Helferkreis ermöglicht Musik- und Kunsttherapie

Der Fortbestand der Kunsttherapie in den Wohnstätten der Lebenshilfe München ist für 2017 in Obermenzing gesichert. Eine Spende von 750 Euro aus einem Helferkreis der katholischen Gemeinde „Leiden Christi“ hat in ihrem Adventsbasar das Geld gesammelt. Seit Jahren unterstützt dieser privat initiierte Kreis die Einrichtung der Lebenshilfe München, aber auch das Frauenhaus Bethanien, den Kindergarten und bedürftige Personen im Stadtviertel. Diese Summe wird von der Pfarrei um weitere 250€ aufgestockt, so dass sich die Einrichtung über eine Spende von insgesamt 1000€ freuen kann.

spende_pachen

Sie freuen sich über die Spende (v.l.): Paul Oberhofer, Carmen Loschko, Diethelm Mayr.

Einer der Initiatoren des Helferkreises, der sich seit 24 Jahren für direkte Hilfe vor Ort engagiert, ist Diethelm Mayr. „Wir freuen uns, dass wir mittlerweile mit jedem Adventsbasar über 5000 Euro erwirtschaften können. Das geht, weil wir alle zusammenhalten, alle ehrenamtlich arbeiten und den kirchlichen Gemeinschaftsraum kostenlos nutzen dürfen. Angefangen hatten wir mit einem Erlös von 1200 DM.
2017 will sich der Helferkreis ein letztes Mal zusammenfinden und dann die Arbeit in jüngere Hände legen. „Wir sind bis auf ein paar Ausnahmen alle zwischen 70 und 85 Jahre alt. Für den Adventsmarkt – für wir natürlich sein feierliches Ambiente schaffen – engagieren wir uns schon 14 Tage vorher. Das Einmachen von Marmelade (600 Gläser), das Flechten von Adventskränzen und anderer kleiner Kunstfertigkeiten wird das ganze Jahr über praktiziert“, erzählt Mayr.

„Armut und Not sind oft verdeckt“

Direkt vor Ort zu helfen ist für die Helfer ein Herzensanliegen. „Anfangs haben wir erst durch viel nachfragen und suchen bedürftige Menschen gefunden. Armut und Not sind in unserer Gesellschaft oft verdeckt. Heute freilich haben wir ein großes und gutes Netzwerk. Besonders freut es uns, wenn Menschen – etwa nachdem sie wieder Arbeit haben – etwas zurück geben. Und das kommt häufiger vor“, erzählt der Rentner. Geholfen werde übrigens über die Konfessionen und Weltanschauungen hinweg.

Bei der Lebenshilfe München bedeutet das Engagement des Helferkreises, dass in der Wohneinrichtung, in der 10 Menschen mit geistiger Behinderung leben, ein ganzes Jahr lang Angebote der Kunst- und Musiktherapie möglich sind, kostenlos für alle Bewohner. Darüber freut sich Einrichtungsleiter Paul Oberhofer. „Es verschafft unseren Bewohnern jenseits von sprachlichen Barrieren die Möglichkeit für den Ausdruck von Gefühlen und Empfindungen. Das ist für jeden persönlich wichtig und hilft auch im gemeinsamen Zusammenleben.“

Adventskalender bei der Lebenshilfe Frühförderung in Feldkirchen

Auf einen Smalltalk bei der Frühförderung der Lebenshilfe in Feldkirchen im Rahmen der Aktion AdventsKalender.

Auf einen Smalltalk bei der Frühförderung der Lebenshilfe in Feldkirchen im Rahmen der Aktion AdventsKalender.

In den Einrichtungen der Frühförderung der Lebenshilfe München werden aktuell 700 Kinder und ihre Familien betreut. Vor allem Kinder mit Lernschwierigkeiten, sprachlichen Schwierigkeiten, Wahrnehmungsproblemen, Kinder mit Verhaltensbesonderheiten und angeborenen Behinderungen. Sie werden in der Frühförderung von klein auf gefördert. Dafür arbeiten interdisziplinär – von der Erstberatung bis hin zur Förderung und Behandlung des Kindes – ganz unterschiedliche ‚Fachrichtungen‘ zusammen wie Psychologen, Heilpädagogen, medizinisch-therapeutische Mitarbeiter und die Kinderärzte der Kinder.

Die Frühförderung der Lebenshilfe München in Feldkirchen hat jetzt die Aktion ‚Adventskalender‘ der Gemeinde Feldkirchen genutzt, um die Bürger zu einem unkomplizierten Kennenlernen einzuladen. An jedem der Adventstage haben die Feldkirchener Gelegenheit, andere Einrichtungen, auch private Häuser, zu besuchen, auf einen ‚Smalltalk‘ oder einen Glühwein einfach mal vorbeizuschauen. Für Maria-Anna Link, Leiterin der Frühfördereinrichtungen, ein willkommener Anlass: „Unsere Arbeit verlagert sich zusehends in die Kindertageseinrichtungen. Mit den Eltern selbst gibt es dadurch weniger Kontakte. Die Aktion ‚Adventskalender‘ ist eine ausgezeichnete Möglichkeit dies zumindest in Feldkirchen zu ändern.“

Wer mehr zu den nächsten AdventsFenstern in Feldkirchen wissen möchte – einfach hier klicken –

Die Initiatoren, Thorsten Guhlke und Michael Schön, schreiben dazu:

Liebe Feldkirchnerinnen und Feldkirchner;
dieses Jahr möchten wir Sie zu einem neuen Brauch in Feldkirchen einladen. Andere Menschen treffen und neue Bekanntschaften knüpfen. Unter diesem Motto wird vom 01.12. bis einschließlich 23.12. jeden Tag ein anderes Adventsfenster geöffnet. Ab 19 Uhr werden dann Mitbürger vor der Haustür oder im Garten zusammen kommen, um gemeinsam ein paar Lieder zu singen und zu ratschen. Nach 1,5 – 2 Stunden ist ‚der ganze Spuk‘ wieder vorbei und am nächsten Tag geht es bei jemand anderem weiter.

