Dem Kraut beim Wachsen zusehen

Im Sommer beschenkt uns die Natur mit üppigen Grün, man kann dem Kraut fast beim Wachsen zusehen, wie etwa im Krautgarten von Unterhaching. Hier hat auch die HPT (Heilpädagogische Tagesstätte) der Lebenshilfe München zwei Beete in dem großen Gemeinschaftsgarten. Bei dem von Bündnis 90/ Die Grünen 2016 initiierten Projekt gibt es keine persönliche Parzellen. Alle arbeiten und ernten gemeinsam.

Gemeinsam geht’s auch im Garten leichter

Der ‚Krautgarten‘ wurde von Anfang an vom bürgerschaftlichen Engagement getragen. Zum Mitmachen eingeladen wurde etwa die Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) der Lebenshilfe München oder auch Geflüchtete (Asylbewerber), die in der Gemeinde Unterhaching gesellschaftlich unterstützt werden. Gemeinsam mit den Unterhachinger Naturfreunden wirken sie auf diesem Stück Land, das Marie Diepold der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Bereits 2016 fuhr man eine gute Ernte ein, hat die Fläche noch erweitert und die Blumenwiesen mit Bienenstöcken bereichert. Das Konzept geht auf und findet in der Bevölkerung guten Anklang. Durch das gemeinschaftliche Arbeiten etwa ist die regelmäßig Pflege – auch das Bewässern der Felder – sicher gestellt.

Ein Stück Natur erleben

Christiane Keim, Einrichtungsleiterin der HPT in Unterhaching, betont: „Wir unterstützen Eltern dabei, ihren Erziehungsauftrag bestmöglich zu erfüllen. Eine Kooperation wie beim ‚Projekt Krautgarten‘ bringt viele Vorteile mit sich und fördert die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen.“

Die pädagogischen Mitarbeiter der HPT besuchen mit den Kindern ihrer Gruppe abwechselnd den Krautgarten und gehen gemeinsam auf das Feld. Manche Eltern besuchen mit ihren Kindern auch darüber hinaus die Grünanlage, auf der ein kleines Gartenhäuschen mit den nötigen Gerätschaften steht. Für die Kinder und Jugendlichen ist es natürlich ein tolles Erlebnis, den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen und bei der Ernte zu erleben, dass sich jede Mühe gelohnt hat.“

Hier gibt’s mehr Infos zum Krautgarten:
https://www.wochenanzeiger.de/article/205418.html

 

Samstag: Münchner Inklusionssportfestival Marienplatz

Am Samstag, 23. Juni 2018 beginnt um 11:00 Uhr auf dem Münchner Marienplatz das erste Münchner Inklusionssportfestival. „Lernen Sie vielseitige Sportarten kennen, staunen Sie bei den Vorführungen von Yoga, Basketball, Fußball, Handball oder bei den Vorführungen auf der großen Showbühne“, heißt es in der Ankündigung.

Dabei geht es nicht so sehr um ‚Show‘, denn im Blickpunkt steht immer der Mensch selbst. Was Menschen mit Behinderung aber zu leisten in der Lage sind, wird im sportlichen Bereich vor allem bei den Paralympics eindrucksvoll gezeigt. Im täglichen Leben, in der Begegnung von ‚Mensch zu Mensch‘, braucht es keine Spitzenleistungen sondern das ganz normale Maß an Spaß und Freude an der Bewegung, am Sport.

Sport, Spaß und Musik gehen gut zusammen, auch beim ersten Münchner Inklusionssportfestival am Marienplatz

So informieren am Marienplatz viele Vereine über ihre Arbeit, mit der Sie Menschen mit Behinderung begleiten und fördern, auch die Lebenshilfe München ist mit einem Stand vertreten. Workshops vertiefen einzelne Themen und helfen Kontakte zu knüpfen. Nutzen Sie ihren Besuch in München und lassen Sie sich inspirieren und unterhalten von einem vielfältigen, inklusiven Programm, durch das der Radio Arabella Moderator Uli Florl führt.

