Unterstützung für den pädagogischen Fachdienst der Lebenshilfe

Die Lebenshilfe ist ein Inklusions-Treiber

Fünf Jahre wurde daran gearbeitet und seit 13 Jahren ist sie auch in Deutschland geltendes Recht, die UN-Behindertenrechtskonvention. Eines ihrer zentralen Anliegen ist die Inklusion, die Einbindung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen. Ein Prozess der auch heute, 20 Jahre später, nicht abgeschlossen ist und immer wieder neue Herausforderungen setzt. Ein Mitgestalter und Förderer dieser Entwicklung sind die Lebenshilfen in Deutschland, und auch in München wird dieser Prozess aktiv vorangetrieben. In speziellen Wohngruppen wird ein möglichst selbständiges Leben trainiert, in Wohngemeinschaften wird es komplex umgesetzt und auch in betreuten Einrichtungen, wie etwa am Willinger Weg, geht man neue Wege.

Damit der Prozess weitergeführt und parallel dazu immer auch das Feedback der Betroffenen maßgebend ist, hat sich ein Team aus Geschäftsführung, Bereichsleitern, Einrichtungsleitern und Vertretern der Bewohner gebildet. Hier gibt es mit Sabrina Kupka jetzt Verstärkung. Die Heilerziehungspflegerin mit abgeschlossenem Studium für „Management Sozialer Innovationen“, unterstützt jetzt als pädagogischer Fachdienst im Willinger Weg und in der St. Quirin-Straße. Sie ist seit Jugend auf mit dem Elternverein verbunden, hat in der Lebenshilfe Biberach ihre Ausbildung durchlaufen, wechselte dann aber zur Stiftung Pfennigparade, ein Sozialunternehmen für die aktive Rehabilitierung von Menschen mit Behinderungen. Dort leistete sie ein Praktikum, arbeitete als Werkstudentin und absolvierte ihr Studium. Danach blieb sie zwei Jahre als Wohnbereichsleitung bei der Pfennigparade.

„Die Dinge für Menschen mit Behinderung
hin zum Besseren zu bewegen“

Seit erstem Oktober ist sie wieder zur Lebenshilfe zurückgekehrt und freut sich neues Wissen und Erfahrungen einbringen zu können. Begleitend zu ihrer Arbeit studiert die 29jährige bereits wieder, möchte ihr Studium noch mit einem Masterabschluss krönen. „Letztlich geht es immer darum, die Dinge für Menschen mit Behinderung zum Besseren hin zu bewegen. Das ist einerseits ein gesellschaftlicher Prozess, beginnt aber immer mit dem direkten Lebensumfeld der Betroffenen und reicht hinein bis in den beruflichen und privaten Bereich.“

Vor allem München habe viel zu bieten. Es gibt viele Gruppen und Initiativen bürgerschaftlichen Engagements. Auch im Umfeld der Lebenshilfe-Wohneinrichtung am Willinger Weg und in der St.-Quirin-Straße. „Inklusion heißt Ressourcen zu nutzen, ob in der Nachbarschaft, bei Initiativen oder in Vereinen.“ Allerdings sind diese Möglichkeiten aufgrund der Corona-Beschränkungen stärker denn je eingeschränkt, selbst der Besuch der Lebenshilfe-Werkstätten ist für die Meisten seit vielen Monaten nicht mehr möglich, da für Wohneinrichtungen noch strengere Bedingungen gelten.