Sie möchten mehr über die Frühförderung in Feldkirchen wissen?
Folgen Sie einfach dem Link.

https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2014/10/22/maria-anna-link-koordiniert-die-einrichtungen-der-fruhforderung-bei-der-lebenshilfe-munchen/

Neue Kampagne: I bin Minga

Die neue Kampagne „I bin Minga“ (Ich bin München)
setzt sich für Menschen mit Behinderung ein

„I bin Minga“ können knapp 1,5 Millionen Münchnerinnen und Münchner von sich sagen: große und kleine, dicke und dünne, alte und junge, weiße und schwarze, bayerische und preußische, arme und reiche, spießige und verrückte, behinderte und nicht behinderte – eben alle die hier leben und wohnen.

I bin Minga (München)

1,5 Millionen Menschen leben gemeinsam in unserer schönen Stadt und begegnen sich. Menschen, die 1,5 Millionen mal verschieden sind. Wussten Sie auch, dass in München 140.000 Menschen leben, die eine anerkannte Schwerbehinderung haben? In der Kampagne „I bin Minga“ lernen Sie vier von ihnen kennen. Auch für sie gilt: Sie lieben ihr München. „I bin Minga“ eben!

„I bin Minga“ ist eine gemeinsame Kampagne des Münchner Behindertenbeauftragten sowie von BIB, GLL, Lebenshilfe und der OBA-evangelisch in der Region München. Die Aktion wird vom Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefördert. Das Projekt entstand aus der Idee des Protesttages (5. Mai) auf dem Marienplatz heraus.

Leiter der Offenen Dienste der Lebenshilfe Müchen, Harry Zipf: „Wir waren 16 lange Monate im Gespräch, immer wieder. Auch das ganze Team von der OBA der Lebenshilfe hat sich mit engagiert. Letztlich kam diese Aktion zustande und wir freuen uns darauf.“

Die Videos sowie weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auch auf YouTube oder auf Facebook. Die kurzen ‚Einspieler“ sind auch in Münchner Kinos und Theater zu sehen. Die Clips sind bereits online gegangen und auf der Website – http://i-bin-minga.de/ – zu sehen.

videos_snap

 

Kinos und Theater die mitmachen:
Vorläufiger Stand 01.12.16

theaterkinos

 

Bitte helfen Sie mit!

Spendenkonto: IBAN: DE 69 700 205 00 000 78 77 900 / BIC: BFS WDE 33 MUE

Alina ist ein neugieriger Teenager. Wie die meisten ihrer Klassenkameraden
hatte die 15-Jährige einen schwierigen Start ins Leben.
Lange musste das Mädchen über eine Sonde ernährt werden,
aber heute kann sie – sorgfältig püriert – eigentlich alles essen.

Die Lebenshilfe München braucht eine neue Küche - bitte spenden Sie

Die Lebenshilfe München braucht eine neue Küche – bitte spenden Sie

Ihre Lieblingsmahlzeit: Schokopudding! Seit der ersten Klasse besucht Alina die Silvia-Görres-Schule und die angeschlossene Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) der Lebenshilfe München in der Neuherbergstraße.

Das heißt: Morgens haben die Schülerinnen und Schüler Unterricht und nachmittags besuchen sie die Heilpädagogische Tagesstätte. Zum Tagesprogramm gehören also auch die Mahlzeiten. In den Küchen unserer Gruppenräume ist deshalb immer etwas los. Hier wird das Essen frisch zubereitet und darüber hinaus gehört es zum täglichen Förderprogramm, den Schülern den Umgang mit Lebensmitteln nahe zu bringen. Die Mitarbeiter beziehen ganz bewusst Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen ein, wenn es darum geht, kleine Mahlzeiten zuzubereiten.

starstwo

Sie wissen: Es ist ein großer Schritt in Richtung Selbständigkeit, wenn Alina und ihre Freunde einen Schokopudding anrühren, Plätzchen backen oder Obstsalat zubereiten können. Unsere Küchen sind allerdings mehr als 30 Jahre alt. Die Möbel entsprechen keineswegs mehr den Anforderungen. Alle Holzteile, der Bodenbelag sowie die Fliesen müssen erneuert und Geräte ausgetauscht werden.

stars

Ohne Ihre Hilfe ist es nicht möglich, das notwendige Geld für die Modernisierung unserer Gruppenküchen aufzubringen. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, damit wir für die Kinder und Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf unsere Küchen auch in therapeutischer Hinsicht sinnvoll ausstatten können!

autogramms

Adresse:
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
St.-Quirin-Str. 13a / 81549 München / Tel.: 089 69347-0
Mail: info@lebenshilfe-muenchen.de
Homepage: http://www.lebenshilfe-muenchen.de
Spendenkonto:
IBAN: DE 69 700 205 00 000 78 77 900
BIC: BFS WDE 33 MUE

Danke für alle Spenden,
mit denen Sie uns im letzten Jahr geholfen haben,
unsere Arbeit erfolgreich fortzusetzen!