Das Festival ist vom Referat für Bildung und Sport in Kooperation mit zahlreichen Partnern und Institutionen organisiert. Im Sinne des gesellschaftspolitischen Ziels der Inklusion reiht sich die Veranstaltung in die Festivalserie des Münchner Sports ein. Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Behinderungen präsentieren sich und ihre Sportarten im Herzen der Stadt. Neben Show-Wettkämpfen und Vorführungen geht es vor allem darum, sich zu informieren, auszutauschen, auszuprobieren und eventuell vorhandenen Barrieren abzubauen.

Der Eintritt sowie alle Sportangebote sind frei!

Weitere Infos finden Sie unter:

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Bildung-und-Sport/Sport/sportveranstaltungen/inklusionssportfestival.html

Das Afterwork-Cocktail-Chillout-Concert

In netter Gesellschaft nach der Arbeit einen Cocktail genießen und dazu coole Musik hören – was kann es besseres geben? Die OBA hat am Donnerstag, den 7. Juni dazu in den Garten und auf die Terrasse der OBA eingeladen.

Die Musik kam nicht vom Band sondern von der Band. Es war der erste Auftritt der OBA-Band „The Orchestra Extrange“. Unter diesem Namen haben sich 13 Musikerinnen und Musiker zusammengetan, sie proben seit September 2017 zusammen und haben sich jetzt zum ersten Mal ins Rampenlicht gewagt. Es war eine Vorpremiere, ein ’sich ausprobieren‘, wie es sich anfühlt, vor Publikum zu spielen.

The Orchestra Extrange: eine außergewöhnliche Band

13 Musiker, das ist fast Orchesterstärke, das erklärt den ersten Teil des Namens. Extrange ist eine Wortschöpfung aus extraordinary and strange, was so viel heißt wie: ungewöhnlich und seltsam. Die Instrumentierung ist tatsächlich außergewöhnlich und seltsam. Ein Hackbrett spielt Hard Rock, eine Mundharmonika setzt Akzente.

Die Musiker sind Ehrenamtliche, Hauptamtliche und Teilnehmer der OBA. Im Vordergrund steht, wie immer bei der OBA, dass Leute mit gleichen Interessen zusammen etwas auf die Beine stellen. 13 Leute stehen auf einer Bühne, die Musik spielt die Hauptrolle, die Behinderungen spielen keine.

Musikraum muss renoviert werden

Aus Spendengeldern wurde ein E-Piano und ein Akustikverstärker angeschafft. Der Musikraum, in dem die Band probt, muss renoviert werden, dafür ist das Geld noch nicht beisammen. Dem Engagement der Bandmitglieder tut das keinen Abbruch.

Zurück zum Chillout-Konzert: Es war eine Zitterpartie, aber nur was das Wetter betraf. Dunkel Wolken und Donnergrummeln in der Ferne können aber eine Rockband nicht aufhalten und so konnte die Band ihr Programm fast bis zum Schluss durchziehen. Eine beeindruckende Playlist war da zu hören: Stücke von weltbekannten Bands wie den Beatles, Santana oder Linkin Park, aber auch Elvis und Bill Hayley. Das zahlreiche Publikum war vom ersten Augenblick begeistert dabei und die Stimmung war bestens.

Der nächste Auftritt kommt bestimmt

Von Lampenfieber war nichts zu spüren, die Band war nach dem Auftritt zufrieden, aber – wie es bei Künstlern halt so ist – auch selbstkritisch: das war ganz okay, aber wir können es noch besser! Denn das war nur der Anfang. Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Auftritt, auf das nächste Afterwork-Cocktail-Chillout-Concert.

Text & Foto: OBA Lebenshilfe München

Wer die OBA-Band unterstützen will, kann das mit einer Spende tun, um das Material und den Proberaum zu optimieren.

Spenden für den OBA-Proberaum bitte an:

Lebenshilfe München
Spendenkonto
HypoVereinsbank München
IBAN: DE 90 700 202 705 800 557 005
SWIFT-BIC: HYVEDEMMXXX

Förderzweck: Musikraum

Mehr Infos unter:
https://www.lebenshilfe-muenchen.de/musikraum-ausstattung/

 

Ein bunter Newsletter der Lebenshilfe

Bunt im Sinne von vielfältig ist der neue Newsletter der Bundesvereinigung der Lebenshilfe gestaltet. Wir haben eine kleine Übersicht zusammengestellt, mit Links zu den jeweiligen Artikeln. Als Aufmacher wird die türkisch-deutsche Initiative „Kendimiz“ vorgestellt, denn, so der Newsletter, „20 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund.“ Und auch in München ist der Anteil an türkischstämmigen Bewohnern hoch.