„Jeder Mensch hat seine ganz eigene Prägung“

Umso mehr ist die Arbeit in den Einrichtungen wichtig. „Und hier merkt man schnell, dass jeder Mensch seine eigene Prägung und Gemütslage hat und die wechselt täglich mehrfach“, erzählt Sabrina Kupka. „Man weiß darum nie wirklich, was einem am nächsten Tag in der Arbeit erwartet, aber das macht es auch spannend“ Hoffnung machen ihr aktuell die Impfungen innerhalb der Lebenshilfe-Einrichtungen. Das gäbe auch für den Besuch der Werkstatt wieder gute Perspektiven und ist für die Bewohner ein echter Hoffnungsschimmer. Insgesamt müsse man den Gruppen ein wirklich gutes Zeugnis ausstellen. „Sie ziehen all die Einschränkungen konsequent durch und beweisen viel Willensstärke. Mit Empathie und Einfühlung meistern wir dann auch schwierige Phasen“, ist sich die Heilerziehungspflegerin und Bachelor of Arts sicher.

Wer hat den besten Spruch?!

Seit Jahrzehnten bemüht sich die Landeshauptstadt München für Menschen mit Behinderung lebensfreundlicher zu gestalten. Betroffen sind alle Lebensbereiche, vom Wohnen über den Öffentlichen Nahverkehr bis hin zur Barrierefreiheit von öffentlichen Einrichtungen. Ein Prozess, für den auf vielen Ebenen gearbeitet wird. Für ein vertieftes Bewusstsein der Anliegen in der Öffentlichkeit sorgen immer wieder Aktionen, Kampagnen und öffentliche Auftritte. Für die jüngste Mitmach-Aktion „ausnahmslos barrierelos“, ist man auf der Suche nach den besten Sprüchen.

Das Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in München (www.muenchen-wird-inklusiv.de) will das Thema Barrierefreiheit thematisieren. Das Sozialreferat der Landeshauptstadt München hat dafür eine eigene Webseite bereitgestellt. „Schick uns deinen Spruch: Was ist ein barrierefreies Leben?“ fordert es zur Teilnahme auf. Welche Barrieren müssen verschwinden, damit jeder von uns an allen Bereichen des Lebens teilhaben kann? Was braucht es, damit auch Menschen mit Behinderungen ihren Alltag ohne fremde Hilfe gestalten können?

„Senden Sie ihren Spruch zum Thema ‚barrierefreies Leben‘ ein“, wird aufgefordert. Weiter heißt es: „Ausgewählte Sprüche werden im Sommer öffentlichkeitswirksam auf Plakaten und Postkarten präsentiert und in einem hochwertigen Notizbuch veröffentlicht. Mit etwas Glück kannst du das Notizbuch dann gewinnen.“
Einsendeschluss ist der 14. März 2021.

Einige Beispiele, wie so ein Spruch aussehen könnte:

  • „Barrierefreiheit bedeutet für mich,
    auch mit Down-Syndrom eine Regelschule besuchen zu können.“
  • „Kinder sollen gemeinsam auf inklusiv gestalteten Spielplätzen spielen können.“
  • „Ein barrierefreies Leben heißt,
    dass Menschen in leichter Sprache mit mir sprechen.“

Wer bei der Aktion mitmachen möchte, muss sich auf der Internetseite informieren. Hier gibt es alle Formulare und Angaben, auch wenn jemand seinen Spruch lieber mit der Post versendet. Dazu noch einige Informationen darüber, „was noch unbedingt zu beachten ist“.

Die Adresse:

Wer noch unsicher ist und weitere Fragen hat, findet hier Hilfe:

Email an: inklusion.soz@muenchen.de
Telefonisch ist das Koordinierungsbüro zur Umsetzung
der UN-BRK erreichbar unter 089 / 233 – 21983.

Zukunftsplanung zum Lebensende: Was will ich?

Niemand redet gerne über seinen eigenen Tod, und dennoch bereiten wir uns darauf vor, wollen die Dinge in unserem Sinne regeln. Neben der finanziellen Vorsorge halten selbst junge Menschen in ‚Patientenverfügungen‘ etwa fest, was sie im Falle eines Unfalles oder einer fortschreitenden Krankheit wünschen. Es sind schwierige Fragen, ob etwa lebensverlängernde Maßnahmen ergriffen werden sollen, in welchen Umfang und über welchen Zeitraum. Ebenso sind heute Palliativstationen in den Kliniken, zur Begleitung auf dem letzten Lebensweg, fest in den Kliniken und Senioreneinrichtungen installiert.