Wir sind für mehr als 2500 Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen da. Hier ein Überblick über unsere Einrichtungen:

Betreuung von Frühchen: Unser Nachsorgeprojekt „Harl.e.kin“ bietet individuelle, medizinische, psychosoziale und pflegerische Nachsorge für Frühgeborene und Risikokinder in der Zeit des Übergangs von der Kinderklinik nach Hause.

Frühförderungen: Heilpädagogische, psychologische Förderung und medizinische Therapien für Kinder mit Behinderung und Kinder, die von Behinderung bedroht sind.

Schulvorbereitende Einrichtung: Heilpädagogische Einrichtungen für Kinder mit Behinderung.

Schule: Förderzentrum mit Schwerpunkt geistige Entwicklung für Kinder und Jugendliche.

Tagesstätten: Kinder und Jugendliche werden hier in ihrer geistigen sowie emotionalen Entwicklung pädagogisch und therapeutisch begleitet und gefördert.

Familienunterstützende Dienste: Betreuung von Angehörigen und deren Kinder mit Behinderung in ihren Familien oder in den Räumen des Familienunterstützenden Dienstes. Darüber hinaus Ferienbetreuung für Kinder an unterschiedlichen Standorten in der Stadt.

Ambulant unterstütztes Wohnen: Erwachsene mit Behinderung werden in ihrer eigenen Wohnung unterstützt und begleitet.

Wohnstätten: Erwachsene Menschen mit Behinderung finden hier ein Zuhause.

Beratung: Eltern, Angehörige und gesetzliche Betreuer werden beraten und informiert.

Freizeit und Bildung: Die Offene Behinderten Arbeit bietet Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung Urlaubs-, Freizeit und Bildungsmöglichkeiten an Gruppenabenden, im Urlaub oder an Wochenenden.

 

Kunst und Musik für Menschen mit geistiger Behinderung

Angebote der Lebenshilfe München in den Wohneinrichtungen
Nonverbal, ohne Worte, sich mit Musik und Kunst ausdrücken

(gsp) Sie sitzen in einer kleinen gemütlichen Runde zusammen und singen Adventslieder, Kinderlieder, einfache Stücke (Gstanzl) und Volkslieder. Die Stimmung könnte nicht besser sein in dem großen, gemütlich eingerichteten Raum. Mit kleinen Rhythmusinstrumenten wird das musikalische Tète-à-tète unterstützt, Musiktherapeut David Westphäling gibt die Melodie auf seiner Gitarre vor. Es sind fast alle Bewohner der Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München in der Packenreiterstraße zusammen. Niemand möchte das Singen und Musizieren mit David missen.

Kommunikation nonverbal für
Menschen mit geistiger Behinderung

Musiktherapie bei der Lebenshilfe München mit David Westphäling

Musiktherapie bei der Lebenshilfe München mit David Westphäling

Er ist seit September 14-tägig in der Wohneinrichtung und seit Juli in der Hofbauernstraße. Einen ersten Zugang zu Menschen mit Behinderung fand er während seines Zivildienstes und hat dann Sozialpädagogik und Musiktherapie studiert. Besonders schätzt er bei den Bewohnern der Lebenshilfe-Wohneinrichtung ihre Kreativität, Ehrlichkeit und ihren Humor. Jeder Mensch finde seinen ganz eigenen Zugang zur Musik, ob beim Trommeln, Singen, Zuhören oder über ein Instrument. David Westphäling will die Runde für seine Gruppe frei und offen halten. „Sie haben ihre eigene Entscheidungskompetenz, finden ihren eigenen Ausdruck der Kommunikation – nonverbal, ohne Worte, mit Musik.“

Es ist aber mehr als eine fröhliche Runde, denn es hilft Menschen mit geistiger Behinderung besonders, wenn sie auf diesem ‚leichten Weg‘ lernen, aus sich herauszugehen. Musik baut Stress ab, lässt einen selbst Gefühle wahrnehmen, die sonst eher verborgen bleiben. „Man lernt neue Seiten an sich kennen“, sagt der Volksmund.

Musiktherapie und das eigene Ich

Der therapeutische Ansatz sieht es ähnlich. „Musik gibt die Möglichkeit, mit sich selbst in Kontakt zu kommen“, erläutert Paul Oberhofer, Leiter der Lebenshilfe Wohneinrichtung. Das ist in besonderer Weise für Menschen mit geistiger Behinderung ein sehr guter Ansatz. „Sie können sich nicht so gut ausdrücken, es fehlen die Worte. Auch fällt es ihnen schwerer, Situationen einzuschätzen, auch im Miteinander. Musik hilft da sehr“, ist sich Paul Oberhofer sicher.

Kunsttherapie für Gefühle und Stimmungen

Alle machen mit bei der Musiktherapie bei der Lebenshilfe München

Alle machen mit bei der Musiktherapie bei der Lebenshilfe München

Dabei hat Kunsttherapie in den Lebenshilfe-Wohngemeinschaften eine lange Tradition. Bereits vor 15 Jahren bot Lisa von Collas – damals im Rahmen eines Praktikums – in der Wohneinrichtung ‚Hofbauernstraße‘ erste kunsttherapeutische Sitzungen an, die seit dieser Zeit zum festen Programm der Lebenshilfe-Wohneinrichtung zählen. Im Haus verteilt hängen auch immer wieder die Kunstwerke der Bewohner. Sogar ein ganzes Badezimmer hat die Gruppe gestaltet. Lisa von Collas bekräftigt:

