Von Anfang an gemeinsam

Seit 1992 ist der 5. Mai europaweit ein Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Auch in München nutzt man seit über 20 Jahren den 5. Mai, um zentral auf dem Marienplatz auf die besondere Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen (siehe Link). Die Lebenshilfe München inszeniert darüber hinaus in Kooperation mit anderen Einrichtungen aus der Jugend- und Behindertenarbeit am 06. Mai ein eigenes Event.

Am 06. Mai heißt es in der Jugendkirche (Rogatekirche) in der Bad-Schachener-Straße 28 gemeinsam #reden #essen # Musik hören. Michael Ruoff und Harry Zipf von den Offenen Diensten der Lebenshilfe München möchten mit dieser Aktion gezielt junge Menschen ansprechen. „In Anlehnung an die ‚Aktion Mensch‘ mit ihrem Slogen „Inklusion von Anfang an“ haben wir das Motto „Von Anfang an gemeinsam“ gewählt. Wenn Menschen in jungen Jahren eine Beziehung zu Menschen mit Behinderung haben, dann ist Inklusion für sie ein Stück Normalität.“

Die OBA der Lebenshilfe München sucht das Miteinander und damit die Inklusion von Menschen mit Behinderung – Zum Vergrößern auf das Bild klicken!

Mit Reden, Essen und Musik hören will man in kleinen Gruppen ‚am runden Tisch‘ die Kontakte vertiefen. Was verbindet die jungen Menschen, haben sie die gleichen Herausforderungen, Ziele und Wünsche? Wie begegnet man einander, hilft sich gegenseitig? Das kann am Besten in persönlichen Gesprächen ausgelotet werden und damit wächst auch das Verständnis und der gegenseitige Respekt.

Kooperationspartner der Lebenshilfe München sind: OBA (Offene Behindertenarbeit), Soz.Reha, Jugendkirche, BiB, Evangelische Jugend München und der Verein „Gemeinsam Leben lernen“.

Also vormerken (nicht vergessen)

JUGENDKIRCHE
„Von Anfang an gemeinsam“
Reden – Essen – Musik hören

Aktionstag:
06. Mai 2018 von
17.30 bis 19.30 Uhr

Adresse:
Bad-Schachener-Straße 28
81671 München
U-Bahn-Halt Innsbrucker Ring (U2 & U5)

 

Der lange Weg hin zu einem selbständigen Leben

Lebenshilfe München fördert Menschen
mit geistiger Behinderung und mit psychischer Beeinträchtigung

(gsp) Ein Sturm der Entrüstung ergeht durch die Medien aufgrund eines so genannten ‚Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes‘, das in Bayern aktuell im Landtag behandelt wurde. Es zeigt, wie sensibel das Thema ist, wie groß die Gefahr einer Stigmatisierung und wie schwierig es ist, Menschen mit psychischer Erkrankung wieder ‚ins Leben zurück zu führen‘.

Bei der Begleitung von Menschen sind Schulungen ein wichtiger Teil um Wissen zu vermitteln und zu vertiefen. Foto: Gerd Spranger

Eine der Organisationen in Bayern, die sich dieser Aufgabe stellt, ist die Lebenshilfe München. In erster Linie werden von dem Elternverein zwar Menschen mit geistiger Behinderung gefördert, betreut und begleitet, doch seit einigen Jahren auch Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. Dabei nimmt das eigene, selbstbestimmte Leben eine zentrale Rolle ein, und so ist vor allem das begleitete Wohnen ein zentraler Bestandteil der Hilfe. Ein Erfolgsmodell ist etwa die Wohngemeinschaft in der Landsberger Straße (siehe Link). Menschen mit geistiger Behinderung sowie Menschen mit psychischer Beeinträchtigung sollen verstärkt an ein selbständiges Leben und Wohnen herangeführt werden. Die Lebenshilfe München hat dazu ein eigenes Konzept erarbeitet.

Mutig sein und sich was zutrauen

Im Vorwort zu dem Konzept eines ‚Wohntrainings‘ heißt es: „Beim Wohnen geht es nicht so sehr um die technischen Fähigkeiten, sondern um die Motivation, das Zutrauen der eigenen Fähigkeiten. Es geht auch darum, mutiger zu werden, sich etwas zu trauen.“

Als Schlüsselkompetenz soll die Fähigkeiten zur Übernahme von mehr Eigenverantwortung vermittelt werden. Das bedeutet, die Selbständigkeit zu fördern. Wichtiges Merkmal von Lebensqualität ist die eigene Kontrolle der Menschen über die Belange ihres täglichen Lebens. Die notwendigen Fertigkeiten werden im Alltag erworben, mit individuellen Lernangeboten. Dazu braucht es natürlich Gelegenheiten, und die gibt es für die Bewohner des ambulant betreuten Wohnens in ausreichendem Maße. Gemäß ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten erledigen sie selber mit Anleitung durch die Mitarbeiter der Lebenshilfe die anfallenden täglichen Arbeiten im Rahmen des Zusammenlebens in der Wohnstätte.

Das eigene Budget und der Einkauf

Dazu zählt etwa das selbständige Einkaufen der Lebensmittel für die gemeinsamen und persönlichen Mahlzeiten. Dafür hat die Lebenshilfe München jetzt für ihre Trainings-Wohngruppen ein eigenes Seminar abgehalten, damit der Einzelne auch die finanzielle Kontrolle über das eigene kleine Budget hat. Zu einem selbständigen Leben zählt natürlich auch das Zubereiten der Mahlzeiten, sowie das Eindecken und Abräumen des Tisches, die Lagerung der Lebensmittel und für das nötige Maß an Sauberkeit und Hygiene zu sorgen. Diese für die meisten Menschen so einfachen und selbstverständlichen Dinge müssen Menschen mit geistiger Behinderung, oft auch Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, erst erlernen. Nur so öffnet sich ihnen ein Weg hin zu einem selbständigen Leben.

Eine realistische Planung und Prioritäten

Eine der obersten Schlüsselkompetenzen ist sicher der Umgang mit Geld. Petra Loncar, stellvertretende Leiterin des Wohntrainings, bringt es auf den Punkt: „Selbst hoch intelligente Menschen haben häufig Probleme mit ihren Finanzen. Die Überschuldung privater Haushalte ist ein Thema mitten in der Gesellschaft.“

Kompetenz mit Geld beginnt etwa damit, die verschiedenen finanziellen Mittel zweckbestimmt auseinander zu halten und sie sachgerecht zu verwenden. Mitunter erfordert das eine realistische Planung und die Schaffung von Prioritäten. Von den Mitarbeitern der Lebenshilfe München fordert es viel an Geduld und Gespür, dieses Wissen in kleinen Schritten immer wieder zu vermitteln. Dazu zählen auch Absprachen zwischen Bewohnern, der rechtlichen Betreuerin und den MA, um einen Überblick über die Finanzlage zu erhalten, sie entsprechend begleiten zu können und Schulden zu vermeiden.