Werden komplexe Zusammenhänge verstanden?

Jenny Rissmann von der Lebenshilfe München erklärt in persönlichen Gesprächen komplexe Zusammenhänge, von der Patientenverfügung bis zum „letzten Willen“.

Wie aber steht es bei Menschen mit geistiger Behinderung? Haben Sie ein Verständnis für die komplexen Zusammenhänge? Wissen sie etwa was eine Einwilligung bei lebensverlängernden Maßnahmen bedeutet? Haben Sie eigene Wünsche und Vorstellungen, ob sie etwa eine traditionelle Bestattung wünschen oder ein Krematorium vorziehen? Die Lebenshilfe München will hier Hilfe anbieten und Menschen mit Behinderung behutsam in diesen Fragen begleiten. Dafür ist jetzt eine eigene Fachkraft ausgebildet und bietet Beratungsgespräche an. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Jenny Rißmann ist seit 2018 als Betreuerin bei der Lebenshilfe München, zuletzt als Fachkraft im ambulanten Pflegedienst. Die gelernte Krankenschwester (Gesundheits- und Krankenpflegerin) bringt viel Erfahrung aus dem Intensivbereich und der Akut-Geriatrie mit. Für ihren neuen Wirkungskreis bei der Lebenshilfe München absolvierte sie im Fortbildungsinstitut Erlangen eine Weiterbildung und bei ihren ersten Beratungsgesprächen wurde sie jetzt von einem Mentor, ihren Ausbilder, begleitet.

Es besteht ein großer Bedarf

Nach ihrer Einschätzung wurde der gesamte Themenbereich der gesundheitlichen Versorgungsberatung gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung eher vernachlässigt, stand weniger im Vordergrund, darum besteht ein großer Bedarf. Sie ist froh, dass es jetzt mit den Kassen eine Regelung für solche Beratungsgespräche gibt. „Es geht immer noch darum, eine Petition zu erstellen, um eine enge Vernetzung mit Ärzten, Krankenhäusern und Bestattern zu erreichen. Natürlich hilft es, wenn „der letzte Wille“, aber genauso eine Patientenverfügung und ein Testament schriftlich vorliegen. Wer soll entscheiden, wenn der Mensch – ob mit oder ohne Behinderung – nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zu kommunizieren“, fragt sie. „Niemand will diese Verantwortung auf sich nehmen.“

Arbeitsheft in leichter Sprache

Die Beratungsgespräche erfordern über das fachliche Wissen hinaus viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Der ganze Themenbereich wird darum behutsam vorbereitet, etwa mit Fragen zu persönlichen Wünschen und Vorlieben. Dazu gibt es ein eigenes Arbeitsheft in leichter Sprache mit dem Titel „Zukunftsplanung zum Lebensende: Was will ich!“ Und es gilt eben diesen Willen gemeinsam zu erarbeiten. Bei Menschen mit geistiger Behinderung sind häufig schon die ‚Kleinen Dinge‘ von Bedeutung. Darum sind die Fragen einfach aufgebaut: „Mag ich etwa gerne mit Tieren spielen, mit Menschen zusammen sein oder bin ich doch lieber für mich im gewohnten Zuhause? Verreise ich gerne, treibe ich Sport oder bin lieber Zuschauer? Was sind meine Vorlieben, was mag ich gerne?“

Das Heft fragt weitere Themenbereich ab wie „Meine Sinne’“ oder „Hoffnungen und Ängste“. In mehreren Arbeitsschritten bietet es „Medizinische Erklärungen“ und gibt zu denken, „was für mich getan werden soll, wenn ich in ein Krankenhaus gehe.“ Jenny Rissmann nimmt sich für diese Fragen und Erläuterungen Zeit. „Man merkt auch, wenn die Konzentration und Aufnahmefähigkeit nachlässt. Dann müssen wir die Dinge in einem zweiten und manchmal sogar einem dritten Termin vertiefen.“

