Lebenshilfe München ist für die Zukunft gut aufgestellt

Die Neuwahl der Lebenshilfe München im November 2019 hat die Weichen für die künftige Entwicklung des Elternvereins gestellt. Mit der Zustimmung zur neuen Satzung und deren Genehmigung durch das Vereinsgericht kann nämlich ein hauptamtlich tätiger Vorstand eingesetzt werden. Berufen wird der neue Vorstand durch den Aufsichtsrat, den die Mitgliederversammlung jetzt neu gewählt hat – wie im aktuellen Newsletter der Lebenshilfe ausführlich berichtet. Die Lebenshilfe München ist für die Zukunft gut aufgestellt.

Der neu gewählte Aufsichtsrat der Lebenshilfe München (v.l.): Peter Springmann, Petra-Bianca Koch, Gudrun Oßmann, Andrea Siemen (AR Vorsitzende), Peter Puhlmann, Dr. Hubert Jäger und Friederike Stadler.

Für eine neue Satzung gestimmt

Die Redaktion hat nachgefragt, warum diese Änderung für den Verein so wichtig ist. Zunächst hält Geschäftsführer Peter Puhlmann fest: „Wir haben den im März von der Mitgliederversammlung eingeschlagenen Weg jetzt konsequent weitergeführt. Vorab wurde die neue, jetzt beschlossene Satzung durch das Finanzamt geprüft, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden. Mit Annahme durch das Vereinsregistergericht tritt sie 2020 voraussichtlich in Kraft.“

„Zusammenarbeit im Verein stärken“

Seit März 2019 ist die Volljuristin Andrea Siemen die neue Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München. Sie engagiert sich seit 2008 im Elternverein und war die letzten Jahre stark in der Angehörigenberatung eingebunden, da hier juristischer Rat immer wichtiger wird. Sie bekräftigte im Frühjahr bereits, „die Reorganisation des Vereins aktiv mit zu begleiten und die Zusammenarbeit innerhalb des Vereins zu stärken.“

Zuversicht für die Zukunft geben

„Die Situation für die Angestellten wird sich weiter verbessern. Wir wollen den Mitarbeitern der Lebenshilfe mit Hilfe der neu beschlossenen Satzung nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz erhalten, sondern auch Zuversicht geben. Auf diese Weise können wir noch mehr anpacken, neue Projekte planen und so, gut aufgestellt, in die Zukunft gehen“, bekräftigt die Vorsitzende.

25 Millionen Euro Umsatz

Dabei betont sie, dass es schon länger absehbar war, dass so ein großer Verein sich nicht mehr mit einem ehrenamtlich tätigen Vorstand bewältigen lasse. Peter Puhlmann ergänzt: „Wir sprechen von einem Unternehmen mit 25 Millionen Euro Umsatz, von 435 Mitarbeitern mit insgesamt 268 Vollzeit-Stellen plus 700 bis 800 ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern.“ Der Anteil an weiblichen Mitarbeitern liegt bei über 80 Prozent.

Mitglieder bilden das wichtigste Gremium

Als wichtigste Neuerung bezeichnet Andrea Siemen den alle drei Jahre durch die Mitgliederversammlung berufenen ehrenamtlichen Aufsichtsrat, der dann die hauptamtlichen Vorstände beruft. „Die Mitglieder also bleiben das wichtigste Gremium des Vereins. Darüber hinaus wird es zukünftig neben dem Kuratorium auch Beiräte (z.B. Angehörigenbeirat, Selbstvertreterbeiräte) geben. Sie haben die Möglichkeit sich regelmäßig mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auszutauschen und diese zu beraten. Als hauptamtlicher Vorstand ist der bisherige Geschäftsführer Peter Puhlmann besetzt. Eine zweite Person wird gesucht und die beiden Vorstände werden sich dann gemeinsam um das operative Geschäft der Lebenshilfe München kümmern und die Weichen für die Zukunft stellen.“

Entwicklung begann 2017

Geschäftsführer Peter Puhlmann sieht den Weg hin zu mehr Professionalisierung des Elternvereins bereits seit 2007 im Werden. „Damals wurden mit zwei gemeinnützigen GmbHs die Bereiche „Wohnen“ und „Kinder und Jugend“ organisatorisch und auch rechtlich aus dem Elternverein herausgenommen, ohne dass dabei der Elternverein sein Mitspracherecht verloren hätte. Es folgte dann die Einsetzung eines hauptamtlichen Geschäftsführers und jetzt gehen wir den nächsten Schritt.“

Große Projekte für die Lebenshilfe München

Dabei stehen bei der Lebenshilfe München 2020 bereits die nächsten großen Projekte an. Im Frühjahr wird die neue Wohneinrichtung am Willinger Weg eröffnet. Die ersten Planungen für eine offen betreute Wohngemeinschaft im neu entstehenden integrativen Vorzeigeprojekt der Stadt München in Freiham. Auch in Putzbrunn plant die Lebenshilfe München weiter und ist auf der Suche nach einem Grundstück zum Bau einer weiteren Wohneinrichtung. Der Schwerpunkt wird hier die Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung im Seniorenalter sein.