Filmtipp zum Wochenende

Unser Lebenshilfe Filmtipp der Woche

Ella Schön hat Asperger und damit Schwierigkeiten im sozialen Miteinander. Das wurde hervorragend und unterhaltsam von Annette Frier (Schauspielerin und Komikerin) im ersten Teil „Die Inselbegabung“ gespielt. Am Sonntag (20.15 Uhr / ZDF) folgt der zweite Teil, ‚Das Ding mit der Liebe‘.

Der Film befremdet auf eine positive Weise jene Menschen, die nie mit ‚Asperger‘ in Berührung kamen, was auch im Film  selbst eindrucksvoll zu sehen ist. Ella Schön stößt viele Menschen ‚vor den Kopf‘, denn Smaltalk, nette Gesten und Augenkontakt sind nicht ihre Sache. Freilich wird das Asperger-Syndrom mit Inselbegabung nur einer sehr kleinen Gruppe von Menschen mit Behinderung gerecht. Selbst unter jenen, die von Autismus betroffen sind. So kommt Ella Schön als intelligente Frau, die zudem ein Jura-Studium absolviert hat, natürlich gut weg, es ist ‚Herzkino‘ vom Feinsten – ein echter Lebenshilfe Filmtipp.

Er zeigt aber gleichzeitig sehr eindrucksvoll eine Sicht der Dinge, der Lebenswirklichkeit, die Menschen ohne Asperger Syndrom weitgehend verschlossen bleibt. Die Schauspielerin äußert sich selbst positiv kritisch dazu: „Wir versuchen unser Leben zu inszenieren, ein authentisches Bild abzugeben, mal hier ein Foto, hier ein Sätzchen und hier ein Lächeln. So entstehen bei uns auch viele Probleme, die wir mit Verabredungen haben. Bei Bella Schön ist das anders. Sie sagt einfach die Wahrheit, frei raus und klar und deutlich. Wenn man das Thema weiter denkt kann man sicher auch die Frage stellen was Lebensqualität letztlich ausmacht.“

Also, unser Filmtipp mit Annette Frier:

Ella Schön: Das Ding mit der Liebe
ZDF am 15. April um 20.15 Uhr

Der Link zur Serie:
https://www.zdf.de/filme/herzkino/ella-schoen—das-ding-mit-der-liebe-100.html

Menschen mit geistiger Behinderung leben Selbstständig

Disziplin im Führen eines Haushaltsbuches
Den Umgang mit Geld lernen

Ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen ist das Ziel vieler Menschen mit geistiger Behinderung. Für viele aber ist es eine hohe Herausforderung, an die sie bei der Lebenshilfe München schrittweise herangeführt werden. In der ersten Phase hat der Elternverein zwei von elf Wohneinrichtungen zu Trainingsgruppen für ein selbständiges Leben geformt. Die Bewohner verfügen über ihr eigenes abgeschlossenes Appartement oder Zimmer, versorgen ihren Haushalt selbst, kümmern sich um die Wäsche, um Frühstück, Abendessen und sollen jetzt auch verstärkt den Einkauf dafür übernehmen. Ganz allein gelassen aber sind sie nicht, denn am Wochenende wird gemeinsam gekocht und auch zu Abend gegessen. Unter der Woche sind sie berufstätig und für ein gutes Essen ist in den Kantinen der Lebenshilfe-Werkstätten bestens gesorgt.

Mit einem Seminar vermittelt die Lebenshilfe München mehr Kompetenz für eine selbstständiges Leben. Foto: Gerd Spranger

Ein eigenes Seminar hat jetzt mit einfachen Anleitungen das Führen eines eigenen Haushaltsbuches für den persönlichen Einkauf vertieft. Erich Wolf, vom Pädagogischen Fachdienst der Lebenshilfe München Wohnen GmbH, vermittelte den 20 Bewohnern der Trainings-Wohngruppen die Grundlagen. Es war das erste Seminar in dieser Richtung und Erich Wolf ist sich sicher, dass noch weitere folgen werden. „Wir müssen noch einfacher gestalten und in kleinen Gruppen auch weiter vertiefen, damit es in der Lebenspraxis funktioniert“, ist das Resümee von Erich Wolf.

Wohntraining: Lebenswirklichkeit ist der Alltag

„Das Wohntraining ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen. Dabei orientieren wir uns auch an Vorgaben des Bezirks Oberbayern“, erklärt René Pfeifer, Bereichsleiter der Wohnen GmbH. „In der Lebenswirklichkeit, im Alltag, kommt es auf die ganz normalen alltäglich Dinge an, wie seine persönlichen Dinge und die Wohnung in Ordnung zu halten und natürlich sind auch die Finanzen, das Geld, ein elementar wichtiger Bereich. Die Nachfrage nach dem Wohntraining ist hoch und wir werden den Bereich weiter ausbauen“, informiert Pfeifer.

Zu Beginn des Seminars verteilen Erich Wolf und Petra Loncar, stellvertretende Leiterin des Wohntrainings, einen Ordner und einen Taschenrechner, der sofort mit Begeisterung angenommen wird. Die Teilnehmer sind alle mit Eifer und einer hohen Erwartungshaltung bei der Sache. Schnell kommt die Frage auf, ob man den Rechner behalten dürfe und genau wird untersucht, ob er nun mit Solar oder mit Batterie oder möglicherweise auch mit Solar und mit Batterie funktioniert. Nachdem das geklärt ist, geht es an die Ordner, die mit Einlegeblätter und Vordrucken bereits gut strukturiert sind.

Die Ausgaben strukturieren

Die Ausgaben sind in vier Warengruppen gegliedert: LM (Lebensmittel), EG (Essengehen), PLM (Pflegemittel), PM (Putzmittel). Wo man was und wie am Günstigsten einkauft, ist in den Wohneinrichtungen bereits trainiert worden. „Wir haben gemeinsam Testeinkäufe unternommen und im Anschluss die Preise verglichen. Unsere Bewohner wissen also, bei welchen Discounter sie in ihrer Nähe gut und preisbewusst einkaufen“, erzählt Petra Loncar.

Erich Wolf startet am Flipchart auch gleich mit dem ersten Einkauf für 13 Euro. Als wöchentliches Budget rechnete er mit 25 Euro. „Wie viel also verbleiben noch für den Rest der Woche und zu welcher Warengruppe ordne ich zu“, fragt er in die Runde. Und gleich kommen die neuen Taschenrechner zum Einsatz. Natürlich muss dabei auch noch geklärt werden, für was denn all die anderen Tasten gedacht sind. Wolf rät sich auf das Wichtigste zu beschränken und nach einer kleinen Weile ist das Ergebnis einstimmig. 12 Euro verbleiben im eigenen Budget.

Gehen wir Pizza oder zum Italiener?