Guter Zuspruch von Eltern und Betreuern

Guten Zuspruch findet die Initiative der Lebenshilfe München bei Eltern und Betreuern. „Sie sind es meist auch, die letztlich für die eine schriftliche Erklärung Sorge tragen müssen. Wir beraten, informieren und klären auf. Informationen werden nur weiter gegeben, wenn es unser Gegenüber auch wünscht. Ansonsten unterliegen wir der Schweigepflicht, die Gespräche sind vertraulich,“ ergänzt Jenny Rißmann.

Wir berichten demnächst wieder über ihr Tätigkeit. Was bewegt Menschen mit geistiger Behinderung? Wo setzen sie Prioritäten, wie nehmen Sie dieses Thema auf? Das in leichter Sprache aufgelegte Heft „Zukunftsplanung zum Lebensende: Was will ich!“, ist beim Verein für Hospizarbeit e.V., Bonn Lighthouse , (www.bonn-lighthouse.de) erschienen.

Neue Leitung des Ambulanten Dienstes der Lebenshilfe

Seit Januar ist Markus Lunk der neue Leiter des ambulanten Pflegedienstes der Lebenshilfe München. Er freut sich sehr, in dem kleinen sympathischen Team neuen Herausforderung zu begegnen. Erfahrungen als Pflegedienstleiter sammelte er die letzten sechs Jahren in zwei Rehakliniken. Sein persönlicher Wunsch war es, mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten, ihnen zu helfen. Zunächst ist das kleine dreiköpfige Team im Süden von München aktiv.  

Markus Lunk leitet seit Januar 2021 den Ambulanten Pflegedienst der Lebenshilfe München

„Anfragen gibt es zwar viele, doch benötigen wir zuerst weitere Fachkräfte um aufzustocken“, erzählt er. Vor dem ersten Besuch von Klienten werden telefonisch zunächst die Bedarfe und die Region abgestimmt. Wenn alles passt, dann wird ein persönlicher Termin vereinbart. Das besondere bei der Ambulanten Pflege der Lebenshilfe München ist der Schwerpunkt auf Menschen mit Behinderung.

„Immer noch versorgen viele Eltern ihre längst erwachsenen Kinder zuhause. Mit den Jahren aber steigen die Anforderungen und hier ist Unterstützung nötig“, erklärt Harry Zipf, Leiter der Offenen Dienste. Für Markus Lunk ist die ambulante Tätigkeit neu. „In stationären Pflegeeinrichtungen ist alles geregelt, die ganze Infrastruktur steht und bei Engpässen hilft Personal aus anderen Abteilungen aus. Die ambulante Pflege stellt nochmals eigene Anforderungen. Man ist alleine vor Ort und verantwortlich für „seinen“ Pflegebedürftigen. Dafür aber ist meist ein familiäres Umfeld vorhanden oder aber – in einigen Fällen – betreuen wir auch Singles. Doch gehen wir immer in das private Umfeld. Manchmal begleiten wir die Menschen, wie etwa beim Besuch eines Arztes.“

Besondere Situationen erkennen und erklären

„Die Einschränkungen und besonderen Anforderungen an die Hygiene (AHA-Regeln) erfordert natürlich zusätzliche Maßnahmen, darauf aber sind die Menschen mittlerweile gut eingestellt“, erzählt der Pflegedienstleister. Allerdings komme es immer wieder zu besonderen Situationen. Markus Lunk erzählt von einem Arztbesuch. „Im Wartezimmer setzt der von uns Begleitete auf einmal seine Maske ab. Auf Nachfrage erklärt er, dass er erst gestern negativ auf Corona getestet wurde und damit keine Gefahr für andere mehr darstelle. Es ist dann nicht immer ganz einfach, Zusammenhänge und Notwendigkeiten zu erklären.“