„Die Teilnehmer an der Kunsttherapie bekommen über das Malen Zugang zu ihren Gefühlen und Stimmungen. Sie zeigen sie in Bildern und sprechen auch manchmal darüber. Immer wieder bin ich aufs Neue erstaunt und erfreut über die poetischen Bilder, die da entstehen, die auch im Sinne von ‚Art Brut‘ oft hohe künstlerische Qualität haben. Den Teilnehmern, Menschen mit geistiger Behinderung, gelingt es sehr unmittelbar, ihren Gefühlen und Gedanken Ausdruck zu verleihen.“

Hilfe zur Selbsthilfe geben

Die Gruppengröße wird klein gehalten, bis maximal vier Teilnehmer. Es war darum früh nötig, eine zweite Gruppe zu eröffnen. Lisa von Collas beobachtet über die Jahre auch eine Veränderung bei den Kursteilnehmern. „Manche schaffen es heute ganz schnell ‚umzuschalten‘, sich auf die Arbeit, auf ihren eigenen kreativen Prozess zu konzentrieren. Es ist schön das zu beobachten.“ Überhaupt beobachtet Lisa viel, lässt die Teilnehmer selbst gewähren, greift nur gelegentlich ein, gibt Hilfe zur Selbsthilfe.

Kunsttherapie bei der Lebenshilfe München mit Lisa von Collas und Elisabeth Manus

Kunsttherapie bei der Lebenshilfe München mit Lisa von Collas und Elisabeth Manus

„Malen, künstlerisches Gestalten hilft in der Reflexion eigener Gedanken und Empfindungen und auch über die Kurse hinaus ist Raum sich hier zu entfalten, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Das hilft unseren Bewohnern sehr“, freut sich Paul Oberhofer.

Die ‚Dritte im Bunde‘ ist Elisabeth Manus. Seit einigen Monaten ist sie als Kunsttherapeutin in der Schmaedel- und in der Packenreiterstraße tätig.

Elisabeth Manus sagt über ihre kunsttherapeutische Arbeit: „Immer wieder staune ich über die Ideen und den Eifer, mit denen die Teilnehmer bei der Sache sind.“

Kunsttherapie mit dem Alltag verknüpfen

In der Schmaedelstraße findet die Kunsttherapie an einem Esstisch statt, in der Packenreiterstraße an einem großen Tisch im Wohnzimmer, also im direkten Lebensumfeld der Bewohner. Das mache es leicht, die Kunsttherapie mit dem Alltag der Teilnehmer zu verknüpfen.

Dabei spielen oft Ereignisse aus dem Alltag der Teilnehmer und der Wechsel der Jahreszeiten eine wichtige Rolle. Sie geben Impulse für die Auswahl der Themen. Im August hat die Gruppe Sonnenblumen gemalt und im Herbst Drachen gebastelt. Zurzeit gestalten sie Holzscheiben als Fliegenpilze und Sterne.

Unterschiedliche Materialien setzen neue Reize

Ein Highlight war für alle das sommerliche Kirschenmalen. Die Kirschen wurden zuerst sehr intensiv betrachtet und während des Malens dann genüsslich verspeist. „Kunsttherapie ist (Er-) leben mit allen Sinnen. Das gemeinsame schöpferische Tun in der Gruppe stärkt das Selbstwertgefühl und die Fähigkeit zur Kommunikation.“

Spenden ermöglichen das Angebot

Gute Stimmung bei der Musiktherapie bei der Lebenshilfe München

Gute Stimmung bei der Musiktherapie bei der Lebenshilfe München

Paul Oberhofer leitet alle drei Wohneinrichtungen der Lebenshilfe (Hofbauernstraße, Packenreiterstraße, Schmaedelstraße). Er legt Wert darauf, dass die Gruppe ‚echte Materialien‘ aus dem Kunsthandel verwendet. „Unsere Therapieabende wurden teils durch die Stiftung der Lebenshilfe München und gegenwärtig direkt über Spenden finanziert. Damit ist das Angebot für die Bewohner kostenlos. Anfangs hatten wir 10 Euro als Kostenbeteiligung erhoben. Das aber hat wieder einige Bewohner ausgegrenzt, weil sie nur ein sehr kleines Budget haben. Wir wollen das Angebot aber für alle offen halten und sind froh über die Spenden, die Unterstützung für dieses tolle Angebot.“

Dabei hatte Oberhofer an das Musik-Therapieangebot zunächst eine andere Erwartung. „Ich dachte, dass sich unsere Bewohner gut auf den Rhythmus der Musik einstimmen. Das stimmt aber nur zum Teil, denn sie singen viel lieber, haben große Freude daran. Auch haben wir mit David Westphäling jemanden gefunden, der sich gut auf die Gruppe einlassen kann. Hier stimmt die zwischenmenschliche Harmonie.“

Mit Musiktherapie die Stimmungen aufgreifen

David will das in der Musik Erlebte – die Emotionen, Erinnerungen und Assoziationen – mit den Bewohnern gemeinsam verbalisieren. „Das Medium greift zwar nonverbal, eine verbale Aufarbeitung aber ist wünschenswert wo es möglich und sinnvoll ist.“ Neben dem Singen arbeitet Westphäling in beiden Gruppen mit Trommelrunden und der ‚Verklanglichung‘ von Stimmungen nach Jahreszeiten und Themen. Es gehe hierbei etwa auch um Konflikte unter Bewohnern, einer Abgrenzung untereinander und das Wahrnehmung von Bedürfnissen.