Weitere Übungen vertiefen das Wissen und die Praxis im Führen eines eigenen Haushaltsbuches. War es anfangs vor allem Petra Loncar, die in persönlichen Erklärungen bei Anfangsschwierigkeiten half, entwickelte sich zwischen den Seminarteilnehmern ein gutes Miteinander, man half sich gegenseitig. Die Zeit verging schnell und alle waren bis zum Schluss ganz bei der Sache. Was etwa, wenn am Wochenende noch was in der Kasse bleibt? „Dann haben wir nächste Woche etwas mehr Budget zur Verfügung, wir könnten dann mal essen gehen“, schlägt Erich Wolf vor. Mit einem ‚großen Hallo‘ wird es aufgenommen und prompt kamen einige Vorschläge wohin man denn gehen könnte. „In die Pizzaria“ meint Peter, „zum Italiener“ mischt sich Ute ein, „wir gehen immer in ein Lokal“, weiß Gabi.

Gute Stimmung und Mitarbeit beim Seminar der Lebenshilfe München zum Wohntraining. Foto: Gerd Spranger

Das neue Haushaltsbuch startet zum 15. April und wird dann wöchentlich besprochen und vertieft. Es ist eine gemeinsame Ergebnisprüfung mit dem Bezugsmitarbeiter. „Das ist sicher notwendig“, erklärt Petra Loncar, „denn es wird noch eine ganze Weile dauern, bis die Lektion wirklich sitzt.“ Im Nachgespräch etwa wurde deutlich, dass beim Einkaufen das Wechselgeld nicht nachgezählt wird. „Da müssen wir nachhaken, evtl. werden wir auch das üben, mit verschiedenen Münzen und Geldscheinen“, bekräftigt Erich Wolf.

In der nächsten Reportage lesen Sie
mehr zum Wohntraining der Lebenshilfe München. Einleitend heißt es dazu:
„Beim Wohnen geht es nicht so sehr um die technischen Fähigkeiten, sondern um die Motivation, das Zutrauen zu den eigenen Fähigkeiten. Es geht auch darum, mutiger zu werden, sich etwas trauen. Hier bietet die Lebenshilfe München, ein entsprechendes, in sich differenziertes und lebendiges Wohnangebot für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung.“

Endlich selbstbestimmt leben

Viele persönliche Gespräche helfen. Recht im Bild: Petra Loncar

Den Wunsch nach Selbständigkeit kennt jeder von uns. Mit dem 16., spätestens mit dem 18. Lebensjahr wird er Wirklichkeit, zumindest für die meisten Menschen in Deutschland. Wunsch und Wirklichkeit treffen dann aufeinander, denn ganz allein und selbstbestimmt zu leben stellt hohe Anforderungen an die Finanzen mit der Schaffung eines geordneten Lebensumfeldes. Auch bei Menschen mit geistiger Behinderung ist dieser Wunsch ausgeprägt, doch es ist ein weiter Weg dorthin.

„Ein Gefühl für Geld bekommen“

Die Lebenshilfe München unterstützt, fördert und begleitet dabei die Menschen über viele Jahre. Aktuell etwa leben 20 Menschen mit geistiger Behinderung in zwei betreuten Wohneinrichtungen mit gezielter Anleitung zu mehr Selbständigkeit. Das beginnt beim Einkauf und reicht bis zu einem persönlichen Budget. Für 25 Euro in der Woche müssen sie etwa lernen „ein Gefühl für das Geld zu bekommen“, erklärt Petra Loncar, stellvertretende Leiterin des Wohntrainings. Alle Bewohner gehen übrigens einer beruflichen Tätigkeit nach, und sind auch hier gefordert.

Förderung und Schaffung von Kompetenzen

Es geht also vor allem um Förderung und die Schaffung von Kompetenzen. Nach Einschätzung von Petra Loncar werden es die Meisten in eine offene Wohngemeinschaft schaffen. Dort leben sie selbständig, sind aber nicht allein und auch nicht allein gelassen, denn wöchentlich ist ein Betreuer vor Ort und steht mit Rat und Tat zur Seite. „Ja, Wunsch und Wirklichkeit treffen dann auch bei Menschen mit geistiger Behinderung aufeinander. Viele unterschätzen es, ‚ganz allein zu sein‘ mit eigener Wohnung. Es ist dann nicht nur eine wirtschaftliche Herausforderung, sondern auch eine ganz persönliche.“

Das eigene Budget verwalten

Als ein weiterer Baustein auf den Weg hin zu mehr Selbständigkeit wird jetzt ein eigenes Seminar der Lebenshilfe München sein. Alle Bewohner der beiden Einrichtungen nehmen daran teil und es geht um das Verwalten des eigenen Budgets. „Das ist übrigens ein Punkt der alle gleichermaßen betrifft, denn nicht von ungefähr sind viele junge Menschen heute hoch verschuldet,“ bekräftigt Petra Loncar, „und damit stehen sie vor noch größeren Herausforderungen.“

Menschen mit geistiger Behinderung und die Demenz

D E M E N Z 
Themenabend am 17. Mai 2018 bei der Lebenshilfe München

2018 ist die Fachtagung der Lebenshilfe München der ‚Demenz‘ gewidmet. 2016 stand die ‚Pränatale Diagnostik und Behinderung‘ im Blickpunkt und 2017 das Thema FASD (‚Fetale Alkoholspektrumsstörung), der (Nicht-) Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft. Es waren immer Themen, die im öffentlichen Bewusstsein weitgehend ausgeblendet werden. Bei Demenz ist das anders, doch ist die Situation bei Menschen mit geistiger Behinderung eine andere.

Bei Menschen mit geistiger Behinderung ist eine Erkrankung an Demenz keine Ausnahme, sondern eher die Regel, vor allem bei Menschen mit Down-Syndrom. „Durch die Lokalisation eines der wichtigsten Alzheimer-Gene auf Chromosom 21 haben diese Menschen ein extrem hohes Risiko früh an der Alzheimer-Krankheit zu erkranken“, heißt es im Flyer zum Themenabend. Auch sind die Betroffenen mit 50 bis 55 Jahren deutlich jünger und der Verlauf intensiver mit dem Abbau von alltagspraktischen Fähigkeiten, Gedächtnisverlust, herausforderndes Verhalten, Aggression, Depression und Gangunsicherheit.

Geschäftsführer Peter Puhlmann von der Lebenshilfe München: „Dabei ist eine Demenz gerade im Anfangsstadium sehr schwer greifbar. Die Menschen überspielen ihre Schwächen und können sie eine gewisse Zeit vor ihrer Umwelt verbergen. Das gilt auch bei Menschen mit geistiger Behinderung.“

Moderation: Margret Meyer-Brauns

Die Moderation und die Leitung des Themenabends hat Margret Meyer-Brauns von der Angehörigenberatung inne, die sie seit rund 15 Jahren leitet. Bis zu 800 Personen und ihre Familien suchen hier jedes Jahr Rat und Hilfe.

