16:00 bis 19:00 Uhr (14-tägig)
Treffpunkt: OBA, St.-Quirin-Straße 13 / Koordination: Franka Zellerer

Das nächste Programm-Heft „Freizeit, Bildung und Begegnung“ 
erscheint Mitte September und kann unter den oben genannten 
Telefonnummern oder email-Adresse bestellt werden.

Immer mehr Menschen mit geistiger Behinderung ambulant betreut

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Vertrauen aufbauen, helfen, da sein mit der Lebenshilfe München

MÜNCHEN: Bei der Lebenshilfe München wird heute jeder fünfte Bewohner der Einrichtungen nur noch ambulant betreut, vor wenigen Jahren war es nur jeder achte. Dabei wohnen die „stationär betreuten“ Menschen mit geistiger Behinderung in einer der elf Wohnstätten der Lebenshilfe München in Stadt und Landkreis München. ‚Ambulant betreut‘ wird im häuslichen Umfeld oder seit Frühjahr auch in betreuten Wohngemeinschaften. In die ambulante Betreuung werden zunehmend auch Menschen mit seelisch-psychischen Herausforderungen einbezogen. Sie haben gute Chancen bei unterstützender Hilfe und Betreuung, ihre Lebenskrisen zu überwinden und zu einem selbständigen Leben zurück zu finden.

Inklusion braucht gezielte Förderung

Für Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München, ist das ein wichtiger Schritt hin zu mehr Inklusion. „Wir haben unser Angebot im Bereich des Ambulant betreuten Wohnens innerhalb eines Jahres verdoppelt. Die Lebenshilfe München bewegt sich nachdrücklich in diese Richtung. Wir hoffen und setzen darauf, dass Gesellschaft und Politik – wie aktuell etwa beim Entwurf zum neuen Bundesteilhabegesetz – mitziehen. Es wird bei aller Inklusion immer Menschen mit geistiger Behinderung geben, die einen sehr speziellen Förderbedarf brauchen. Dafür stehen wir als Lebenshilfe München. Jedem Menschen die Förderung geben, die er braucht. Die Förderung zu mehr Selbständigkeit und Selbstbestimmung sind dabei immer ein erklärtes Ziel.“

Der Wandel braucht Zeit

So passt sich die Lebenshilfe München dem Wandel der Zeit an. Festgefahrene Strukturen und Denkmuster werden hinterfragt, modernisiert und angepasst. Auch der Bezirk und der Gesetzgeber haben klare Vorgaben. Der Wandel braucht seine Zeit.

Lebenshilfe stimmt eng mit dem Bezirk ab
Ambulant betreutes Wohnen für Stadt- und Landkreis München

Koordinator der Wohneinrichtung der Lebenshilfe München, Christian Kerler: „Wir von der Lebenshilfe München trafen zunächst mit der Stadt und mit dem Landkreis München neue Vereinbarungen. Das haben wir mit dem Bezirk als Leistungsträger eng abgestimmt. Die ambulante Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung wird an Bedeutung weiter zunehmen.“

Beratung steht vor der Hilfeleistung

Daniela Holzmann, Dipl. Sozialpädagogin des ‚Ambulant betreuten Wohnen‘ (ABW) hat in ihrer vierjährigen Tätigkeit in diesem Bereich schon viel erlebt. „Es braucht oft lange Monate, bis Familien oder Betroffene sich an uns wenden. Sie versuchen häufig mit Situationen zurecht zu kommen, in denen sie eigentlich Hilfe benötigen. Dabei arbeiten wir natürlich mit unserer Angehörigenberatung eng zusammen. In der Praxis sieht es so aus, dass wir wöchentlich bis zu fünf Stunden Hilfe direkt vor Ort im Wohnumfeld des Betroffenen geben.“

Hohe Frauenquote bei Pädagogen, Erzieher und Fachkräften

Glücklich ist man aktuell bei der Lebenshilfe München, dass man nach der Erweiterung der Leistungen im Bereich des ABW alle Stellen mit gut ausgebildeten Fachkräften hat besetzen können. Christian Kerler: „Dabei haben wir einen deutlichen Frauenüberschuss. Die Quotenregelung würde eigentlich mehr männliche Pädagogen, Erzieher und Fachkräfte fordern. Manche Betreute würden sich gerne von männlichen Pädagogen betreuen lassen. Das Berufsbild nehmen aber wohl immer noch vermehrt Frauen wahr. Dabei ist es abwechslungsreich, spannend und wir arbeiten ‚eng an und mit Menschen‘.“

(gsp)

Lebenshilfe bei gemeinsam Spaß und Sport mit dabei

Gemeinsam Spaß und Sport mit der Lebenshilfe München.

Gemeinsam Spaß und Sport mit der Lebenshilfe München.