Beim ambulanten Pflegedienst der Lebenshilfe München sind es die persönliche Nähe und häufig die ‚kleinen Hilfen‘, die den Unterschied ausmachen. Zudem fühlen sich die Menschen in ihrem eigenen persönlichen Umfeld einfach wohler. Es ist ein zentrales Anliegen der Lebenshilfen, Menschen nach dem Wunsch zur Selbständigkeit, wie etwa ein Leben in der eigenen Wohnung, zu unterstützen.

Münchner Freiwilligenmesse weist online den Weg zum Ehrenamt

Die Münchner Freiwilligen-Messe startet!

  • Um 16.00 Uhr startet sie am 22.01. im Münchner Rathaus
  • Die Homepage der Freiwilligen-Messe geht komplett online.
  • Bei „Jetzt Live“ können Sie live bei der Eröffnung dabei sein.

Die Münchner Freiwilligenmesse im Gasteig war immer gut besucht, wie unser Archivfoto aus dem Jahr 2016 zeigt. Foto: Gerd Spranger

Seit Jahren hat sich die „Münchner Freiwilligenmesse“ im Kultur- und Bildungszentrum Gasteig mit etwa 6000 Besuchern etabliert. Ehrenamt und Freiwilligkeit sind tragende Säulen in unserer Gesellschaft und gerade in München sind die Möglichkeiten dafür vielfältig. Dieses Jahr aber ist alles anders, die Münchner Freiwilligenmesse wird online abgehalten. Auch die Lebenshilfe München ist mit dabei und hat drei Termine für sich reserviert.

Ansprechbar bleiben

Die Entwicklung im Ehrenamt ist aufgrund der Corona-Einschränkungen unterschiedlich zu bewerten. Bei der OBA (Offene Behindertenarbeit) etwa fallen viele Termine weg, dennoch muss man ansprechbar und erreichbar bleiben, nach Alternativen suchen. Gerne wird auf Online-Möglichkeiten verwiesen, wie etwa jetzt bei der Freiwilligenmesse, doch nicht alle Menschen sind so zu erreichen. Die jüngere Generation ist in WhatsApp-Gruppen häufig gut vernetzt, kommunizieren über Video (Zoom), ältere Menschen ist dieser Weg meist verschlossen. Zudem benötigen Menschen mit geistiger Behinderung besondere Unterstützung. Gemeinsame Spaziergänge, Ausflüge und sportliche Aktivitäten sind online ebenfalls nicht zu machen.

„Die Leute wollen sich engagieren“

„Die Nachfrage für Engagement im Ehrenamt ist da,“ berichtet Özge Cetin vom FuD (Familienunterstüztender Dienst). „Studentinnen und Studenten etwa haben jetzt mehr Zeit zur Verfügung, weil feste Termine für Vorlesungen aktuell entfallen. Da öffnet sich manches Zeitfenster.“ Und ganz allgemein steigt das Bedürfnis nach persönlichen Kontakten und persönlicher Ansprache.

„Zu den Wohnheimen etwa vermitteln wir Ehrenamtliche für Einkaufsdienste oder zur Betreuung der Bewohner. Und auch wenn die Freizeitangebote still stehen, halten wir Kontakt zu unseren Ehrenamtlichen. Wir zählen weiterhin auf sie und zu gelegentlichen Aktivitäten, wie etwa unsere Plätzchen-Back-Aktion“, erzählt Özge Cetin. Und Harry Zipf, Leiter der OBA ergänzt: „Wenn sich neue Helfer für die OBA melden, was sie auch tun, versuchen wir sie so gut wie möglich einzubeziehen. Aktuell braucht es dabei noch etwas Geduld, bis wir wieder richtig durchstarten können, auch wenn viele gleich mitmachen möchten, etwa bei der Einzelbetreuung über den FUD.“