In drei Fachvorträgen wird die Problematik einer Demenz-Erkrankung bei Menschen mit geistiger Behinderung ausführlich behandelt. Es sprechen dazu vom Klinikum Großhadern (Spezialambulanz für kognitivee Beeinträchtigungen/ Gedächtnisstörungen bei Menschen mit Down-Syndrom):

PD. Dr. med. Johannes Levin
Sein Thema ist: Früh beginnende Alzheimer-Krankheit bei Menschen mit Down-Syndrom

Dr. Sandra Loosli und Elisabeth Wlasich (Mag. Rer.nat)
Ihr Thema ist: Neuropsychologische Untersuchung bei Menschen mit einem Down-Syndorm: Besonderheiten und Herausforderungen

Dr. Georg Nübling
Sein Thema ist: Studien zu Demenz bei Menschen mit einem Down-Syndrom am Standort München.

Die Lebenspraktische Seite erläutert René Pfeifer, Wohnbereichsleiter der Lebenshilfe München Wohnen GmbH. Ihm unterstehen die elf Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München in Stadt und Landkreis München. Seine Kollegin, Christine Wiesenthal-Moser ist Pflegedienstleiterin des ‚Ambulanten Dienstes der Lebenshilfe München‘. Der Ambulante Dienst betreut viele Menschen mit Behinderung, die in einem häuslichen Umfeld wohnen. Hier sind für eine optimale Versorgung vor allem Leistungsansprüche im Rahmen der Pflegeversicherung wichtig. Christine Wiesenthal-Moser stellt die wichtigsten Leistungen daraus vor.

Wichtig ist es, so das vorläufige Resümee zum Themenabend:
Den Betroffenen eine umfassende klinische Untersuchung anzubieten. Bisherige ambulante oder vollstationäre Wohn- und Arbeitsangebote sollten neuen Bedürfnissen angepasst werden.

Der Themenabend zeigt Antworten auf:
Welche Möglichkeiten der Diagnostik gibt es?
Was ist hilfreich bei der Veränderung des Wohn- und Arbeitsumfeldes?
Welche Unterstützungsangebote gibt es in der ambulanten Pflege?

Beginn der Veranstaltung ist um 18.30 Uhr

Anmeldung unter:

Telefon: 089 69347-130 oder Fax: 089 69347-132
E-Mail: veranstaltungen@lebenshilfe-muenchen.de

Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch nur mit vorheriger Anmeldung möglich.
Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier: Demenz_Flyer_2018.

Ein Auszug aus Wikipedia zu Demenz:

Eine Demenz ([deˈmɛnʦ], lateinisch dementia) ist ein psychiatrisches Syndrom, das bei verschiedenen degenerativen und nichtdegenerativen Erkrankungen des Gehirns auftritt. Der Begriff leitet sich ab von lat. demens ‚unvernünftig‘, ohne mens, das heißt‚ ohne Verstand, Denkkraft oder Besonnenheit seiend‘ und kann mit „Nachlassen der Verstandeskraft“ übersetzt werden.[1]

Demenz umfasst Defizite in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten und führt zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen. Vor allem sind das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache, die Motorik und bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen. Maßgeblich ist bei der Demenz der Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung.

Hier ist der Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Demenz

Feierlicher Auftakt ins Jubiläumsjahr- „40 Jahre OBA Gott sei Dank!“

Einen feierlichen, ökumenischen Gedenk- und Dankgottesdienst in Maria-Hilf hat die OBA der Lebenshilfe München zusammen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Angehörigen und Freunden der OBA gefeiert. Herr Pfarrer Schlosser, Herr Pfarrer Wohlfarth und Frau Kaukal fanden schöne Worte und Rituale um die große Dankbarkeit für die vergangenen 40 Jahre zum Ausdruck zu bringen und denjenigen zu gedenken, die schon verstorben sind.

Die Fürbitten wurden vorgetragen von Vertretern der OBA, der Angehörigen und der stellvertretenden Landrätin Frau Annette Ganssmüller-Maluche.

Text & Fotos: OBA, Lebenshilfe München

Voten für die OBA der Lebenshilfe als „Werte-Botschafter“

Helfen Sie der OBA der Lebenshilfe München!
Geben Sie uns Ihre Stimme beim Wettbewerb
„Werte-Botschafter 2018“

80 Vereine und Initiativen kämpfen bis zum 20. April um 50.000 Euro Spendengelder des Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e.V. im Online-Voting. Die OBA der Lebenshilfe München geht mit ihrem Musikraum ins Rennen, braucht
noch weitere 3000 Euro für dessen Renovierung. Voten Sie mit,
geben Sie ihre Stimme der Lebenshilfe München.

Ein zweiter Spendentopf der Aktion ‚Werte-Botschafter‘ der Sparda Bank München über 50.000 Euro wird direkt über eine Jury vergeben. Die Jury spricht auch das letzte Wort beim Online-Voting, und wenn es gut läuft, wird jedes zweite Projekt mit Spenden gefördert werden.

Gemeinsame Projekte verbinden, schaffen Werte, und mit Musik inspirieren sie zusätzlich. Gerade für Menschen mit geistiger Behinderung ist Musik ein Mittel jenseits von Sprache ihre Emotionen ’nach außen zu tragen‘. Der Spaß steht im Vordergrund, die Behinderung tritt in den Hintergrund.

Die OBA der Lebenshilfe München hat deshalb sehr früh einen eigenen Musikraum (Bandproberaum) mit Schallschutz und ein wenig Technik eingerichtet. Hier trifft sich die neu gegründete OBA-Band „ the orchestra extrange“. Menschen mit und ohne Behinderung machen hier zusammen Musik. Das ist gelebte und hörbare Inklusion. Leider ist der Proberaum ziemlich marode, in ‚die Jahre gekommen‘ und muss dringend renoviert werden.

Die „Blue Delphin“ kann sich hören und sehen lassen! Foto: 2013/ Marienplatz München/ gsp

Ins Rennen um den 50.000 Euro Preis als Werte-Botschafter gehen Vereine und Initiativen aus den Bereichen Soziales, Umwelt und Tierschutz. Geben Sie der Lebenshilfe München ihre Stimme. Werden auch Sie ein Werte-Botschafter. Erzählen Sie ihren Freunden, der Familie vom Online-Voting – denn jede Stimme zählt! Teilen Sie mit Social-Media auf Facebook, Twitter, etc.

Voten Sie mit bis 30. April – Hier geht’s zum Voting:
https://www.werte-botschafter.de

Mitglieder der Jury sind:
Der bayerische Schauspieler Ferdinand Hofer, die Kabarettistin Christine Eixenberger, der Moderator Achim Bogdahn, die Geschäftsführerin des Münchner Klimaherbstes, Mona Fuchs, Dr. Barbara Nazarewska vom Münchner Merkur, Ralf Müller als Vorstandsmitglied der Sparda-Bank München eG und Christine Miedl, Direktorin der Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank München eG.

Voten Sie für die OBA der Lebenshilfe München.
Hier geht’s direkt zur Teilnahme:

https://www.werte-botschafter.de/members/lebenshilfeoba/

Und wenn das Voten beim ersten Mal nicht gleich klappt, dann müssen Sie sich zuerst anmelden. Dazu die Email-Adresse eingeben, ihren Vor- und Nachnamen und ein persönliches Passwort.