Bei herrlichen Sommerwetter stand am Wochenende die Münchner Innenstadt ganz im Zeiten von ‚Gemeinsam Spaß und gemeinsam Sport‘. Ob Rollstuhlbasketball oder Blindenfußball – der Gedanke der Inklusionstand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Menschen mit und ohne Behinderung treiben gemeinsam Sport. Mit dabei war einmal mehr auch die Lebenshilfe München mit einem eigenem Stand und Dartspiel.

Auch die Abendzeitung hat ausführlich über diesen Event berichtet. Hier der Link:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.inklusiver-aktionstag-gemeinsam-sport-gemeinsam-spass-auf-dem-marienplatz.57edb783-be62-4bb1-9ab3-f71c2fae7357.html

Abendzeitung berichtet über den Event "Gemeinsam Sport und Spaß"

Abendzeitung berichtet über den Event „Gemeinsam Sport und Spaß“

Die richtigen Voraussetzungen für Deeskalation schaffen

Schulung für Mitarbeiter der Lebenshilfe München

Eine Situation nimmt an Spannung zu, sie verschärft sich, sie eskaliert, gerät außer Kontrolle. Wir alle kennen solche Momente aus Krimis; er lebt von Spannung, von der Tragik des Moments. Was aber, wenn wir selbst Betroffene sind, in der Familie, im Freundeskreis, im privaten Umfeld, in der Arbeit? Dann wird aus der prickelnden Spannung schnell ein traumatisches Erlebnis. Damit das nicht passiert, hat die Lebenshilfe München für alle Mitarbeiter der Lebenshilfe München Wohnen GmbH eine Schulung, einen eigenen Deeskalations-Kurs initiiert.

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Seminarleiter René Pfeifer setzt auf die (Selbst-) Reflektion der pädagogisch gut ausgebildeten Mitarbeiter der Lebenshilfe München

In mehreren Modulen werden die Mitarbeiter bis Dezember geschult und weitergebildet. Seminarleiter René Pfeifer sieht dabei im Umgang mit Menschen mit Behinderung einen besonderen Bedarf. „Verhaltensweisen haben ihre Wurzel in physischen oder psychischen Grundbedürfnissen des Betreuten, welche jedoch nicht adäquat kommuniziert oder erfüllt werden können.“ Deeskalation ist wichtig.

Seminarleiter René Pfeifer zur Deeskalation:
„Gute Abstimmung zwischen allen Beteiligten ist gefordert“

Das setzt an die Mitarbeiter in den Einrichtungen wieder ganz eigene Anforderungen. Es geht auch darum sich untereinander abzustimmen, bis hin zu den Eltern und Betreuern. Auch der Arbeitgeber ist gefordert. Sind betriebliche Hierarchien durchlässig, gibt es genügend personelle und räumliche Ressourcen, gibt es klare Richtlinien für den Umgang mit Gewalt, was wird getan um Bewohner und Mitarbeiter zu schützen?

Und so wie der Mensch mit Behinderung ein Recht auf geschultes Personal hat, so hat das Personal ein ebenso ein Recht auf den eigenen Schutz. Dazu zählt Rene Pfeifer die Sicherheit am Arbeitsplatz und Schulungen für potentiell gefährliche Situationen. „Der bessere Weg dabei ist aber“, so Lebenshilfe Geschäftsführer Peter Puhlmann, „solche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen und rechtzeitig mit einer Deeskalation vorzubeugen.“

Strukturen und Zusammenhänge erkennen

Dies wiederum sei nur durch Reflektion möglich, erläutert der Trainer. „Die Strukturen müssen erkannt werden, das eigene Verhalten und die Zusammenhänge.“ Den Menschen mit Behinderung in seiner inneren Not zu helfen, ist darüber hinaus ein Akt der christlichen Nächstenliebe. Hilfreich ist ebenso das Trainieren von verbalen Deeskalationstechniken.

Ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis ist die Einsicht, dass Aggression immer begründet ist, zumindest für den Betroffenen. „Unser Gegenüber ist nicht unser Feind, sondern immer ein Mensch der Hilfe braucht“, verdeutlicht Rene Pfeifer in seiner Schulung für die Lebenshilfe München.

Lesen Sie dazu auch:

https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2016/04/08/lebenshilfe-muenchen-beugt-mit-schulungen-vor/

Text & Fotos: Gerd Spranger

Spenden helfen den Menschen bei der Lebenshilfe München

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Birgit Fleischmann, Peter Puhlmann und ein Bewohner der Lebenshilfe Einrichtung in der St.-Quirin-Straße auf dem neuen Aufzug.