Schülertag der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Die Ausbildung von Fachkräften im eigenen Betrieb ist in der heutigen Personalmarktsituation der mit Abstand wirksamste Hebel im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Das ist für René Pfeifer, den Bereichsleiter der Lebenshilfe Wohnen GmbH, seit jeher klar. So konnten in den letzten beiden Jahren die Ausbildungsplätze von einem im Jahr 2016 auf acht in 2019 erhöht werden. Dazu kommen derzeit noch drei duale StudentInnen.

Lisa Hasenberger (Leitung Wohntraining; Bild ganz rechts) und Florian Mauch (Leitung Wohnen Stadt Süd; Bild ganz links), die Verantwortlichen bei der Gestaltung dieses Tages waren sehr erfreut über die engagierte und aktive Teilnahme der Schüler und freuen sich auf den nächsten Schülertag im März 2020. Das Feedback der SchülerInnen war ebenfalls durchwegs positiv. Die Möglichkeit der Reflexion und der Austausch über die Anforderungen in Schule und Ausbildungsbetrieb halten sie einhellig für sehr gewinnbringend.

Lisa Hasenberger (Leitung Wohntraining; Bild ganz rechts) und Florian Mauch (Leitung Wohnen Stadt Süd; Bild ganz links), die Verantwortlichen bei der Gestaltung dieses Tages waren sehr erfreut über die engagierte und aktive Teilnahme der Schüler und freuen sich auf den nächsten Schülertag im März 2020. Das Feedback der SchülerInnen war ebenfalls durchwegs positiv. Die Möglichkeit der Reflexion und der Austausch über die Anforderungen in Schule und Ausbildungsbetrieb halten sie einhellig für sehr gewinnbringend.

Modernste heilpädagogischen Konzepte

Doch nicht nur um dem Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen ist dies dringend notwendig. In der pädagogischen Arbeit entwickeln sich viele Dinge weiter. Durch den Einsatz frisch qualifizierter Fachkräfte soll der Wissenstransfer in den Einrichtungen gewährleistet, und so die modernsten heilpädagogischen Konzepte und Modelle in der Praxis gelebt werden.

Eigen-Verantwortung fördern

Früher dominierte das Credo, Menschen mit einer geistigen Behinderung nach Auszug aus dem Elternhaus eine möglichst familienähnliche Wohnstruktur anzubieten. Diese sollte möglichst lange stabil und ohne Veränderung erhalten werden. Heute hingegen liegt der Fokus darauf, BewohnerInnen im Sinne des Empowerment-Gedankens – also der vermehrten Übertragung von Verantwortung – hin zu einer maximalen Selbstständigkeit zu fördern. Das heißt, es wird für jede KlientIn individuell betrachtet, ob die Ressourcen – gegebenenfalls nach intensiven Trainingsmaßnahmen – ein weniger eng betreutes Setting zulassen.

Personen-Zentrierung im Mittelpunkt

Ziel ist es, das größtmögliche Maß an Selbstständigkeit zu erreichen. Dass diese Entwicklung in der modernen Heilerziehungspflege-Ausbildung im Zentrum steht, ist schon an den fünf Leitbegriffen der Personen-Zentrierung abzulesen. Spontan, wie aus der Pistole geschossen, benannten es die SchülerInnen am Schülertag der Lebenshilfe München Wohnen GmbH am 02.12.2019. Es sind: Personenzentrierung, Autonomie & Selbstbestimmung, Inklusion & Integration, Begegnung & Beziehung gestalten und Normalisierung. Zusammen bilden sie den Grundstein für eine zeitgemäße Begleitung in der Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung.

Nutzen Sie gerne die Kommentar-Funktion unter diesem Artikel, wenn Sie mehr über diese Begriffe erfahren wollen oder Sie interessiert sind, wie die Lebenshilfe München Wohnen GmbH im Hinblick auf diese Schwerpunkten ihre KlientInnen fördert.

Florian Mauch

 

Neues zum Gesundheitsmanagement bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Zum zweiten Mal trafen sich alle GruppenleiterInnen und EinrichtungsleiterInnen der stationären Wohnangebote der Lebenshilfe München Wohnen GmbH zu einem Führungskräfte-Workshop. Die Führungskräfte wurden wieder von Frau Beese und Frau Reichenbach im Auftrag der BGW begleitet. Thema des Workshops war dieses Mal unter anderem die Führungssituation in Sandwichpositionen.

Sowohl Gruppenleitungen als auch Einrichtungsleitungen haben die Aufgabe, gegebene Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel sich ändernde Gesetzgebung, Entwicklungen in der pädagogischen Arbeit, Vorgaben des Trägers, etc. in die operative Umsetzung zu bringen. Nicht immer sind diese Veränderungen bei den MitarbeiterInnen beliebt. Die Aufgaben sind Mehrdimensional und eine Aufzählung würde den digitalen Rahmen dieses Artikels vermutlich sprengen. Betrachtet man aber nur die vielen verschiedenen Anspruchsgruppen in unserer Branche, wird klar, dass man mit vielen Aufgaben gleichzeitig jonglieren muss.