Bereits im ersten Jahr des dreijährigen Projektes ist eine türkisch-deutsche Selbsthilfeplattform www.kendimiz.de für Angehörige von Menschen mit Behinderung und türkischem Migrationshintergrund entstanden. Bei der Entstehung dieser Plattform haben Angehörige mit türkischem Migrationshintergrund, Experten aus der Beratung und Wissenschaftler mitgewirkt.

„Unsere Familien sind einzigartig“ bekennt eine Headline auf der Webseite und bezieht sich klar auf Menschen mit Behinderung, die auf ihrem Lebensweg immer mal wieder auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind. Ganz in diese Richtung tendiert auch das Bündnis für exlklusives Wohnen, WOHN:SINN. Selbstbestimmtes Wohnen ist ein Menschenrecht – egal ob jemand im Alltag Unterstützung benötigt oder nicht.

Dass Familien öfter Hilfestellungen brauchen, wird beim GeschwisterNetz der Lebenshilfe deutlich. Geschwister von Menschen mit Behinderung erleben häufig, dass sich die Aufmerksamkeit der Eltern mehr hin zu dem Bruder oder der Schwester mit Behinderung verlagert, denn sie brauchen einfach mehr Zuwendung. Oft sind dabei auch die Geschwister mit eingebunden. Die Lebenshilfe will auch ihnen helfen und jetzt hat DATEV die Initiative mit 30.000 Euro unterstützt.

Ob die „Neuen Medien“, die inzwischen auch schon 20 Jahre alt sind, ob Eingliederungshilfe oder Pflegeleistungen, ob Rechtsdienst oder Stadtentwicklung. Der neue Newsletter der Lebenshilfe ist randvoll mit Informationen, Links und guten Tipps.

Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung und bei Menschen mit Down-Syndrom

Siehe die Vorab-Meldung zum Themenabend

Themenabend der Lebenshilfe München war ausgebucht

Menschen mit geistiger Behinderung sehen sich Zeit ihres Lebens vielfältigen Herausforderungen gegenüber. Dank zahlreicher Erfolge der vergangenen Jahrzehnte in verschiedenen Bereichen, führen sie oft ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben. Umso dramatischer ist, dass eben diese Menschen einem hohen Risiko ausgesetzt sind im fortgeschrittenen Alter, an einer Demenz zu erkranken. Dies gilt insbesondere für Menschen mit einem Down-Syndrom. Durch die Lokalisation eines der wichtigsten Alzheimer-Gene auf Chromosom 21 haben Menschen mit einem Down-Syndrom ein extrem hohes Risiko, früh von einer Alzheimer-Erkrankung betroffen zu sein.

Aufgrund der demografischen Entwicklung werden in Zukunft immer mehr Menschen mit Demenz in Einrichtungen der Behindertenhilfe und auch noch im elterlichen Haushalt – bei den betagten Eltern oder bei Geschwistern – betreut. Wichtig ist eine demenzielle Entwicklung zu erkennen, um eine umfassende klinische Untersuchung anzubieten. Die Lebenshilfe München als große Einrichtung der Behindertenhilfe, stellt sich der Herausforderung, den demenziell erkrankten Menschen und seine Angehörigen kompetent zu begleiten. „Wir müssen lernen, die an Demenz erkrankten Menschen in ihren Veränderungen, Nöten und Sorgen zu verstehen.“

Diagnostik und ärztlicher Rat

Welche Möglichkeiten der Diagnostik gibt es? Bei welcher Symptomatik sollte man fachärztlichen Rat in Anspruch nehmen. Was wird wie diagnostiziert? Warum macht eine frühe Diagnostik Sinn? Welche Besonderheiten und Herausforderungen müssen bei dem genannten Personenkreis berücksichtigt werden.