Als Bestätigung ihrer Daten erhalten Sie eine Email mit einem Link. Mit einem Klick auf diesen Link kommen sie zur Anmeldung. Hier wieder ihren Namen bzw. Email eingeben und ihr Passwort.

Jetzt kann das Voten beginnen.

Das neue L.I.E.S.-Heft ist da!

U E B E R  –  G A E N G E
ein Schwerpunktthema mit vielen Facetten.

Das Leben jedes Menschen ist voll von Umbrüchen und Neuanfängen, somit also auch von Übergängen. Dazu gehören die leisen Annäherungen, wie sie Frau A. erlebt hat, die Hilfe brauchte, damit sie ihre viel zu früh geborene Tochter annehmen konnte. Es gibt unausweichliche Einschnitte, die einem keine Zeit lassen, mit der neuen Situation zurechtzukommen.

Margret Meyer-Brauns hat das beim Tod ihres Sohnes erfahren müssen. Planbar, aber oft mit großen Schwierigkeiten verbunden, sind Übergänge wie die Wahl der richtigen Schule, des Arbeitsplatzes oder der Auszug aus dem Elternhaus. In all den Texten, die im Schwerpunktteil zusammengestellt sind, wird eines jedenfalls deutlich: Oft sind große Anstrengungen und Kompromisse nötig, um für Menschen mit Behinderung und ihre Familien neue Wege zu eröffnen oder Perspektiven zu schaffen.

Wer einen Übergang gut gestalten will, kann zum Beispiel eine persönliche Zukunftskonferenz veranstalten. Sie kann hilfreich sein, sich neu zu orientieren, Ressourcen und Möglichkeiten überhaupt erst einmal in Betracht zu ziehen. Grundsätzlich ist eine gute Vorbereitung auf einen nächsten Schritt natürlich wünschenswert, aber leider nicht immer machbar. Lassen Sie sich deshalb überraschen von diesen besonderen „Übergängen“, die natürlich nur einen Ausschnitt aus der großen Vielfalt der individuellen Lebenserfahrungen zeigen.

A U S Z E I T  planen

Weiter geht es im Themenspektrum des aktuellen L.I.E.S.-Heftes mit der Planung einer Auszeit, denn spätestens im Frühjahr stellt sich für viele Familien die Frage: „Wohin in der Ferien?“ Auf den Seiten 57-59 dieser Ausgabe finden Sie interessante Angebote und Vorschläge für Familien, die Kinder mit und ohne Behinderung haben.

Ebenfalls im Panorama-Teil zu finden: Die Kinderneurologie-Hilfe der Inneren Mission in München. Sie bietet kompetente Beratung für Kinder und Jugendliche mit erworbenen Hirnschädigungen.

Informativ und wichtig für Eltern von Schulkindern und Jugendlichen ist im Rechtsdienst ein Text, der die rechtliche Lage bezüglich der „Übernahme von Fahrtkosten“ zur Schule erklärt. In einem weiteren Artikel wird der „Anspruch auf Grundsicherung“ für Menschen mit Behinderung, die in den Berufsbildungsbereich einer Werkstatt aufgenommen wurden, erläutert.

Ausbildung bei der Lebenshilfe München

Mit 370 fest angestellten Mitarbeitern und 500 ehrenamtlichen Kräften ist die Lebenshilfe München auch ein Arbeitgeber und ebenso ein Ausbildungsbetrieb. Jetzt haben sich fünf Auszubildende für den Beruf des Heilerziehungspflegers (HeP) der ‚Lebenshilfe Wohnen GmbH‘ und ihre Mentoren (siehe Bericht) zu einem ersten Schüler- und Auszubildendentag getroffen, um Erwartungen, Ziele und Perspektiven miteinander abzustimmen. Mit dabei war auch Bereichsleiter René Pfeifer. Für ihn ist eine gut strukturierte und fachlich hochwertige Ausbildung wichtig und ein entscheidender Zukunftsfaktor.

„Nur so, wenn wir den jungen Menschen eine berufliche Perspektive und ein gutes Umfeld bieten, werden wir dem Fachkräftemangel der nächsten Jahre begegnen können. Deswegen ist es Ziel und Aufgabe der Lebenshilfe Wohnen GmbH ein verlässlicher Partner für die SchülerInnen und Schulen zu sein.“

Professionalisierung und Weiterbildung

Vor allem aber war das jüngste Treffen für die Auszubildenden selbst ein wichtiger Schritt, denn die Lebenshilfe Wohnen GmbH ist auf 10 Standorte in Stadt und Landkreis München verteilt, meist in kleinere Wohngruppen von 9 bis 16 Personen. So stehen die Auszubildenden untereinander häufig für längere Zeit nicht im persönlichen Kontakt mit ihren Azubi-Kollegen. Gemeinsamer Austausch aber hilft mit beruflichen Herausforderungen richtig umzugehen. Sie alle sind keine beruflichen Neueinsteiger, sondern haben bereits eine Ausbildung und/oder berufliche Praxis. Der Beruf des Heilerziehungspflegers ist eine Weiterqualifikation und mancher schafft anschließend noch ein Studium zum Heil- oder Sozialpädagogen.

Mentoren geben praktische Hilfen

Einen wichtigen Teil daran leisten auch die Mentoren. Das sind Kollegen mit einer Weiterbildung zum Mentor/ zur Mentorin. Sie haben den nötigen Abstand zur Ausbildung und wissen um die Besonderheiten, die dieser Beruf mit sich bringt, nämlich die Assistenz, Beratung, Begleitung, Pflege und Bildung von Menschen mit Beeinträchtigungen. Wie kaum ein anderer Beruf aber ist in der Heilerziehungspflege-Ausbildung über die Aneignung von Personal-, Fach- und Handlungskompetenzen hinaus, eine durchgängige Auseinandersetzung mit der eigenen Person sowie mit berufsethischen Fragestellungen unerlässlich.

Petra Loncar koordiniert die Ausbildung

Darum ist auch die Zusammenarbeit mit der Akademie Schönbrunn und der HeP-Schule in Wolfratshausen wichtiger Teil der neuen Initiative der Lebenshilfe München zur Optimierung der Ausbildung. Neue Ausbildungskoordinatorin ist die Pädagogin Petra Loncar. Sie koordiniert die Ausbildung im Betrieb, etwa auch zwischen Mentoren und Schülern und bleibt Ansprechpartner. Sie wird auch innerbetriebliche Veranstaltungen für die Auszubildenden organisieren und sicher auch einen nächsten Schüler- und Auszubildendentag, da der erste Schülertag von allen Beteiligten sehr positiv angenommen wurde.