„Alle wollen ‚ein Wörtchen‘ mitreden“

BewohnerInnen haben den berechtigten Anspruch, eine optimale personenzentrierte Förderung zu genießen. Angehörige wollen in der Regel – ebenfalls zu Recht – ein Wörtchen mitreden. MitarbeiterInnen wünschen sich faire und ausgewogene Dienstpläne, die mit ihrem Privatleben vereinbar sind. Die Geschäftsführung fordert qualitativ hochwertige Arbeit im Rahmen der vom Kostenträger refinanzierten Arbeitsstunden.

Die Belastung die dabei entsteht, wurde im Workshop von den Coachinnen spürbar gemacht. Alle TeilnehmerInnen haben sich in einem Kreis aufgestellt. Es wurde zunächst ein Ball in die Runde gegeben, der im Zickzack von TeilnehmerIn zu TeilnehmerIn geworfen wurde. Der Weg musste bei jeder Runde gleich eingehalten werden. Als nächstes noch ein weiterer Ball dazu, selber Weg. Dann noch ein Telefon – freundlich den imaginären Anrufer vertrösten und an den Nachbarn im Stehkreis weiterreichen. Ball fangen, Ball werfen, Telefon, dann noch ein Luftballon in der Mitte des Kreises, der den Boden nicht berühren darf. Ball fangen, Luftballon hochhalten, Telefon werfen… Zum Glück ist es soweit nicht gekommen.

Kollegiale Beratung ein Weg

Der Effekt der Belastung wurde schnell deutlich. Nach gut strukturiertem fachlichem Input zum Umgang mit hoher Arbeitsbelastung wurde am Ende des gemeinsamen Tages noch das Instrument der kollegialen Beratung zunächst erläutert und dann in der Praxis getestet. Hierbei wurde erlernt, wie man gemeinsam mit KollegInnen Lösungswege für komplexe Problemsituationen möglichst strukturiert und in kurzer Zeit erarbeiten kann.

Das Fazit der TeilnehmerInnen zum zweiten von drei Teilen des Workshops war erneut sehr positiv. Alle freuen sich auf den dritten und letzten Workshop im Januar. Bleiben auch Sie gespannt.

Florian Mauch

Abbildung:

Berufsgenossenschaft für den Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) 2017:
Seminar Unterlagen „Gesund und motivierend führen – Wie Führungskräfte ihr Team und sich stärken“

Hier geht’s zu unserem ersten Workshop:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2019/10/16/fuehrungskraefte-workshop-zum-gesundheitsmanagement/

MdL Claudia Köhler zu Besuch in der Heilpädagogischen Tagesstätte

MdL Claudia Köhler liest bei der HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching

MdL Claudia Köhler liest bei der HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching

Was passiert beim Vorlesen? Die Kinder hören Geschichten aus Büchern, die man anfassen kann und sehen Bilder, die das Gehörte kommentieren. Ein gemeinschaftliches Erlebnis, das die Phantasie anregt und die Aufmerksamkeit schult.

Schon länger hatte sich die Landtagsabgeordnete (MdL) Claudia Köhler angekündigt und wollte für uns, die HPT der Lebenshilfe München, lesen. Claudia Köhler ist für die Grünen im Gemeinderat von Unterhaching und außerdem seit einem Jahr im Landtag aktiv. Durch sie kamen wir auch als heilpädagogische Einrichtung in den Genuss der Aktion am bundesweiten Vorlesetag (15. November) teilzunehmen.

Echt und lebendig erzählte MdL Köhler und hatte sichtlich Spaß. „Wo die wilden Kerle wohnen!“ beispielsweise kam bei den Kindern sehr gut an. Wer ist nicht gerne „wilder Kerl“? und sogar deren König?

Vorher wählten die Kinder Buch und Zeit, indem sie sich in Listen eintrugen. Das ist gelebte Mitbeteiligung der Kinder an der Aktion, was der Politikerin gut gefiel. Zwei Bücher mit Bildern standen zur Auswahl und die neuesten Geschichten aus „Gregs Tagebuch“ auf Wunsch eines 10-Jährigen.

„Bist Du die Präsidentin?“

Zwischen den Geschichten gab es regen Austausch. Wo die Kinder im Landkreis wohnen und was es dort Interessantes gibt, beispielsweise eine Burg in Pullach. Auch ob Sie Präsidentin sei, beantwortete Frau Köhler sehr zugewandt und ernsthaft. So gab es dann auch einige Kinder, die von Anfang bis Ende aufmerksam beim Vorleseangebot dabeiblieben.

Danke für Ihren Besuch und Ihr Interesse an unserer Arbeit, Frau Köhler! Wir haben uns sehr gefreut, dass Sie da waren.

Christiane Keim für die HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching

Lebenshilfe Bayern fordert bessere Versorgung im Krankenhaus

Die Vorsitzende, Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm (Mitte), erhält die Goldene Ehrennadel der Lebenshilfe Bayern samt Urkunde von den stellvertretenden Vorsitzenden Hildegard Metzger und Gerhard John (Foto: Lebenshilfe Bayern / Anita Sajer)

– Aus der Jahrestagung und Mitglieder-Versammlung –

Menschen mit Behinderungen müssen in Krankenhäusern besser versorgt werden. Das fordert die Lebenshilfe Bayern auf ihrer Mitglieder-Versammlung 2019. Dies sei auch ein dringendes Anliegen von Eltern und Angehörigen, betonte die Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern, Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm, in ihrer Rede vor 100 Delegierten am 24. November 2019 im Kloster Seeon.