Zu diesen und weiteren Fragen referierte das Team aus der Spezialambulanz für kognitive Beeinträchtigungen bei Menschen mit Down-Syndrom im Klinikum Großhadern PD Dr. Levin, Dr. Sandra Loosli, Elisabeth Wlasich( Mag.re.nat) und Dr. Georg Nübling.

Auch das Wohn-Umfeld ändert sich

Was ist hilfreich bei der Veränderung des Wohnumfeldes. Geht es noch in der Werkstatt oder braucht es eine Tagesstruktur?  Wie unterstützen wir zur richtigen Zeit mit dem richtigen Angebot? Welche Unterstützungsangebote gibt es in der ambulanten Pflege, wenn der Betroffene noch im elterlichen Haushalt lebt? Diesen Themen widmete sich René Pfeifer (Bereichsleitung Wohnen GmbH Lebenshilfe München) und Christine Wiesenthal-Moser (Leitung Ambulanter Pflegedienst der Lebenshilfe München)

Der Themenabend was sehr gut besucht. Nicht alle Interessierte konnten teilnehmen, da die Veranstaltung schon vor Anmeldeschluss ausgebucht war. Mit Unterstützung des Ärzteteams aus Großhadern erwägt die Lebenshilfe München 2019 eine Wiederholung der Veranstaltung.

Auf diesem Wege nochmals ganz herzlichen Dank an die kompetenten und engagierten Referenten. Es war sehr beeindruckend, dass junge Mediziner, junge Wissenschaftler sich dem Personenkreis der Menschen mit geistiger Behinderung so empathisch und engagiert widmen.

Hierdurch bietet sich eine Chance, dass die gesundheitliche Versorgung dieser Menschen zum Gegenstand der gegenwärtigen und zukünftigen Forschung wird. So können wissenschaftlich anerkannte Standards erstellt werden, die diesem Thema dauerhafte Beachtung zu Teil werden lassen.

Margret Meyer-Brauns
Eltern- / Angehörigenberatung

 

1000 Euro mehr für die Pflege

Das neue Pflegegeld in Bayern. Der Antrag kann über die Webseite heruntergeladen werden: www.landespflegegeld.bayern.de

Im Mai konnte in Bayern erstmals ein Antrag auf das Landespflegegeld gestellt werden. Die Antragsfrist läuft bis zum 31.Dezember 2018. Das Landespflegegeld ist eine Leistung, die zusätzlich für Pflegebedürftige in Bayern gewährt wird. Voraussetzungen dafür ist mindestens ein Pflegegrad 2, der durch den Medizinischen Dienst diagnostiziert worden ist. Die Antragsteller müssen ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben, es gilt eine jährliche Einkommensgrenze von 250.000 Euro.

Das Landespflegegeld wird unabhängig davon geleistet, ob der Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht ist oder zuhause lebt und versorgt wird. Als staatliche Fürsorgeleistung ist das Landespflegegeld eine nicht steuerpflichtige Einnahme. Ziel des Landespflegegeldes sei es, „die Selbstbestimmung Pflegebedürftiger zu stärken“, sagte Pflegeministerin Melanie Huml (CSU). Diese sollten selbst entscheiden, „ob sie mit dem Geld zum Beispiel Angehörigen oder anderen Menschen, die sie unterstützen, eine materielle Anerkennung zukommen lassen – oder sich damit selbst etwas Gutes tun“, erklärte die Ministerin.

Die Auszahlung des Landespflegegeldes ist nur eine von vielen Aufgaben, die beim neuen Landesamt für Pflege angesiedelt werden, das eine sogenannte Mittelbehörde des bayerischen Gesundheitsministeriums sein wird.

Das Antragsformular bekommt man hier: http://www.landespflegegeld.bayern.de

Die richtigen Strukturen für eine optimale Betreuung schaffen

Vor 40 Jahren erwarb der damals junge Elternverein „Lebenshilfe München“ die ersten Häuser zur Bildung von Wohngruppen. Die jungen aktiven Eltern wollten ihren Kindern ein möglichst selbständiges Leben in einem guten Umfeld mit begleitender Betreuung bieten. Damit war die Lebenshilfe ihrer Zeit weit voraus, und seitdem ist viel passiert. Die Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München sind seit etwa zehn Jahren in eine eigene „Wohnen GmbH“ zusammengefasst und auch deren Strukturen haben sich inzwischen in mehrfacher Hinsicht geändert.