Dialog statt Hierarchien

Ein wichtiger Part ist ebenso die Zusammenarbeit mit den Fachschulen für Heilerziehungspflege. „Hier kommen neue, fachlich moderne Impulse und insgesamt geht es immer um die Sicherung und Erhöhung der Ausbildungsqualität. Als Lebenshilfe München wollen wir darüber hinaus das Berufsbild des Heilerziehungspflegers stärker in die Öffentlichkeit und in die Regelschulen oder Gymnasien bringen“, erklärt René Pfeifer. Ein Thema des ersten Schüler- und Auszubildendentag war auch die Kommunikation innerhalb der Betreuungsteams und der Wohnen GmbH allgemein. „Es muss die Bereitschaft zum Dialog bleiben. Auszubildende müssen den Mut und das Selbstbewusstsein haben Sachverhalte aktiv anzusprechen, etwa wenn sie aus der Schule einen anderen, unter Umständen moderneren Wissensstand mitbringen“, ergänzt der Bereichsleiter. „Dies ist für uns ein wichtiger Faktor für Nachhaltigkeit. Das Konzept muss an die Einrichtung und Bewohner angepasst, also individuell sein, als auch modernen heilpädagogischen Erwartungen gerecht werden. Wir wollen als Wohnen GmbH die Betreuungs- und Assistenzsettings für alle Einrichtungen der Wohnen GmbH weiterentwickeln.“

Lesen Sie dazu auch:

„Modernisierung ist ein dynamischer Prozess“ – hier geht’s zum Link:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2017/12/06/modernisierung-ist-ein-dynamischer-prozess

„Heilerziehungspfleger schätzen die Mentorenausbildung“ – hier geht’s zum Link:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2017/11/13/heilerziehungspfleger-schaetzen-die-mentoren-ausbildung/

Stadtrat bei der Lebenshilfe in Unterschleißheim

Bürgermeister Christoph Böck und Altlandrätin Johanna Rumschöttel zu Besuch bei der Lebenshilfe-Wohngruppe in Unterschleißheim

Das neue Zuhause der Lebenshilfe-Wohngruppe ‚Willinger Weg‘ in einem Seniorenzentrum des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Unterschleißheim, gestaltet sich immer mehr zu einem Glücksfall. Um sich selbst ein Bild zu machen, besuchten der 1. Bürgermeister Christoph Böck und der 2. Bürgermeister Stefan Krimmer die Einrichtung im vierten Stock des „Haus am Valentinspark“. Begleitet wurden sie von einigen Stadträten, sowie der Senioren und Behindertenbeauftragten von Unterschleißheim. Auch Astrid Filtz, Einrichtungsleitung des Pflege- und Seniorenzentrum Haus am Valentinspark, war neugierig auf die neuen Bewohner in dem Komplex und ihr Zusammenleben.

Alt und Jung unter einem Dach

Wie gestaltet sich das Miteinander einer Wohngruppe von Menschen mit geistiger Behinderung, in das Gebäude eines großen Seniorenzentrums zu integrieren. Könnte es Modellcharakter haben? Dabei sind die Einrichtungen unabhängig voneinander und die Lebenshilfe-Wohngruppe in einem eigenem Bereich völlig autark für sich, mit einer sehr großzügigen hellen Küche und Gemeinschaftsraum. Die Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Altlandrätin Johanna Rumschöttel, war sich vom ersten Tag an sicher, die richtige Entscheidung zum Wohle der Bewohner getroffen zu haben. Auch für die Betreiber der Einrichtung ist die Kooperation positiv. Den Weg dazu geebnet hat letztlich auch Johanna Rumschöttel mit ihren Kontakten zu beiden Sozialträgern.

Schöne Ausblicke und helle Räume

„Ich kenne die Einrichtung noch sehr gut aus meiner Zeit als Landrätin. Es ist ein sehr moderner, offener und vor allem behindertengerechter Gebäudekomplex. Das Umfeld ist gut mit Geschäften in direkter Nähe und die Lage zentrumsnah.“ Sie lag mit ihrer Einschätzung völlig richtig, denn auch die Bewohner selbst freuen sich über ihre Zimmer. Es sind große und helle Räume mit Nasszelle (Dusche und WC). Der Ausblick vom 4. Stock, über die Dächer der Siedlung hinweg ist ebenfalls schön und lädt zum Verweilen ein.

Für Unterschleißheim ein echter Gewinn

Die Stadt Unterschleißheim und ihre Vertreter freuen sich über die gefundene gute Lösung, so ist das „Haus am Valentinspark“ wieder gut ausgelastet. Die Bürgermeister Böck und Krimmer wünschen den zehn neuen Bürgern ein gutes Einleben in der Stadt und freuen sich mit ihnen über ihr schönes neues Zuhause. Die Zimmer sind mit dem ganz persönlichem Interieur der Bewohner aus dem Willinger Weg eingerichtet und gestaltet worden, soweit dies möglich war.

Wie gestaltet sich der Alltag?

Zum Besuch der Bürgermeister und des Stadtrates war auch die Lebenshilfe München mit Geschäftsführer Peter Puhlmann, Bereichsleiter Renè Pfeifer, Einrichtungsleiterin Birgit Fleischmann und Altlandrätin Johanna Rumschöttel vor Ort. Viele Eindrücke und Fragen wurden in persönlichen Gesprächen vertieft. Wie etwa ist der Ablauf des Alltags für die Bewohner? Wie selbständig und autark sind sie? Sind alle in den Lebenshilfe-Werkstätten berufstätig und wie ist der Hol- und Bringdienst organisiert? Wird die Wäsche gewaschen, für alle gekocht und andere lebenspraktischen Fragen wurden ausgetauscht. (gsp)

40 Jahre OBA – Gott sei Dank

Am 16. März feiert die Lebenshilfe München unter dem Motto „40 Jahre OBA – Gott sei Dank!“ einen Gottesdienst. Teilnehmer, Ehrenamtliche und Angehörige der OBA gestalten die Feier gemeinsam mit Pfarrer Schlosser und Pfarrer Wohlfahrt in der „Maria-Hilf-Kirche in der Au“, Mariahilfplatz 42 in München ab 19.00 Uhr. Anlässlich der Feierlichkeit haben wir einen Beitrag vom Sommer 2017 eingestellt.

Aufbruch und Umbruch 

Die Jahre von 1975 bis 1980 waren Aufbruch- und Umbruchjahre bei der Lebenshilfe München. Das Ringen um die gesellschaftliche Anerkennung und die Förderung von Menschen mit Behinderung hatte 15 Jahre nach Gründung des Elternvereins viel angestoßen und bewirkt.

So entstanden in München erste Einrichtungen der Frühförderung und die Lebenshilfe-Werkstätten (ab 1975), die erste Wohnstätte wurde in der Hofbauernstraße eingeweiht (1978) und auch die Offene Behindertenarbeit ist seit 1977/78 fester Bestandteil der Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung.