Reisegruppe der Lebenshilfe besucht MdB Florian Hahn in Berlin

Mit dem Zug startete eine 15köpfige Reisegruppe der Lebenshilfe von München zu einer Bildungsfahrt nach Berlin. Vier Begleiter waren mit von der Partie und man hatte sich einiges vorgenommen. Sie folgten einer Einladung von MdB Florian Hahn, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung der Lebenshilfe München.

#lebenshilfe, #münchen, # berlin, #reichstag

Die Reisegruppe der Lebenshilfe München vor dem Reichstaggebäue in Berlin

Bei zwei Übernachtungen blieb der Montag als ganzer Tag in Berlin. Und natürlich waren alle gespannt auf das Reichstaggebäude am Platz der Republik, mit seiner markanten großen gläsernen Dachkuppel. Im Plenarsaal gab es zunächst einen Vortrag darüber, wie Politik in Deutschland funktioniert, über Aufgaben und Funktionen des Deutschen Bundestages. Erläutert wurden Aufgaben, Arbeitsweise und Zusammensetzung des Parlaments sowie die Geschichte und Architektur des Reichstaggebäudes.

Mit Audio-Guide und leichter Sprache war die Reisegruppe der Lebenshilfe München dann später in der Kuppel auf dem Reichstag unterwegs. Der elektronische Kuppelführer erzählt in 20 Minuten alles Wissenswerte über das Reichstagsgebäude und seine Umgebung, den Deutschen Bundestag, die parlamentarische Arbeit und die Sehenswürdigkeiten Berlins.

Zuvor durchlief die Gruppe Sicherheitskontrollen wie man sie etwa auch von Airports kennt. Auf Sicherheit wird streng geachtet und jeder Besucher muss angemeldet und registriert sein. Natürlich hatte sich MdB Florian Hahn für die Reisegruppe Zeit genommen. „Dabei beantwortete er gerne Fragen,“ erzählt Harry Zipf, Leiter der Offenen Dienste. „Etwa danach, ob der Bundestag denn noch was für eine Verbesserung des Bundes-Teilhabegesetzes unternimmt.“ MdB Florian Hahn erzählte auch viel von seiner Arbeit. Sie sei in weiten Teilen von Sitzungen, Anhörungen und Besprechungen geprägt. „Palaverrunden also“, waren sich die Besucher aus München schnell einig und lachten, weil sie sehr wohl verstanden, dass es in der Bundespolitik um wichtige Dinge geht.

Auf dem Programm der Bildungsreise durch Berlin unternahm die Gruppe der Lebenshilfe München eine Bootsfahrt auf der Spree und erkundeten mit zwei Buslinien (100 und 200) die Innenstadt, besuchten das Olympiastadion und das KaDeWe (Kaufhaus des Westens). „Wir waren froh, mit vier Begleitern dabei zu sein. Allein das häufige Ein- und Aussteigen bei den Bussen erforderte immer höchste Konzentration und Aufmerksamkeit. Zeitweise kamen wir dabei sogar in den Berufsverkehr,“ erzählt Harry Zipf.

Lebenshilfe dankt dem Engagement der Bundeswehr

Mehr Fotos finden Sie unter: 
Impressionen-Benefizkonzert-Lebenshilfe
lebenshilfe_putzbrunn_7341

Rainer Hölzgen (Vorstand der Stiftung Lebenshilfe München), Hermann Zimmermann (Vorstand Lebenshilfe e.V.), Edwin Klostermeier (Bürgermeister Putzbrunn), MdB Florian Hahn (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebenshilfe München), Maximilian Riedel (Lebenshilfe) und Peter Puhlmann (Geschäftsführer Lebenshilfe).

MdB Florian Hahn und Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung der Lebenshilfe München bedankte sich bei Oberstleutnant Karl Kriner für das musikalische herausragende Konzert des Bundeswehrmusikkorps im Bürgerhaus von Putzbrunn. Ein herzlicher Dank ging auch an den Bürgermeister der Gemeinde Putzbrunn, Edwin Klostermeier, der den großen Saal im Bürgerhaus für diese Veranstaltung kostenlos zur Verfügung stellte. Der Reinerlös des Konzertes geht direkt an die Stiftung der Lebenshilfe München und kommt Menschen mit geistiger Behinderung zugute. „Es gibt immer Projekte die über das hinausgehen, was der Kostenträger als Leistung anerkennt. Dafür ist das Engagement von Eltern, Ehrenamtlichen und Förderern wichtig“, bekräftigt MdB Florian Hahn.

Benefizkonzert des Gebirgskoprs der Bundeswehr für die Lebenshilfe München

MdB Florian Hahn bedankt sich bei Oberstleutnant Karl Kriner und seinem Orchester für die meisterhafte Darbietung des Benefizkonzertes des Gebirgskorps der Bundeswehr für die Lebenshilfe München.

Bei der Lebensilfe München sind das aktuell etwa ein großer Freizeitgarten, der vor allem älteren Bewohnern zugute kommen soll. In Putzbrunn ist zudem eine bauliche Erweiterung geplant, denn dem wachsenden Anteil von Rentnern unter den Menschen mit geistiger Behinderung muss entsprochen werden. Der Grundsatz ‚fordern und fördern‘ gilt auch im Alter. Ein weiteres laufendes Projekt ist die Renovierung und Neugestaltung der Lebenshilfe-Einrichtung bei der Hachinger Talschule, nämlich die Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) und das Förderzentrum für geistige Entwicklung. 

Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr unter Leitung von Oberstleutnant Karl Kriner eröffnete das Konzert mit dem Marsch „Klar zum Gefecht“. Der Komponist Hermann Ludwig von Blankenburg gilt mit 1200 komponierten Militärmusikstücken als der deutsche „Marschkönig“. Karl Kriner führte jedes Stück mit einigen Hinweisen zur Interpretation ein und gab dem Publikum so ein besseres Verständnis. Die über 50 Musiker inszenierten mit Blechblasinstrumenten, mit Trommeln, Pauken und anderen Instrumenten ein perfektes Zusammenspiel. Die Darbietung des Orchesters verlieh auf eindringliche musikalische Weise dem Toben und Wüten des Teufels, seiner Hexen und Dämonen musikalischen Ausdruck, die sich freilich letztlich der göttlichen Macht beugen müssen. 

Das Konzertprogramm:

  • Klar zum Gefecht: Hermann Ludwig von Blankenburg
  • Ouvertüre zur Oper „Hänsel und Gretel“: Engelbert Humperdinck
  • Eine Nacht auf kahlem Berge: Modest Mussorgsky
  • Durch Nacht zum Licht: Emil Laukien
  • Teufelstanz: Josef Hellmesberger
  • Seeteufel Graf Luckner Marsch: Karl Heyer
  • The Devil’s Tower: Thomas Doss
  • Teufelszunge: Rolf Schneebigl/ Walter Scholz
  • Beauty and the Beast: Howard Ashman/ Alan Menken
  • Kaiser Franz Josef I. Rettungs-Jubelmarsch: Johann Strauß

Es musizierte das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr unter Leitung von Oberstleutnant Karl Kriner.

Übrigens werden für den Militärmusikdienst der Bundeswehr junge Musiker gesucht. „Militärmusiker, ein Beruf mit Zukunft“ heißt es in dem Infoflyer. Geboten werde dabei eine gute Ausbildung, ein geregeltes Einkommen von Beginn an, viele Fortbildungsmöglichkeiten und eine echte Perspektive für eine berufliche Zukunft. Weitere Informationen sind zu finden unter: www.bundeswehr-karriere.de

Impressionen Benefizkonzert Lebenshilfe

Das Gebirgskorps der Bundeswehr hielt zugunsten der Stiftung der Lebenshilfe München ein Benefizkonert im Bügerhaus der Gemeinde Putzbrunn

Viele begeisterte Zuhörer, ehrenamtliche Helfer und auch die Gemeinde Putzbrunn unterstützten den Event am 17. November 2016

Die Lebenshilfe München sagt „DANKESCHÖN“

I  M  P  R  E  S  S  I  O  N  E  N  –   Bericht folgt
… auf die Fotos klicken … für volle Größe

 

 

Fotos: Gerd Spranger

Lebenshilfe setzt auf ein besseres Bundesteilhabegesetz

Lesen Sie dazu auch den Artikel vom 07. November:
Lebenshilfe demonstriert in Berlin

Die Lebenshilfe setzt auf wesentliche Änderungen bei dem
Bundesteilhabegesetz (BTHG) und Dritten Pflegestärkungsgesetz (PSG 3)

„Teilhabe statt Ausgrenzung“ – Unter diesem Motto haben am 7. Nov. 2016 über 7000 Menschen am Brandenburger Tor anlässlich der Anhörung zum Bundesteilhabegesetz demonstriert.

Lebenshilfe demonstriert in Berlin

Die Lebenshilfe demonstriert mit 7000 Menschen in Berlin

Bei diesen Punkten hofft die Bundesvereinigung der Lebenshilfe noch auf Verbesserungen des BTHG. „Es ist wahrscheinlich, dass dies die Punkte sind, zu denen aus den verschiedenen Fraktionen noch Änderungsanträge eingehen werden“, heißt es im jüngsten Newsletter:

  • die Schnittstelle der Eingliederungshilfe zur Pflege,
  • die Ausweitung des § 43 a SGB XI
  • Trennung der Leistungen
  • die Stärkung des Wunsch- und Wahlrechts und die Kritik an einer verpflichtenden gemeinsamen Inanspruchnahme von Leistungen
  • die Regelungen zu Einkommen und Vermögen
  • Form und Umfang und ggf. Ausweitung auf die Ausbildung des Budget für Arbeit
  • Schiedsstellenfähigkeit der Leistungsvereinbarungen
  • die Voraussetzungen für alternative Anbieter
  • eine Stärkung der Schwerbehindertenvertretung
  • die Erhöhung der Ausgleichsabgabe für Arbeitgeber
  • die Ausstattung einer unabhängigen Teilhabeberatung
  • die ÖPNV-Erstattung für die Freifahrt mit dem Schwerbehindertenausweis
  • die Verbesserung der Teilhabe in der Bildung
  • der Ausschluss von Asylbewerbern.

Die Lebenshilfe sei weiterhin in der Interessenvertretung aktiv und mit ihren Forderungen ständig im Gespräch mit Abgeordneten. Es solle auch vor Ort und auf Landesebene deutlich gemacht werden, wie wichtig die Forderungen sind. „Die Kampagne über den Sommer hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Kraft die Lebenshilfe entfaltet und wie sie sich Gehör verschaffen kann“, bekräftigt Bundesgeschäftsführerin Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust.

10 Laptops für die Lebenshilfe München

Salesforce stiftet 10 Laptops für die Lebenshilfe München.