Das Anliegen aber ist das Gleiche geblieben, den Menschen mit geistiger Behinderung ein gutes Zuhause zu geben, sie zu fördern und zu unterstützen, wenngleich früher viel mehr das Beschützen, Bevormunden und Versorgen im Mittelpunkt stand. „Heute fordern wir von unseren Bewohner mehr Selbsttätigkeit, fördern verstärkter sowie gezielter und trauen ihnen damit auch mehr zu“, erklärt Paul Oberhofer, der die drei Wohngruppen der Lebenshilfe „München Stadt West“ leitet. Auch das ist Teil einer neueren, vor etwa fünf Jahren geschaffenen Struktur, mehrere Wohnstätten zusammen zu legen. Jetzt geht die Lebenshilfe München einen nächsten Schritt, indem sie mit der Einführung von ‚Gruppenleitungen‘ wieder mehr Verantwortung in die Einrichtungen selbst zurückgibt.   Weiterlesen

DEMENZ: Themenabend der Lebenshilfe am 17. Mai

„Die Anmeldung läuft gut, wir haben nur noch wenige Plätze frei“, informiert Margret Meyer-Brauns von der Angehörigenberatung der Lebenshilfe München. Bei ihr gehen viele Anfragen speziell zu diesem Thema ein, denn eine beginnende Demenz ist nicht leicht erkennbar und zudem kann sie bei Menschen mit Behinderung auch von anderen Beeinträchtigungen ‚überlagert‘ werden.

Darum wird etwa eine umfassende Untersuchung (Diagnostik) gefordert. Es muss klar sein, ob es sich wirklich um eine vorliegende Demenz, eine Depression oder eine andere (innere) Erkrankung handelt. Sie stellen sich mit verändertem Verhalten und Auffälligkeiten dar, die der Laie auf Grund des Alters des Betreuten, vielleicht als Demenz deutet. In mehreren Fachvorträgen gehen PD. Dr. med. Johannes Levin, Dr. Sandra Loosli und Elisabeth Wlasich (Mag. Rer.nat) und Dr. Georg Nübling darauf ein.   Weiterlesen

Der Protest muss weiter gehen!

Am 05. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Und der Protest muss weitergehen, wie Ulla Schmidt (MdB), Bundesvorsitzende der Lebenshilfe fordert. Aktuell etwa weigert sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bei Tausenden von jungen Menschen mit Behinderung die Grundsicherung von monatlich 461 Euro zu bezahlen. Dabei hätte sie wegen Erwerbsminderung eigentlich einen Anspruch darauf, ist sich die Lebenshilfe sicher.

Lesen sie auch unseren Artikel zum 05. Mai in München
und unsere Veranstaltung am 06. Mai

Aktuell wird vor den Sozialgerichten gestritten. Die Lebenshilfe fordert daher das Sozialministerium und den Bundestag auf, dieses Unrecht umgehend abzustellen. Dass die neue Bundesregierung die Prüfung des umstrittenen Paragrafen in den Koalitionsvertrag aufgenommen hat, sei zwar begrüßenswert, daure aber viel zu lange. Ulla Schmidt: „Die Menschen brauchen jetzt sofort ihr Geld!“

Lesen Sie den ganzen Beitrag im neuen Newsletter der Lebenshilfe.

Hier geht’s zum Artikel

Ein Sommerabend im April

Johanna Rumschöttel, Altlandrätiin und Vorsitzende des Vorstandes und ihre Stellvertreter aus dem Vorstand der Lebenshilfe München, Johannes Singhammer (Bundestagsvizepräsident a.D.), MdL Claudia Stamm und Dipl.-Ing. Hermann Zimmermann. Rechts im Bild der Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann.

Es ist eine schöne Tradition, dass die OBA sich einmal im Jahr mit einer Einladung bei allen Helferinnen und Helfern bedankt. Diesmal wurde in der KunstWerkKüche gefeiert und weil 2018 ganz unter dem Motto „40 Jahre OBA“ steht, sollte es ein besonderes Fest werden. Auch die Partnerinnen und Partner waren eingeladen, denn auch sie machen es möglich, dass die Ehrenamtlichen so viel Zeit und so viele schöne Ideen in die OBA bringen können. Zusammen mit dem Vorstand, der Geschäftsführung und der LIES-Redaktion waren um die 90 Gäste der Einladung gefolgt.