Inklusion schaffen und leben

Ziel war und ist bis heute natürlich die Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung, aber auch eine Entlastung von Eltern oder Betreuern. „Dabei ist wichtig“, ergänzt Harry Zipf, Leiter der OBA bei der Lebenshilfe München, „unserer Arbeit schafft Inklusion, also das Zusammenführen von Menschen mit und ohne Behinderung, auch wenn damals noch von Integration gesprochen wurde. Die Lebenshilfe war von Anfang an auf einem guten Weg, etwa mit der Gründung erster Freizeitclubs in Giesing, Haidhausen, Obermenzing.“

Unverzichtbar: Ferien- und Freizeitangebote

In einem Rückblick zum 10jährigen Jubiläum der Offenen Behindertenarbeit (OBA) in München betont man neben dem Spaß bei gemeinsamer Freizeit von Behinderten und Nichtbehinderten die „gegenseitige Anregung zu sinnvoller und selbständiger Freizeitgestaltung.“ Zunehmend entwickelten sich die Freizeitangebote und vor allem auch mehrtägige Ferienangebote.

FuD mit persönlicher Betreuung

Ein zweiter, ebenso wichtiger Zweig bei den Offenen Diensten der Lebenshilfe München, bildete sich mit der Gründung des „Familienunterstützenden Dienstes“ (FuD) ab 1989 heraus. Schnell arbeitete hier ein Team von drei hauptamtlichen Teilzeitkräften und vielen ehrenamtlichen Helfern zusammen. Eltern, Betreuern und Menschen mit Behinderung soll geholfen werden. In einem persönlichen Gespräch wird der Bedarf erhoben, die Möglichkeiten definiert, das persönliche Umfeld des Betroffenen eingeschätzt, um dann direkt vor zu Ort helfen.

Organisation, Schulung und Feingefühl

Heute sind beim FuD über 350 und in der OBA nochmals 100 Ehrenamtliche tätig. „Das bedeutet eine ganze Menge an Organisation, Schulung und zwischenmenschlichem Feingefühl, damit jeder seinen für ihn passenden Platz ausfüllen kann“, erklärt Zipf. Das Team an Hauptamtlichen ist bei der FuD und bei der OBA auf je fünf Teilzeitkräfte gewachsen. In der Ferienbetreuung wird um weitere 4 Teilzeitkräfte ergänzt.

Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Der große Erfolg der ersten 20 Jahre der OBA ist es, mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen – jenen Prozess mit anzustoßen, der sowohl in der UN-Konvention von 2008, wie auch unter dem Schlagwort Inklusion zu verstehen ist. Es geht um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft und am gesellschaftlichen Leben. Dieser Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen.

Leistungsträger sind Stadt, Landkreis und der Bezirk

Harry Zipf ist seit 1997 bei der Lebenshilfe München und erinnert sich noch gut an die Einführung der Pflegeversicherung und ihrer Reformen, die ja bis heute andauern. „So wurden die Betreuungsleistungen, etwa bei eingeschränkter Alltagskompetenz, von jährlich 460 Euro auf monatlich bis zu 125 Euro erhöht. Verbesserungen wurde in vielen Bereichen realisiert.

I bin Minga (München)

Es geht bei allen Leistungen und Verbesserungen immer um Geld und die Zuständigkeiten von Kostenträgern. Die Stadt München hat hier sehr früh sehr viel geleistet. Heute sind viele Bereiche auf den Bezirk Oberbayern übertragen. Die Stadt und auch der Landkreis München aber ’sind bis heute dran‘, wie etwa mit dem Aktionsplan „München wird Inklusiv“, der aktuell eine Neuauflage mit viel Bürgerbeteiligung erfährt.

Singles unter doppelter Belastung

München nimmt nicht nur eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der UN-Konvention ein, die Stadt hat auch strukturelle Herausforderungen. Im Gegensatz zum ländlichen Raum wohnen hier prozentual deutlich mehr Singles und nur sehr selten ist Familie im Sinne von Großfamilie ‚verfügbar‘. Für Alleinerziehende, die einen Menschen mit Behinderung begleiten, ist es doppelt schwer. Sie haben keinen Lebenspartner und eine familiäre Struktur ist nicht vorhanden bzw. nicht vor Ort. „Umso dringender brauchen wir hier die Angebote der OBA und des FuD, um für nötige Pausen und Auszeiten zu sorgen, einem Burnout vorzubeugen. Nicht zu vergessen sind lange Ferienzeiten, die sich mit beruflichen Urlaubsansprüchen nicht decken. Auch bei Krankheit oder gar einem Krankenhausaufenthalt ist immer wieder Unterstützung nötig,“ erklärt Harry Zipf.

Inklusion braucht Zeit und Struktur

Als positives Beispiel nennt Zipf den Mobilitätsservice der Stadt München und wünscht sich noch eine Ausweitung auf Abendstunden und Wochenenden. Selbst engagiert er sich im Behindertenbeirat der Stadt München und im Landkreis München. Die Stadt ihrerseits hat neben dem Behindertenbeirat mit Oswald Utz zudem noch einen sehr engagierten und mitunter kritischen Behindertenbeauftragten. Der erste Aktionsplan der Stadt, „München wird inklusiv“ ist mit seinen 35 Maßnahmen noch nicht abgeschlossen. „Inklusion braucht Zeit und Struktur und das geht nicht von heute auf morgen“, weiß Harry Zipf aus seiner 20jährigen Berufserfahrung bei der Lebenshilfe München.

Einrichtung für Kurzzeitwohnen für Kinder und Jugendliche

Er wünscht sich für München noch eine Einrichtung Kurzzeitwohnen für Kinder und Jugendliche. „Nur so können wir auf anstehende Probleme und sich zuspitzende Situationen auch reagieren. Hilfe muss häufig sofort geleistet werden und nicht erst Monate später.“ Begrüßen würde der engagierte Pädagoge auch einen Assistenz-Service für Menschen mit Behinderung. „Das könnte wie eine Kontaktbörse aufgebaut sein. Dabei müssten ‚Anbieter‘ geschult und registriert sein, um Sicherheit zu schaffen. Eine Aufwandsentschädigung wäre dabei sicher hilfreich.“

Link zum Original-Artikel:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2017/06/13/offene-dienste-der-lebenshilfe-muenchen/

Ein Salut für die Lebenshilfe München

(gsp) Ein Salutschuss der Böllerschützen ist eine Ehrenbezeugung zu besonderen Anlässen etwa ein Salut bei runden Geburtstagen oder bei kirchlichen Festen. Auch wenn die Bundeskanzlerin oder der Ministerpräsident zu Besuch im Festzelt der Gemeinde ist, schießen die Truderinger Böllerschützen ihren Salut. Mit einer Spende von 1000 Euro für die Interdisziplinäre Frühförderung München/ Feldkirchen haben sie jetzt einen Salut für die Lebenshilfe München gegeben.

Claudia Bihlmayer (l.) und Peter Puhlmann bedanken sich bei den ‚Original Truderinger Böllerschützen‘ für die Spende von 1000 Euro. Im Bild Christine Niedermeier vom Vorstand und Monika Fischer (r.) von der Stadtteilhilfe, die Teil des Vereins der Böllerschützen ist. – Foto: Volkmar Korsch

Beim Salut müssen alle im Gleichklang sein

„Ein Salutschuss ist dabei die schwerste Disziplin, denn alle müssen zur gleichen Zeit feuern“, erklärt Christine Niedermeier, die seit 1990, seit Gründung des Vereins, mit dabei ist. Seit 1993 darf sie selbst mit dem Handböller feuern und das ist nicht selbstverständlich. „Frauen blieben nämlich ursprünglich bei den Böllerschützen außen vor. Das haben wir kurzerhand in einer Mitgliederversammlung geändert“, und damit ist ‚die neue Zeit‘ auch bei den Böllerschützen angekommen, zumindest in München-Trudering.