Wichtig sei insbesondere, dass das medizinische und pflegerische Personal in den Krankenhäusern entsprechend sensibilisiert und geschult werde. Auch müssen Menschen mit Behinderungen unter anderem eine Assistenz für ihren Aufenthalt im Krankenhaus und die Genesungsphase erhalten, wenn Angehörige dies nicht übernehmen können. Die Lebenshilfe Bayern wird dazu eine Petition an den Bayerischen Landtag richten.

Der bayerische Behinderten-Beauftragte Holger Kiesel
unterstützt die Forderung der Lebenshilfe

Gastredner auf der Mitglieder-Versammlung war der Behinderten-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Holger Kiesel. Er informierte darüber, wie er sich ganz konkret für Menschen mit Behinderungen einsetzen will. Dabei unterstützte er auch die Forderung der Lebenshilfe Bayern nach einer besseren Versorgung von Menschen mit Behinderungen in Krankenhäusern. Turnusgemäß fanden auf der Mitglieder-Versammlung zwei Wahlen statt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Christine Eichinger von der Lebenshilfe Schwandorf als Vertreterin der Lebenshilfe Bayern im Bundeselternrat sowie Helmut Holland, Vorsitzender der Lebenshilfe Dillingen, als Mitglied des Stiftungsrats der Lebenshilfe Bayern.

Zum 75. Geburtstag eine Goldene Ehrennadel für Barbara Stamm

Die Mitglieder-Versammlung war der Abschluss einer dreitägigen Jahrestagung, auf der die bayerische Lebenshilfe-Familie auch den 75. Geburtstag der Vorsitzenden, Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm, feierte. Die Jubilarin wurde dabei für ihren unermüdlichen und außerordentlichen Einsatz für Menschen mit Behinderungen und ihren Familien mit der Goldenen Ehrennadel der Lebenshilfe Bayern ausgezeichnet. Sie sei einmaliges und unverzichtbares „Stammkapital“, „Gesicht und Seele“ der Lebenshilfe Bayern, so Laudator und stellvertretender Vorsitzender Gerhard John. Unter den Gratulanten waren auch Landtagspräsident a. D. Alois Glück, der Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe-Bundesvereinigung, Robert Antretter, und der Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe Traunstein, Peter Bantlin.

Weiterentwicklung der Lebenshilfe Bayern

Zentrales Thema der Jahrestagung war, wie sich die Lebenshilfe Bayern nach den Leitgedanken der UN-Behinderten-Rechts-Konvention (UN-BRK) und des Bundes-Teilhabe-Gesetzes (BTHG) weiterentwickeln soll. Über „Mehr Selbstbestimmung und ungehinderte Teilhabe“ diskutierten die Delegierten der örtlichen Lebenshilfen am Samstag, 23. November, in verschiedenen Arbeitsgruppen. Auch wurde auf Initiative der stellvertretenden Vorsitzenden Hildegard Metzger eine geplante Petition zu Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus diskutiert.

Zwei die sich gut kennen: Landtagspräsident a. D. Alois Glück und Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm. Foto: Anita Sajer

Zum Auftakt der Jahrestagung hatte die Vorsitzende Barbara Stamm betont, dass Menschen mit Behinderungen und deren Familien weiterhin die Unterstützung und Assistenz erhalten müssen, die sie brauchen. Es darf nicht darum gehen, was die notwendige Hilfe für einen Menschen koste. Es müsse darum gehen, was ein Mensch braucht, um würdig, gleichberechtigt und selbstbestimmt in unserer Gesellschaft leben zu können. Das müsse die Lebenshilfe Bayern auch den Kostenträgern gegenüber immer wieder deutlich machen, so Stamm weiter. Auch der Landesausschuss Selbst-Vertretung wolle aktiv dabei mitwirken, die Menschen mit Behinderungen und die gesamte Lebenshilfe Bayern stark für die Herausforderungen der Zukunft zu machen, sagte Ausschuss-Vorsitzende Claudia Franke.

Menschen noch besser fördern und unterstützen

In diesem Sinne forderte Gastredner Rudi Sack in seiner kritischen Zwischenbilanz zur bisherigen Umsetzung des BTHG, die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auch in der eigenen Organisation zu unterstützen und zu fördern. Es gehe um Hilfe zur Selbsthilfe wo immer möglich, so der langjährige Geschäftsführer der Lebenshilfe Baden-Württemberg und jetzige Geschäftsführer des Münchner Vereins „Gemeinsam Leben Lernen“. Zum Abschluss des ersten Tages der Veranstaltung sprach die stellvertretende Landrätin, Resi Schmidhuber, ein Grußwort.

Foto-Ausstellung und Infostand

Während der Jahrestagung zeigte die Lebenshilfe Landsberg am Lech die Foto-Ausstellung „Träume“ der Fotografin Saskia Pavek im Kloster Seeon. Der Lebenshilfe-Landesverband Bayern informierte über die landesweiten Fußball- und Tischtennis-Turniere und weitere Aktivitäten im Bereich Sport für Menschen mit Behinderungen.