Das Sommerwetter im April und die karibischen Klänge, die Helmuth Schulz am Kontrabass und sein Kollege Ron Cairo an der Gitarre erklingen ließen, haben den Abend perfekt gemacht. Es wurde gut gegessen und getrunken, viel gelacht und lange gefeiert. Das integrative ‚Deli‘ im neuen Werksviertel am Münchner Ostbahnhof ist eine erste gastronomische Adresse in Sachen Inklusion. Die erfahrene Wirtin Katharina Inselkammer hat hier ein integratives gastronomisches Projekt mit feiner kulinarischer Leistung aufgebaut. „Zusammen arbeiten und gemeinsam etwas schaffen“, ist ihr persönlicher Ansporn. Hier geht’s zum Deli: https://www.kunstwerkkueche.de/

 

Voten für die OBA der Lebenshilfe als „Werte-Botschafter“

Helfen Sie der OBA der Lebenshilfe München!
Geben Sie uns Ihre Stimme beim Wettbewerb
„Werte-Botschafter 2018“

80 Vereine und Initiativen kämpfen bis zum 30. April um 50.000 Euro Spendengelder des Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e.V. im Online-Voting. Die OBA der Lebenshilfe München geht mit ihrem Musikraum ins Rennen, braucht
noch weitere 3000 Euro für dessen Renovierung. Voten Sie mit,
geben Sie ihre Stimme der Lebenshilfe München.

Ein zweiter Spendentopf der Aktion ‚Werte-Botschafter‘ der Sparda Bank München über 50.000 Euro wird direkt über eine Jury vergeben. Die Jury spricht auch das letzte Wort beim Online-Voting, und wenn es gut läuft, wird jedes zweite Projekt mit Spenden gefördert werden.   Weiterlesen

Von Anfang an gemeinsam

Seit 1992 ist der 5. Mai europaweit ein Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Auch in München nutzt man seit über 20 Jahren den 5. Mai, um zentral auf dem Marienplatz auf die besondere Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen (siehe Link). Die Lebenshilfe München inszeniert darüber hinaus in Kooperation mit anderen Einrichtungen aus der Jugend- und Behindertenarbeit am 06. Mai ein eigenes Event.

Am 06. Mai heißt es in der Jugendkirche (Rogatekirche) in der Bad-Schachener-Straße 28 gemeinsam #reden #essen # Musik hören. Michael Ruoff und Harry Zipf von den Offenen Diensten der Lebenshilfe München möchten mit dieser Aktion gezielt junge Menschen ansprechen. „In Anlehnung an die ‚Aktion Mensch‘ mit ihrem Slogen „Inklusion von Anfang an“ haben wir das Motto „Von Anfang an gemeinsam“ gewählt. Wenn Menschen in jungen Jahren eine Beziehung zu Menschen mit Behinderung haben, dann ist Inklusion für sie ein Stück Normalität.“   Weiterlesen

Der lange Weg hin zu einem selbständigen Leben

Lebenshilfe München fördert Menschen
mit geistiger Behinderung und mit psychischer Beeinträchtigung

(gsp) Ein Sturm der Entrüstung ergeht durch die Medien aufgrund eines so genannten ‚Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes‘, das in Bayern aktuell im Landtag behandelt wurde. Es zeigt, wie sensibel das Thema ist, wie groß die Gefahr einer Stigmatisierung und wie schwierig es ist, Menschen mit psychischer Erkrankung wieder ‚ins Leben zurück zu führen‘.

Bei der Begleitung von Menschen sind Schulungen ein wichtiger Teil um Wissen zu vermitteln und zu vertiefen. Foto: Gerd Spranger

Eine der Organisationen in Bayern, die sich dieser Aufgabe stellt, ist die Lebenshilfe München. In erster Linie werden von dem Elternverein zwar Menschen mit geistiger Behinderung gefördert, betreut und begleitet, doch seit einigen Jahren auch Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. Dabei nimmt das eigene, selbstbestimmte Leben eine zentrale Rolle ein, und so ist vor allem das begleitete Wohnen ein zentraler Bestandteil der Hilfe. Ein Erfolgsmodell ist etwa die Wohngemeinschaft in der Landsberger Straße (siehe Link). Menschen mit geistiger Behinderung sowie Menschen mit psychischer Beeinträchtigung sollen verstärkt an ein selbständiges Leben und Wohnen herangeführt werden. Die Lebenshilfe München hat dazu ein eigenes Konzept erarbeitet.