Salesforce stiftet 10 Laptops für die Lebenshilfe

Einmal mehr unterstützt Salesforce die Lebenshilfe München. Das in San Francisco ansässige Unternehmen mit deutschem Headquarter in München hat soziales Engagement zum Konzept erhoben (siehe Link). 10 Laptops gehen an die Lebenshilfe, worüber sich Harry Zipf, Leiter der Offenen Dienste, sehr freut. „Wir setzen sie in der Frühförderung, in der Heilpädagogischen Tagesstätte ebenso ein, wie bei uns in der OBA. Unter anderem vertiefen und verbessern wir den Umgang mit ‚Leichter Sprache‘, dabei sind die Laptops eine große Hilfe. Auf dem Foto zu sehen (v.l.): Harry Zipf mit Sonja Ockenfels und Eli Reut von Salesforce München.

Lebenshilfe demonstriert in Berlin

Forderung nach voller Teilhabe statt Ausgrenzung
Petition an den Bundestag übergeben

Die Lebenshilfe hat zu einer großen Demonstration in Berlin aufgerufen. Menschen mit Behinderung demonstrieren vor dem Brandenburger Tor für ihre Rechte. Aus allen 500 Orts- und Kreisvereinigungen haben sich über 4000 Teilnehmer angemeldet. Dabei ist die Anreise für Menschen mit Behinderung für die dreistündige Demo eine echte Herausforderung. Und doch demonstrierten dann weit mehr als 7000 Menschen in Berlin für ihre Rechte, für mehr Gleichstellung und Teilhabe statt Ausgrenzung – für ein gerechtes Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III und überreichten mehr als 150.000 Unterschriften.

“Diese 151.698 Unterschriften sind ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung – und für mehr Teilhabe“, sagte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Die Unterschriften übergab sie um 14.30 Uhr an die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese (MdB) und den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Dr. Edgar Franke (MdB).

Ein gerechtes Bundesteilhabegesetz

Der Ärger richtet sich gegen das neue Bundesteilhabegesetz, über das an diesem Tag im Fachausschuss beraten wurde. Es soll bereits im Dezember vom Bundestag verabschiedet werden. „Dabei sind von den rund 860.000 Eingliederungshilfe-Berechtigten über 500.000 Menschen mit einer geistigen Behinderung. Das wird häufig vergessen“, heißt es in der Pressemitteilung der Lebenshilfe.

Das Gesetz darf keine Menschen benachteiligen

Mit Foto-Grüßen der Lebenshilfen auf Großleinwand haben sich die Teilnehmer bei nass-kaltem Wetter schon mal eingestimmt. Ulla Schmidt, MdB und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages – und zugleich Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe – begrüßte die Gäste und machte deutlich: „Teilhabe ohne Ausgrenzung muss für alle gelten und dazu braucht es auch die richtigen Gesetze und Rahmenbedingungen.“

Barbara Stamm fordert die Behindertenrechtskonvention ein

Für den nötigen Nachdruck gegenüber den Entscheidungsträgern bei der Anhörung im Bundestag soll die Petition Sorge tragen. Die Gesetzentwürfe sind aus Sicht der Lebenshilfe inakzeptabel. Mehr als 150.000 Menschen haben ihre Unterschrift gegeben, damit „nicht ein bisschen Teilhabe, sondern Teilhabe voll und ganz“ umgesetzt wird, wie Barbara Stamm, Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern und Präsidentin des Bayerischen Landtags, in ihrer Rede forderte.

Ramona Günther, Mitglied im Rat behinderter Menschen und im Bundesvorstand, unterstrich die Bedeutung von Selbstbestimmung und individueller Lebensführung für Menschen mit Behinderung. Agi Palm, Mitglied im Bundeselternrat und Mutter einer jungen Frau mit schwerer Mehrfachbehinderung, forderte gute Wohnmöglichkeiten für alle aufrecht zu erhalten. Die aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Demonstranten unterstützten diese Forderungen an die Politik: Für ein gutes Bundesteilhabegesetz sind Änderungen unabdingbar!

Mehr Infos zu den Forderungen der Lebenshilfe im Detail unter: https://www.lebenshilfe.de/bthg/ und unter: www.lebenshilfe.de

Über die Lebenshilfe in Deutschland

Die 509 Orts- und Kreisvereinigungen der Lebenshilfe mit rund 130.000 Mitgliedern sind Träger oder Mitträger von 4200 Diensten, Einrichtungen und Angeboten für Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung. In Frühförderstellen, (meist integrativen) Kindergärten und Krippen, Schulen und Tagesförderstätten, Werkstätten, Fortbildungs- und Beratungsstellen, Sport-, Spiel- und Freizeitprojekten, Wohnstätten und Wohngruppen sowie Familienentlastenden Diensten werden zirka 170.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefördert, betreut und begleitet.
Rund 60.000 hauptamtliche und etwa 15.000 ehrenamtliche Mitarbeiter(innen) der Lebenshilfe sind mit diesen Aufgaben betraut. Angehörige von Menschen mit Behinderung können sich in Elterngruppen austauschen, behinderte Menschen selbst arbeiten immer stärker in den Vorständen und anderen Gremien der Lebenshilfe mit. Die 16 Landesverbände der Lebenshilfe und die Bundesvereinigung Lebenshilfe sind in der Beratung, Fortbildung und Konzeptentwicklung tätig und vertreten die Interessen behinderter Menschen und ihrer Familien gegenüber den Ländern bzw. der Bundespolitik.

Lebenshilfe-Preis BOBBY: „Nur eine Handvoll Leben“

Ulla Schmidt: „Der Film macht Eltern Mut, ihr behindertes Kind anzunehmen“

Verleihung des Bobby 2016 - Medienpreis der Lebenshilfe Anette Frier erhält den Preis von der Lebenshilfe Bundesvorsitzende Ulla Schmidt für den WDR Film "Nur eine Handvoll Leben" Preisverleihung im KölnSky in Köln am 03.11.2016

Anette Frier erhält den Preis von der Lebenshilfe Bundesvorsitzende Ulla Schmidt für den WDR Film „Nur eine Handvoll Leben“ Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe, Thilo Schmülgen“.