Der Lebenshilfe-Landesverband Bayern

Unter dem Motto „Miteinander – Wir gestalten Teilhabe“ setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband Bayern seit über 55 Jahren als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen für die Anliegen und Interessen insbesondere von Menschen mit geistiger Behinderung und ihren Familien ein. Der Verband hat heute 160 rechtlich selbstständige Mitgliedsorganisationen, die gut 40.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien unterstützen, fördern und begleiten. Mit rund 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen hat die Lebenshilfe in Bayern ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut. Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes ist seit 2001 Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm. Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Eltern- und Selbsthilfe-Vereinigung, Fachverband und Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe. Sie ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig.

Lebenshilfe dankt für das Ehrenamt

Rund 70 ehrenamtliche HelferInnen waren der Einladung der OBA ins Café am Scheidplatz gefolgt. Neben den vielen BegleiternInnen des Freizeit-Bildungsprogramms und den ReisebegleiterInnen waren auch die LIES-Redaktion und Mitglieder des Vorstandes gekommen. Nach der Begrüßung durch Harry Zipf, Bereichsleitung der Offenen Dienste bei der Lebenshilfe München, begrüßte Andrea Siemen, Vorsitzende des Vorstandes, die Gäste. Sie betonte, wie auch Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann, die Bedeutung des Ehrenamts für den Elternverein.

Die OBA konnte acht Jubilare ehren, die sich seit 5, 10, 15 oder sogar schon seit unglaublichen 30 Jahren in der OBA engagieren. Eine Bildershow mit einem Rückblick auf die letzten 40 Jahre sorgte für Abwechslung und Erinnerung an schöne Stunden und gemeinsam Geleistetes. Gutes Essen, nette Leute und ein schönes Ambiente – die Voraussetzungen für das Fest waren ideal und so wurde es auch ein wunderbarer Abend bei der Lebenshilfe München.

Monika Barbato

Gute Stimmung bei den Ehrenamtlichen der Lebenshilfe München.

Neues L.I.E.S.-Heft mit Schwerpunkt Inklusion Erwachsene

Nach dem Blick auf Kinder und Jugendliche im letzten Heft, hat sich die Redaktion für diese Ausgabe im Erwachsenenbereich umgesehen und wir von der Lebenshilfe München haben zunächst einmal festgestellt, dass inklusive Themen hier deutlich schwieriger zu finden sind. Dennoch muss man festhalten, dass viel getan wird. Es gibt Sportgruppen, Musikgruppen, Gastronomiebetriebe, Bildungsangebote, Inklusionsbetriebe und vieles mehr. Einige schöne und gelungene Beispiele stellen wir vor. Dennoch hat sich die Redaktionsrunde bei den unterschiedlichen Beispielen immer wieder gefragt: Was ist daran Inklusion?

Gibt es Grenzen der Inklusion?

Zusammengefasst sind diese Zweifel und schwierigen Punkte in dem Artikel von Margret Meyer-Brauns: „Grenzen der Inklusion“. Besonders deprimierend war die Erkenntnis, dass Menschen mit schwerer Behinderung im Zusammenhang mit Inklusion so gut wie gar nicht vorkommen. Aus diesem Grund ist auch kein Bericht über ein Projekt oder eine Organisation, die sich mit dieser Personengruppe befasst, im Schwerpunktteil zu finden. Hier gibt es also noch viel zu tun!

Checkliste für das Bundes-Teilhabe-Gesetz

Das neue L.I.E.S.-Heft mit dem Schwerpunktthema "Inklusion Erwachsene". Titelbild: © Lebenshilfe/David Maurer

Das neue L.I.E.S.-Heft mit dem Schwerpunktthema „Inklusion Erwachsene“. Titelbild: © Lebenshilfe/David Maurer

Viel zu tun gibt es auch im Hinblick auf das Bundes-Teilhabe-Gesetz (BTHG) und seine Neuerungen ab 1. Januar 2020. Vor allem die Angehörigen und gesetzlichen Betreuer von Menschen mit Behinderung, die in Wohneinrichtungen leben, sind jetzt gefragt, denn es gibt einiges, das dringend vor dem Jahreswechsel noch fristgerecht geregelt werden muss. Glücklicherweise hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe eine übersichtliche Checkliste zum BTHG erarbeitet, die in dieser Ausgabe des L.I.E.S. zur Verfügung steht.

Neben all den ernsthaften Themen lenken die Bücher-Seiten auf erfrischende, Weise ab. Eine bunte Mischung aus Sachbüchern, Broschüren, Romanen und ganz wunderbaren Büchern für Kinder wurde hier zusammengestellt. Vor allem das Buch „Alle behindert!“ aus dem Klett Kinderbuch-Verlag wird große und kleine Leser begeistern. Es ist so einmalig, witzig, unverkrampft und liebenswert, dass es in jedem Kinderzimmer zu finden sein sollte! Wir, von der Lebenshilfe München wünschen viele gute Anregungen und viel Lesevergnügen. Ein Probeheft können Sie bestellen unter:

L.I.E.S. – Eine Zeitschrift mit Geschichte

Lebenshilfe beim Bowling mit Riverbed Technology

In dieser Jahreszeit kommt die Lebenshilfe München Wohnen GmbH immer häufiger in das Vergnügen, dass sich Unternehmen aus der freien Wirtschaft für die KlientInnen Zeit nehmen, um im Zuge von Social Volunteering-Aktionen einen Mehrwert zu schaffen. Am 11. November hatten KlientInnen und MitarbeiterInnen der Wohngruppen St.-Quirin-Straße großen Spaß beim Bowlen, gemeinsam mit dem Unternehmen Riverbed Technology.