Mutig sein und sich was zutrauen

Im Vorwort zu dem Konzept eines ‚Wohntrainings‘ heißt es: „Beim Wohnen geht es nicht so sehr um die technischen Fähigkeiten, sondern um die Motivation, das Zutrauen der eigenen Fähigkeiten. Es geht auch darum, mutiger zu werden, sich etwas zu trauen.“

Als Schlüsselkompetenz soll die Fähigkeiten zur Übernahme von mehr Eigenverantwortung vermittelt werden. Das bedeutet, die Selbständigkeit zu fördern. Wichtiges Merkmal von Lebensqualität ist die eigene Kontrolle der Menschen über die Belange ihres täglichen Lebens. Die notwendigen Fertigkeiten werden im Alltag erworben, mit individuellen Lernangeboten. Dazu braucht es natürlich Gelegenheiten, und die gibt es für die Bewohner des ambulant betreuten Wohnens in ausreichendem Maße. Gemäß ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten erledigen sie selber mit Anleitung durch die Mitarbeiter der Lebenshilfe die anfallenden täglichen Arbeiten im Rahmen des Zusammenlebens in der Wohnstätte.   Weiterlesen

Menschen mit geistiger Behinderung leben Selbstständig

Disziplin im Führen eines Haushaltsbuches
Den Umgang mit Geld lernen

Ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen ist das Ziel vieler Menschen mit geistiger Behinderung. Für viele aber ist es eine hohe Herausforderung, an die sie bei der Lebenshilfe München schrittweise herangeführt werden. In der ersten Phase hat der Elternverein zwei von elf Wohneinrichtungen zu Trainingsgruppen für ein selbständiges Leben geformt. Die Bewohner verfügen über ihr eigenes abgeschlossenes Appartement oder Zimmer, versorgen ihren Haushalt selbst, kümmern sich um die Wäsche, um Frühstück, Abendessen und sollen jetzt auch verstärkt den Einkauf dafür übernehmen. Ganz allein gelassen aber sind sie nicht, denn am Wochenende wird gemeinsam gekocht und auch zu Abend gegessen. Unter der Woche sind sie berufstätig und für ein gutes Essen ist in den Kantinen der Lebenshilfe-Werkstätten bestens gesorgt.

Mit einem Seminar vermittelt die Lebenshilfe München mehr Kompetenz für eine selbstständiges Leben. Foto: Gerd Spranger

Ein eigenes Seminar hat jetzt mit einfachen Anleitungen das Führen eines eigenen Haushaltsbuches für den persönlichen Einkauf vertieft. Erich Wolf, vom Pädagogischen Fachdienst der Lebenshilfe München Wohnen GmbH, vermittelte den 20 Bewohnern der Trainings-Wohngruppen die Grundlagen. Es war das erste Seminar in dieser Richtung und Erich Wolf ist sich sicher, dass noch weitere folgen werden. „Wir müssen noch einfacher gestalten und in kleinen Gruppen auch weiter vertiefen, damit es in der Lebenspraxis funktioniert“, ist das Resümee von Erich Wolf.

Wohntraining: Lebenswirklichkeit ist der Alltag

„Das Wohntraining ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen. Dabei orientieren wir uns auch an Vorgaben des Bezirks Oberbayern“, erklärt René Pfeifer, Bereichsleiter der Wohnen GmbH. „In der Lebenswirklichkeit, im Alltag, kommt es auf die ganz normalen alltäglich Dinge an, wie seine persönlichen Dinge und die Wohnung in Ordnung zu halten und natürlich sind auch die Finanzen, das Geld, ein elementar wichtiger Bereich. Die Nachfrage nach dem Wohntraining ist hoch und wir werden den Bereich weiter ausbauen“, informiert Pfeifer.   Weiterlesen