Köln. Annette Frier hat heute in Köln den BOBBY 2016 für ihre beeindruckende schauspielerische Leistung in dem WDR-Fernsehfilm „Nur eine Handvoll Leben“ erhalten. Der Medienpreis der Lebenshilfe würdigt den sensiblen Umgang der TV-Produktion mit dem Thema Pränataldiagnostik. „Der Film macht Eltern Mut, ihr behindertes Kind anzunehmen. Er setzt ein Zeichen für das Leben, lässt aber auch andere Sichtweisen und Haltungen zu und kommt dabei ohne moralischen Zeigefinger aus“, so Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

„Nur eine Handvoll Leben“ zeigt, wie Eltern von einem Moment auf den anderen vor die Entscheidung über Leben und Tod gestellt werden. 3,2 Millionen Zuschauer fieberten am 23. März 2016 im Ersten zur besten Sendezeit vor den Bildschirmen mit – und fragten sich: Was würde ich tun? Am Ende entscheidet sich die Mutter, gespielt von Annette Frier, gegen einen Schwangerschaftsabbruch: Ihr Kind mit dem Gendefekt Trisomie 18 soll selbst bestimmen können, ob es leben will.

„Was werdende Eltern über Pränataldiagnostik
unbedingt wissen sollten“

Hauptdarstellerin Annette Frier verkörpert die Mutter so überzeugend, dass ihr die Zuschauer gebannt auf Schritt und Tritt folgen: von der niederschmetternden Diagnose bis zum Entschluss, das Kind auszutragen, um schließlich seinen Tod gemeinsam in der Familie zu betrauern. Bei der Preisverleihung vor rund 100 geladenen Gästen im KölnSKY sagte Annette Frier, die selbst Mutter von Zwillingen ist: „Ich habe das Drehbuch in einem Rutsch gelesen. Alle paar Jahre gibt es Rollen, die solch‘ großen Geschenke sind.“ Unzählige E-Mails hätten sie nach der Ausstrahlung erreicht. Davon eine aus einem Krankenhaus, in der stand: „Heute hat eine Schwangere ihren Abtreibungstermin abgesagt. Sie hat gestern Abend Ihren Film gesehen.“

In „Nur eine Handvoll Leben“ erfährt ein Millionen-Publikum, was werdende Eltern über Pränataldiagnostik unbedingt wissen sollten. Ulla Schmidt: „Damit leistet der Film im wahrsten Sinne des Wortes Lebenshilfe und hat eine überaus wichtige gesellschaftliche Diskussion im Sinne behinderter Menschen vorangebracht.“

Der BOBBY wird gefördert von der Aktion Mensch und der Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge, den Versicherern im Raum der Kirchen.

Lesen Sie auch von der Bobby-Verleihung in München an den FC Bayern:
Lesen Sie hier (klicken!)

Ein Wechsel der Paradigmen bei der Pflegeversicherung

– Lebenshilfe München informiert in mehreren Seminaren –

Der Informationsabend der Lebenshilfe München am 27. Oktober zu den Änderungen bei der Pflegeversicherung durch das Pflegestärkungsgesetz II war komplett ausgebucht. Ein zweiter Termin ist bereist für den 15. November angesetzt, zu dem der Landesverband der Lebenshilfe Bayern ebenfalls in die St. Quirin Straße in München-Giesing einlädt. Das Thema ist brandaktuell, denn ab dem 01. Januar 2017 gelten für den Bezug von Leistungen aus der Pflegeversicherung völlig neue Bedingungen. Am 25. Januar gibt es einen weiteren Termin mit der Lebenshilfe München in Kooperation mit der AOK.  Weiterlesen

Südkorea lernt von der Lebenshilfe München

Strukturen und Förderprogramme sollen aufgebaut werden

Südkorea lernt von der Lebenshilfe München und besucht mit einer Delegation die Zweigniederlassung der Lebenshilfe-Werkstatt in Putzbrunn. Links der Übersetzer und Leiter der Delegation Dr. Seung-Ryong Kim, mit dem Leiter der Werkstatt (mitte) Dietmar Krinninger und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann (rechts).

Südkorea lernt von der Lebenshilfe München und besucht mit einer Delegation die Zweigniederlassung der Lebenshilfe-Werkstatt in Putzbrunn. Links der Übersetzer und Leiter der Delegation Dr. Seung-Ryong Kim, mit dem Leiter der Werkstatt (mitte) Dietmar Krinninger und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann (rechts).

(gsp) In Deutschland tritt der Staat als Leistungsträger und soziale Organisationen, wie etwa die Lebenshilfe München, als Leistungserbringer auf, wenn es um die Begleitung, Förderung und Integration von Menschen mit Behinderung geht. Ein System und Miteinander, das sich seit über 60 Jahren bewährt hat. Bei der Lebenshilfe München machen sich Delegationen aus ‚Fernost‘ immer wieder gerne ein Bild über das Geleistete. Von Interesse sind ebenso die Strukturen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Jetzt war wieder eine Gruppe aus Südkorea zu Gast, mit vier Berufsschullehrern und Vertretern der Integrationsbehörde und der nationalen Arbeitsagentur. Hier sind Leistungserbringer und Leistungsträger in staatlicher Hand vereint.   Weiterlesen