10 Prozent werden gespendet

Ein aktives Vereinsleben mit 257 Mitgliedern weckte den Wunsch, sich auch gemeinnützig zu betätigen. Dazu gründete der Verein vor drei Jahren eine eigene Stadtteilhilfe, der Monika Fischer vorsteht. „Unsere Einnahmen erzielen wir bei Veranstaltungen, wie etwa unser Schlachtschüssel- oder Kesselfleischessen und aus Spenden. 10 Prozent unserer Einnahmen geben wir dann als Spende weiter, wie jetzt der Lebenshilfe München“, erzählt sie.

Das Spenden ist gar nicht so einfach

Dabei ist das Spenden gar nicht so einfach, wie die Böllerschützen erfahren mussten. „Als gemeinnütziger Verein kann man ’nicht einfach so‘ jemanden Bedürftigen Geld zukommen lassen. Die betreffende Person muss dazu anspruchsberechtigt sein und auch beim Bezug von Sozialleistungen ist das ein schwieriges Feld,“ erklärt der Kassier des Vereins, Michael Schmidt. So habe man die letzten Jahre in Senioreneinrichtungen und Kindergärten mit ‚Geschenkpaketen‘ geholfen und freut sich, jetzt auch was für die Lebenshilfe tun zu können.

Was leistet eine Frühförderung eigentlich?

Geschäftsführer Peter Puhlmann und Pädagogin Claudia Bihlmayer geben einen Einblick in die Arbeit der Frühförderung, die interessiert aufgenommen wird. Denn keiner der Schützen war bisher in der Einrichtung und hatte eine konkrete Vorstellung davon, was eine Frühförderung so leistet. Ganz allgemein aber, ist sich Einrichtungsleiterin Maria-Anna Link sicher, „ ist die inzwischen gesetzlich verankerte Aufgabe der Früherkennung und Frühförderung in der Gesellschaft angekommen.“

700 Münchner Familien wird geholfen

Dabei konzentriert sich die Arbeit nicht so sehr auf die Einrichtung, sondern bis zu 80 Prozent der Betreuung finden ‚außer Haus‘ statt, direkt bei den Eltern oder in Kindergärten. Dennoch ist die Frühfördereinrichtung der Lebenshilfe München in Feldkirchen gut besucht und ihre 36 Mitarbeiter stark gefordert. Insgesamt sind in und um München 100 MitarbeiterInnen der Lebenshilfe München für die Frühförderung unterwegs. Sie betreuen 700 Kinder und ihre Familien an vier Standorten, meist aber mobil in den Kindergärten oder direkt bei den Familien zuhause.

Eine Behinderung ist nicht immer gleich sichtbar

Claudia Bihlmayer gibt einen kurzen Einblick in die vielfältige Welt der Frühförderung. „Bei Bedarf betreuen wir von der Geburt an – vor allem bei Frühchen – bis in das Schulalter. Häufig aber merkt man erst mit zeitlicher Verzögerung, dass das Kind vermehrt Hilfe für eine gute Entwicklung braucht. Und die geschieht natürlich interdisziplinär, es wirken Ärzte, Pädagogen, Therapeuten und Psychologen zusammen – gemeinsam für das Wohl des Kindes. Dieser ganzheitliche Blick auf das Leben des Kindes ist es, der die Arbeit der Frühförderung so besonders und unerlässlich macht. Mit ihrer ganzheitlichen Hilfe verbessert Frühförderung nicht nur die gegenwärtige Situation eines Kindes, sie trägt insbesondere auch zu besseren Zukunftsperspektiven bei, zu einem Leben ohne Benachteiligung.“

Die Truderinger Böllerschützen sind gut vernetzt

Den Vorstand der Truderinger Böllerschützen freut es, dass ihre Spende an die Lebenshilfe München so einem direkten und praktischen Nutzen findet. Selbst ist der Verein mit etlichen Veranstaltungen und Kontakten von der Nordsee bis in die Alpen gut vernetzt und steht für gesellschaftliche Teilhabe. Ein Wunsch, der auch die Kinder der Frühförderung auf ihren Lebensweg begleitet. Volkmar Korsch, der ‚Mann für die Presse‘ bei den Original Truderinger Böllerschützen, sorgt mit seinen Berichten und einer kleinen Zeitung für die nötige Öffentlichkeitsarbeit.

Fundstück: Lebensfreude

Ein toller Song der Freude macht:

I c h   g e b e   d i r

Ich kann dir eine Stimme geben, Brot mit Rhythmus und Seele

Von dem Herzen eines Walliser Jungen der seine Heimat verloren hat

Bring es in Harmonie, lass die Wörter klingen

Trage deine Gedanken in den Liedern die wir singen

Ich gebe dir meine Noten, ich gebe dir meine Worte

Wenn deine Stimme sie in deinem Tempo wegführt

Eine schwache und gleichzeitig starke Schulter

Das, was ich mir ausdenke und das, was ich glaube

Ich gebe dir alle meine Verschiedenheiten

Alle die Mängel, die aber auch Chancen sind

Wir werden nie Standard sein, nie die gut bürgerlichen

Ich gebe dir das, was ich habe, das was ich wert bin

Ich kann dir die Kraft des Stolzes meiner Vorfahren geben

Den Willen weiter zu machen wenn ich tief getroffen bin

Was auch immer das Gefühl, wie auch immer der Weg

Es hilft mir von Tag zu Tag weiterzumachen

Ich gebe dir unsere Zweifel und unsere unsagbare Hoffnung

Die Fragen, die die Straßen in der Geschichte gelassen haben

Unsere Töchter sind braun und wir reden etwas laut

Und der Humor und die Liebe sind unsere Schätze

R  e  f  r  a  i  n 

Ich gebe dir, gebe, gebe das was ich bin

Ich kann dir Stimme gebe, Brot mit Rythmus und Seele

Ich gebe dir meine Noten, ich gebe dir meine Stimme

Die Lieder die ich liebe und die Geschichten, die ich erzählt habe

Das, was ich mir ausdenke und das, was ich glaube

Ich kann dir Wohlfühlgefühl geben auch wenn ich unten bin

Die Gründe, die mich tragen und diese blöde Hoffnung

Meine Stärke ist eine Plattform auf die du klettern kannst

Eine schwache und gleichzeitig starke Schulter

Ich gebe dir, ich gebe dir

Alles was ich wert bin, das was ich bin,

meine Begabungen, meine Fehler

meine schönsten Chancen, meine Unterschiede

Und hier geht’s zum Song:
https://www.youtube.com/watch?v=WQPC6q_lkCM