Mit Namensschildern ausgestattet gingen in gemischten Teams KlientInnen, MitarbeiterInnen der Lebenshilfe München Wohnen GmbH und der Firma Riverbed Technology in den Wettkampf, wer mehr Pins zum Fliegen bringt. Die Namensschilder sind für alle Beteiligten wichtig, da es bei so einem sportlichen Event heiß her geht und man die Unterstützung von der Tribüne bei jedem Wurf gebrauchen kann.

Viel Spaß und nicht ganz wichtige Ergebnisse

Schon beim ersten Kennenlernen, also bevor es richtig losging, wurde die Frage der Anrede geklärt. Die Beteiligten waren sich alle sehr schnell einig: „Du“ wäre die richtige Form für diese Veranstaltung. Und so kamen alle Vornamen der Beteiligten auf Namensschilder und die Spiele konnten beginnen. Am Ende waren aber natürlich doch die Ergebnisse unwichtig.

Was bei allen Bowlern hängen blieb war große Freude und schöne Erinnerung an einen Tag voller Action, der mit einem gemeinsamen Essen auf Rechnung der ehrenamtlich Engagierten endete. Die MitarbeiterInnen von Riverbed zeigten sich begeistert, über die gewonnenen Erfahrungen und haben sich schon für das nächste Jahr angekündigt. „Die Freude in den Augen der Bewohner zu sehen, hat mir mehr Freude gemacht als so manches (berufliches) Projekt zu gewinnen“, war sich ein Mitarbeiter von Riverbed sicher.

Die Nähe und Herzlichkeit im Umgang miteinander berührt. Auch wurden an Frau Schladeck, der Verantwortlichen für diesen Social Day von Riverbed, schon Wünsche herangetragen, sich mehrmals im Jahr und unabhängig von der konzernweiten Aktionswoche „riverbed-reach out week“ des Global Players bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH mit ähnlichen Aktionen ehrenamtlich zu engagieren.

Menschen mit einer Behinderung kennen lernen

„Über diesen Wunsch freuen wir uns natürlich sehr und planen gerne mit Riverbed auch in der Zukunft wieder gemeinsame Tage.“ Für Florian Mauch, dem Einrichtungsleiter der Wohngruppen St.-Quirin-Straße sind solche Zusammenkünfte eine Triple-Win-Situation. „Die BewohnerInnen haben eine weitere Möglichkeit Menschen außerhalb ihrer gewohnten Netzwerke kennen zu lernen und nehmen einen sichtbareren Platz in der Wahrnehmung von MitbürgerInnen ein, die ansonsten wenige bis keine Berührungspunkte mit Menschen mit einer Behinderung haben.“ „Wir als Lebenshilfe München“, so Mauch weiter „haben die Möglichkeit, eine Beziehung zu einem Unternehmen der freien Wirtschaft aufzubauen und können eventuell im Lauf der Zeit, den ein oder anderen Menschen gewinnen, der sich mit ehrenamtlichem Engagement möglicherweise auch unabhängig vom Arbeitgeber bei uns einbringen will.“ Den Feedbacks der TeilnehmerInnen der ehrenamtlichen Unterstützer nach, konnten sie auch besondere Gewinne mit nach Hause nehmen. Hier einige Stimmen:

„Die Herzlichkeit hat mich sehr berührt!“
„Danke für diese tolle Erfahrung!“

„Obwohl draußen ein kalter Wintertag war, hat die Wärme, die ich durch die sofortige Akzeptanz und herzliche Begrüßung durch die Gruppe bekam, meinen Tag gemacht. Ich habe auch gelernt, dass es keine Rolle spielt, ob die Bowlingkugel langsam oder schnell rollt, ob man einen „strike“ bekommt oder nicht, denn es stimmt, teilzunehmen und sein Bestes zu geben, ist alles!“

„Es hat mir Spaß gemacht die Menschen kennenzulernen und mit Ihnen Ihre Erfolge beim Bowling zu feiern. Wir haben viel gemeinsam gelacht und dadurch war es für mich ein sehr schöner Tag. Meinen Dank auch an die Betreuer für Ihre Unterstützung.“

Wenn auch Sie Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement in einer der Wohngruppen der Lebenshilfe München haben, können Sie sich gerne jederzeit z.B. bei René Pfeifer, Bereichsleiter ‚Wohnen‘ bei der Lebenshilfe München (rene.pfeifer@lebenshilfe-muenchen.de), melden. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig.