Bei den Spendenprojekten der Lebenshilfe München stand 2015 der Wunsch nach einem Aufzug für die Wohneinrichtung in der St. Quirin-Straße (Giesing) weit oben auf der Liste. Der Wunsch wurde jetzt erfüllt. Die Stiftung für Menschen in Not, „Wir helfen München“, hat die Kosten für den Aufzug von knapp 18.000 Euro übernommen.

Die Initialzündung für dieses große Spendenprojekt für die Lebenshilfe München gab Prof. Dr. Stephan Heller, der im Kuratorium des Elternvereins mitwirkt und immer das Wohl der 1600 betreuten Menschen mit geistiger Behinderung im Blick hat. Häufig stellt sich bei ihnen mit zunehmenden Alter auch noch eine eingeschränkte Beweglichkeit ein, so dass selbst der Garten ‚vor der Haustür‘ nur schwer zu erreichen ist.

„Das ist jetzt zum Glück anders,“ freut sich Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann. „Für unsere Rollstuhlfahrer war der Weg in den Garten immer eine Herausforderung. Sie mussten hin und zurück immer eine Strecke von 50 Metern um das Haus herum bewältigen.“

Von den Bewohnern der Lebenshilfe-Einrichtungen erreichen immer mehr Menschen das Rentenalter. „Sie sind damit keine Werkstatt-Gänger mehr, also nicht berufstätig, und verbringen die meiste Zeit in den Wohnstätten, wie auch hier in der St. Quirin-Straße,“ erläutert Einrichtungsleiterin Birgit Fleischmann. „Das ist durchaus ein Handicap, denn man bleibt ja nicht unentwegt im Garten. Man muss mal auf die Toilette, holt was zu trinken oder zu essen. Da musste ohne den Aufzug jeder Gartengang wohl überlegt sein. Barrierefreiheit ist ein Grundrecht.“

Stiftung „Wir helfen München“ spendet der Lebenshilfe München

Die Stiftung „Wir helfen München“ möchte ein wenig Lebensqualität und Lebensfreude an notleidende Menschen weitergeben. Die Förderer der Stiftung sind Münchner Unternehmer, zu denen auch Prof. Dr. Stephan Heller zählt, der im Vorstand der Stiftung und zugleich Vorsitzender des Vorstandes der Agentur „heller & partner Marketing Services AG“ ist.

Mit dem Aufzug direkt in den Garten ist nun für alle Bewohner der Lebenshilfe München in der St. Quirin-Straße der Weg in den Garten frei und unkompliziert. „Die meisten Häuser der Lebenshilfe sind aus den 30er- und 50er-Jahren und stammen damit aus einer Zeit, als noch niemand an Barrierefreiheit dachte,“ erläutert Peter Puhlmann. „Der Gebäudekomplex hier waren ursprünglich Wohnungen für Bedienstete der US-Streitkräfte.“

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Wallfahrt Barrierefrei mit der Lebenshilfe München

„Wallfahren gehen – das wollte ich schon immer mal“, waren die Worte eines Bewohners
„Kannst Du mir mal sagen, was das genau ist und was wir da machen?“
„Wer kommt alles mit?“ – „Oh das wird toll?“
„Hoffentlich regnet es nicht! . . .

. . . das waren die Gedanken zum Themeneinstieg
zur Sternwallfahrt der Diözese München Freising.

Am 12. Juni um 8.30 Uhr war die Aufregung in der Lebenshilfe in Putzbrunn schon groß. Die meisten Teilnehmer waren schon zeitig fertig und warteten auf den Startschuss. Um 9.00 Uhr setzte sich der Zug mit gefüllten Picknickrucksäcken und 16 Klienten aus Putzbrunn I, Putzbrunn II und der TENE mit ihren Betreuern, ehrenamtlichen Begleitern und Angehörigen Richtung MVV in Bewegung. Gelebte Inklusion beim Wallfahrten.

Die Stimmung war von Anfang an gut und neugierig.

Hürden für die Rolli- und Rollator Fahrer wurden ohne große Probleme bewältigt, denn ganz barrierefrei ging es leider nicht. Der Trupp schlugt sich wacker bis zum Stachus.,Dort trafen wir schon auf andere Wallfahrergruppen und Organisatoren. Unsere Einrichtungsleitung Frau Wiesenthal-Moser besorgte für uns alle die Wallfahrermedaille mit dem Motto: GOTT-GEMEINSAM-GEBEN.   Weiterlesen

Giesing: „Sommer im Park“ am 24. Juni im Weißenseepark

Im Süden von München liegt Giesing, einer der aufstrebenden Stadtbezirke von München. Im Herzen Giesings ist der Weißenseepark, der Stadtteiltreff im Grünen für Spiel, Sport und Spaß. Der Park in dem dicht besiedelten Stadtteil lädt auf insgesamt mehr als neun Hektar Fläche Menschen ein, sich zu erholen, zu spielen oder Sport zu treiben. Jetzt wurde der Weißenseepark nach nach Süden und Westen erweitert und qualitativ aufgewertet.