Florian Mauch

Noch ein Link:

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6602219745011879937/?trk=join-al

 

Lions-Lauf 2019 für einen guten Zweck

Kinder liefen für einen guten Zweck – Spende aus LIONS-Lauf 2019

Alle Jahre wieder durften wir (das ist die HPT-G in Unterhaching) am Spendenlauf des LIONS Club München König Otto teilnehmen. Hier laufen Kinder für einen guten Zweck und wir aus der HPT G der Lebenshilfe München auch ein bisschen für uns selbst.

Das Prinzip ist einfach, Kinder aus den verschiedenen Grundschulen in und um Ottobrunn herum treffen sich einen Nachmittag lang im Sportpark Ottobrunn und laufen hier (jeder in seinem eigenen Tempo) Runden. Zuvor mussten Sponsoren gefunden werden, die für jede gelaufene Runde einen bestimmten Geldbetrag spenden. Diese Spenden werden sozialen Organisationen gespendet – unter anderem auch der HPT-G der Lebenshilfe München in Unterhaching.

Das große „Zuckerl“ für uns ist, dass wir einen Teil der Spendeneinnahmen dieses LIONS-Laufs für unsere Einrichtung als Spende erhalten. Dieses Jahr waren es stolze 2000 Euro! Wir waren erstaunt und überaus glücklich darüber. Die Überbringer der Spende des LIONS Club München König Otto kamen persönlich zu uns in die HPT und brachten auch noch Zeit für gemeinsame Gespräche mit. Dieser Austausch war wirklich gewinnbringend für beide Seiten.

Wir sagen Herzlichen Dank dem LIONS Club München König Otto für diese tolle Aktion, die gemeinsamen Gespräche und nicht zuletzt für die Spende an uns! Die Kinder und Jugendlichen freuen sich schon auf die Teilnahme am LIONS-Lauf 2020.

„Darum ist es im Wald so schön…“

Diesmal lief es ziemlich rund: schönstes herbstliches Wetter, ein richtiger Reisebus nur für uns und gutgelaunte Kinder und Erwachsene! Unser Ausflug von der HPT der Lebenshilfe München zum Taubenberg hatte viel zu bieten. Gerade aus dem Bus gestiegen, gab es ein entlaufenes Schaf, das wir stoppen mussten: Eltern und Kinder stellten sich in den Weg, bis der Besitzer das Tier wieder auf die Weide gebracht hatte. Der Weg führte uns nun durch den Wald, mit einem Anstieg, der stellenweise richtig steil war und unserer Kondition einiges abverlangte.

Worüber wir uns hierbei gewundert haben: eine richtige schwarze Schlange am Wegrand, die sich nicht bewegte, die aber nicht aus Plastik war. Bei quer liegenden, umgestürzten Bäumen testete manches Kind seine Kletterfreude und die kleinen Bachläufe boten feucht-fröhliche Anregung. Andere durchstreiften den Wald auf der Suche nach Pilzen.

Später wurde eine kurze Pause eingelegt an der Kapelle Nüchternbrunn, dann ging es weiter, durch Wurzeln und Matsch, aber selbst der jüngste Teilnehmer, mit seinen drei Jahren kam gut mit. Oben angekommen luden saftige Wiesen zum Pause machen ein. Die Brotzeit wurde, falls noch vorhanden, verspeist und ein wunderbarer Ausblick entschädigte für die Anstrengung.

Die Kinder hatten Spaß auf dem großen Spielplatz; aber nicht nur das: Ponys, die man streicheln konnte gab es auch. Der Rückweg war, auch wegen der kurzweiligen Unterhaltungen mit Eltern und Großeltern, schnell zu bewältigen. Unten im Ort Osterwarngau gingen wir an einem sehr kleinen, sehr bayrisch anmutenden Freibad vorbei, dessen Becken noch voller Wasser war. Testen wollte es trotzdem niemand. Zufrieden und erschöpft stiegen wir wieder in unseren Bus, der uns nach Unterhaching, zu unserem Ausgangsort brachte.

C.Keim

Liebe Leserinnen und Leser,

dank Ihrer Spende konnten wir diesen Ausflug ermöglichen. Wir freuen uns, wenn wir Unterstützung erhalten. Dabei so nahe wie möglich am Leben und Erleben unserer Kinder zu sein, ist uns wichtig. Sollten Sie eine Spendenidee haben, sind Sie eingeladen, uns anzusprechen. Herzlichen Dank!

Roncalli: kichern, lachen, klatschen aus vollem Herzen

Nein der Elefant war nicht echt, beim genauen Hinsehen lief er auf Menschenbeinen. Und auf das Netz um die Manege wurden Ponys und Goldfische holographisch projiziert.

Der Zirkus Roncalli verzichtet inzwischen ganz auf Tiere, was uns sehr angesprochen hat. Fragen kostet nichts, dachten wir von der HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching. So erhielten wir für die Kinder, Betreuerinnen und begleitende Eltern unserer Heilpädagogischen Tagesstätte, Freikarten für den Zirkus Roncalli in München.

Alle Beteiligten der Lebenshilfe München überlegten vorher, wie die Durchführung gut gelingen könnte. Eine riesige Unterstützung erhielten wir dank unseres Beförderungsunternehmens Skrabal und seiner Fahrer. Sie waren bereit, die Kinder über eine Stunde später mitten in München am Leonrodplatz abzuholen und sie wieder sicher Zuhause abzuliefern.

Doch erstmal hieß es für fast 45 Kinder der HPT Unterhaching und mehr als 20 Erwachsene mit der S-Bahn in die Stadt zu fahren, samt Umsteigen am Hauptbahnhof in die Trambahn. Das gelang ohne Manko, so dass wir pünktlich und nach Konfettiregen das zuckerwattenduftige Zirkuszelt betraten und auf den Bänken Platz nahmen.

Was diese Akrobaten so draufhatten, das war „krass“! Etwa die wackeligen Pfosten höher und immer höher stapeln und sich darauf noch in den Handstand oder ins Spagat begeben! Auch außerordentlich bewegliche Frauen turnten auf dem Boden, auf sich drehenden Scheiben, oder in der Luft.

Am meisten Spaß allerdings, so schien es, bereiteten unseren Kindern die Clowns. Wie die sich gegenseitig lautstark, mit lustigen Tönen aus lauten Instrumenten, z.B. einem Dudelsack unterbrachen. Außerdem Missgeschicke, wie Stolpereien und verlorene Hosen. Dann gab es noch „Dietmar“ den (vermeintlichen) Gast, der in die Vorstellung einbezogen wurde, und von dem man lange dachte, dass er aus dem Publikum stammt.

Die Kinder kicherten und lachten aus vollem Herzen, klatschten und stampften mit Begeisterung, wie es nur Kinder können.

Schaurig-Schönes in der HPT Unterhaching

Am Samstag wurde es bei den Kindern der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) der Lebenshilfe München in Unterhaching richtig gruselig. Bei bestem Herbstwetter feierten wir zum ersten Mal Halloween und alle freuten sich schon auf Süsses oder Saueres. Die Kinder brachten viele Leckereien mit wie Geisterkuchen, Spinnenmuffins und Draculabonbons. Sie fanden ihren Platz auf dem großen Buffettisch und es ging richtig los mit dem großen Schmaus.

Das Schönste aber an Halloween ist das Verkleiden, die Kinder lieben es. Sie wickelten sich mit großem Vergnügen in Toilettenpapier zu Mumien-Monstern ein und beklebten sich mit schaurig schönen Tattoos. Ganz Mutige wurden von unseren Erzieherinnen mit gruseligen Spinnen und kleinen Monstern im Gesicht bemalt. Ein seltener Anblick in der HTP Unterhaching.

Beim Apfelfischen wurde es dann aber noch richtig lustig und manch ein Monstergesicht wurde nass und verschmiert. Zum Abschluss genossen alle Kinder noch auf der Terrasse das wunderschöne Wetter und alle waren sich einig: Schade, dass man nur einmal im Jahr Halloween feiern kann. Aber zum Feiern findet sich bei der Lebenshilfe München sicher wieder ein Grund.

Hilfe und Selbstreflexion am Arbeitsplatz

Eine Analyse der Arbeitssituation (Asita) ist Teil
des Gesundheitsmanagement bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Ein Seminar für Führungskräfte der stationären Wohnformen der Lebenshilfe München beschäftigte sich zuletzt mit den Herausforderungen und Chancen von gesundheitsfördernder Führung. Das betraf die Führungskraft selbst, ebenso aber die unterstellten Teams. Das nächste Seminar galt jetzt den MitarbeiterInnen des Ambulant betreuten Wohnens. Coachin Andrea Beese von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), führte mit ihnen eine Arbeitssituations-Analyse (Asita) durch.

Sechs Stunden verbrachten die Teilnehmer zusammen und nutzen die gebotene Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und Analyse ihrer besonderen Arbeitssituation. Anders als im stationären Wohnen sind die MitarbeiterInnen in der Regel als ‚Einzelgänger‘ bei den Klienten und müssen sich selbst organisieren. Sie planen ihre Arbeitswoche gemeinsam mit den einzelnen Klienten, für die sie zuständig sind. In vielen Fällen sind dies Termine am Nachmittag und Abend, wenn die Klienten von ihren Arbeitsplätzen in ihre Wohnungen zurückkehren. Sicherlich bringt der Job mehr Freiheit in der Gestaltung der Arbeitszeit mit sich, doch birgt er dadurch auch Herausforderungen, mit denen Mitarbeitende im stationären Bereich nicht konfrontiert werden. Weiterlesen

Ausflugstag des ambulant betreuten Wohnens

In Abensberg den Kuchlbauer-Turm besichtigt

Noch im September besuchte das ABW (Ambulant-Betreute-Wohnen) der Lebenshilfe München mit ihren Klienten die beschauliche Kleinstadt Abensberg im niederbayerischen Landkreis Kelheim. Dort angekommen gab es für die Gruppe mit 16 Teilnehmern erst eine gemeinsame Brotzeit, die das Team des ABW´s vorbereitet hatte, um dann zur Erkundung von Abensberg aufzubrechen. Das kleine Städtchen mit 14.000 Einwohnern, gelegen zwischen Ingolstadt und Regensburg, hat einen liebevoll sanierten Altstadtkern mit prächtigen Bürgerhäusern, durch die die kleine Gruppe der Lebenshilfe München erst einmal wandert, um dann noch eine kurze Strecke entlang des Flusses Abens zu gehen. Weiterlesen