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Die Lebenshilfe München ist beim Giesinger Stadtteilfest im Weißenseepark wieder mit dabei, gelebte Inklusion.

Das wird im Rahmen des jährlichen Sommerfestes natürlich gebührend gefeiert. Vereine und Initiativen gestalten ein buntes Programm und präsentieren sich mit Showeinlagen auf der großen Bühne selbst, auch mit Infoständen und gezielten Informationen. Die Lebenshilfe München ist auch wieder mit dabei und Harry Zipf, Leiter der offenen Dienste, freut sich schon auf dieses Event.   Weiterlesen

Endlich: ein barrierefreier Toilettencontainer für den Münchner Landkreis

Wer geht nicht gerne auf ein Volksfest, trifft und vergnügt sich in geselliger Runde? Der Gang auf die Toilette ist dabei kein Problem, es ist für alles gesorgt. Wirklich? – leider nicht. Für Menschen mit Behinderung oder Senioren mit Rollator gibt es keine entsprechende Möglichkeit. Volksfeste sind damit häufig nicht inklusiv, sondern exklusiv und nicht barrierefrei. Das soll sich jetzt ändern, zumindest im Landkreis München.

Alt-Landrätin und Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Johanna Rumschöttel, hat sich intensiv für die Realisierung eines barrierefreien und behindertengerechten Toilettencontainers eingesetzt. Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München, übergab nun an seine Amtsvorgängerin Johanna Rumschöttel den Schlüssel für die barrierefreie mobile Toilette des Landkreises.  Weiterlesen

Hoher Informationsbedarf für Menschen mit Behinderung

Zweite Infobörse der Stadt München

Für Stadtrat Christian Müller sei es in München bereits eine gute Tradition viel für Menschen mit Behinderung zu tun. Dies wurde auch bei der Infobörse der Stadt München im Alten Rathaus für Menschen mit Behinderung deutlich, wo Müller den Oberbürgermeister Dieter Reiter vertrat. An 50 Ständen wurde über alles informiert, von der Frühförderung bis zur Schule, Ausbildung und berufliche Perspektiven. Ebenso über Fördermöglichkeiten, Gesundheits- und Freizeitangebote sowie Initiativen, Selbsthilfegruppen, Vereine und Institutionen. Für alle Facetten der Lebensplanung, über Beruf, Bildung und Unterstützung, waren Verbände, Institutionen, Selbsthilfegruppen und Fachleute vor Ort auf der Infobörse in Munich.

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Stadtrat Christian Müller im Interview vor dem Stand der Lebenshilfe München auf der Informationsbörse der Stadt für Menschen mit Behinderung

„Die Besucher fragen meist schon gezielt nach, wissen wonach sie suchen und was sie wollen,“ heißt es aus dem Veranstaltungsbüro. Bürgermeisterin Christine Strobl möchte mit der Veranstaltung dem Gefühl mancher Bürger entgegenwirken, sich im „Dschungel der Informationen zu verlieren“. Sie wünscht sich auch eine bessere Vernetzung der Fachleute untereinander auf dem Weg zu einer inklusiven Stadtgesellschaft in allen Lebensbereichen.  Weiterlesen

Lions-Club spendet der Lebenshilfe München 5000 Euro

Inklusive Aktion: Kinder laufen für Kinder

(gsp) Mit Spenden dort helfen, wo das Geld auch sinnvoll und langfristig genutzt wird, ist eines der Anliegen des ‚Lions Clubs München – König Otto‘ (LC MKO). Bei der jüngsten Spendenaktion organisierten sie einen Wettlauf mit 300 Schülern, nahmen 10.000 Euro ein und unterstützen damit soziale Projekte in der Region. 5000 Euro gingen jetzt an die Lebenshilfe München für die Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) in Unterhaching.

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Bei der Spendenübergabe des ‚Lions Clubs München-König Otto‘ in der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe München in Unterhaching. Ein Scheck über 5000 Euro wird überreicht.

An dem Schullauf beteiligten sich die Ottobrunner Grundschulen, die Schule Brunnthal und die Kinder der HPT Unterhaching. Eltern, Kinder, Betreuer und das Aktionsteam des Lions Club MKO gestalteten den Lauf zu einem kleinen Volksfest, bei dem es auch reichlich Getränke, Brotzeit, Kaffee und Kuchen gab und so fleißig Spendengelder gesammelt wurden. Gesammelt wurde auch bei den Eltern, pro absolvierte Runde des Kindes auf der 400-Meter-Bahn. Sie hatten beim Sammeln der Stempel viel Freude, ein gutes Lebensgefühl spornte zu hohen Leistungen an.   Weiterlesen