Wie sich Ehrenamt in Zeiten von Corona-Beschränkungen gestaltet und welche Möglichkeiten es bietet, darüber gibt die „Münchner Freiwilligenmesse“ im Kultur- und Bildungszentrum Gasteig Auskunft, sie startet am 22. Januar. Die neue Internetseite der Messe zeigt jeden Tag Online-Veranstaltungen der Messe-Aussteller. Es sind Live-Vorträge zu sehen und hören, ein ansprechendes kulturelles Rahmenprogramm und die Möglichkeit mit Ausstellern direkt ins Gespräch zu kommen.
Die Lebenshilfe München ist auf der Messe direkt zu erreichen am:

Montag  (27.01.)  von 15 bis 19 Uhr
Mittwoch (29.01) von 09 bis 13 Uhr
Freitag  (31.01.)  von 15 bis 19 Uhr

Die Schwerpunkte der Freiwilligenmesse gliedern sich in: Beratung, Gesundheit, Kinder und Jugend, Kultur, Migration, Senior*innen, Soziales, Umwelt und Tierschutz, Zivilcourage.

Schnelltests und Impfungen bei der Lebenshilfe

Bei der Lebenshilfe München haben die Impfungen gegen SARS-CoV-2 am Sonntag den 10. Januar 2021 durch mobile Impfteams begonnen. Bereits die Hälfte der Bewohner in stationären Wohnstätten und die dort beschäftigten Mitarbeiter sind geimpft. Vorstand und Geschäftsführer Peter Puhlmann und René Pfeifer, Bereichsleiter Wohnen, freuen sich über den schnellen Start. Dennoch sind weiterhin Geduld und Vorsicht angebracht, denn der volle Impfschutz bestehe erst sieben Tage nach der zweiten Impfung. Und für die zweite Impfung ist eine Wartezeit von drei Wochen vorgesehen. Weiterlesen

Lebenshilfeblog wächst weiter

Der Blog der Lebenshilfe München erscheint jetzt seit neun Jahren und die Zahl der Zugriffe wächst weiter. Jährlich 60 bis 80 Beiträge sind über die Jahre hinweg eine Konstante in der Kommunikation des Elternvereins. Das Streben nach Inklusion und die tägliche Arbeit und Förderung von Menschen mit Behinderung gestaltet sich in der Lebenshilfe München vielfältig.

Je nach dem Grad der Behinderung, dem persönlichen Umfeld und dem Alter leisten deren Mitarbeiter vielfältige Hilfen in unterschiedlicher Form. Es gibt Angebote für die ‚Frühförderung‘ bis zur Betreuung der ‚Ruheständler‘, für ‚Ambulante Dienste‘ bis hin zur ‚Offenen Behindertenarbeit‘ (OBA), Dienstleistungen der ‚Angehörigenberatung‘ bis zu den ‚Heilpädagogischen Tagesstätten‘ (HPT), für das ‚Wohnen‘ bis hin zu den ‚Werkstätten‘. Die angebotenen Hilfen sind immer speziell und individuell am Menschen orientiert. Wir geben im Lebenshilfeblog kleine Einblicke und hoffen, auch Sie mit dem einen oder anderen Beitrag erreichen zu dürfen.

Auch 2020 erzielte der Blog mit 26.000 Aufrufen wieder eine Steigerung von zehn Prozent und wurde nicht nur ‚angeklickt‘, sondern auch gelesen. Jeder Leser besuchte im Schnitt zwei bis drei Seiten. Schreiben Sie uns oder nutzen Sie die Kommentarfunktion zu den Beiträgen.

Wir freuen uns und wünschen Ihnen weiterhin „Viel Gesundheit und Freude mit dem Blog der Lebenshilfe München.“

Auf ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2021 !!!

Warum muss es so schwierig sein?

Ein Beitrag der L.I.E.S. -.Redaktion

Der Kampf mit der Bürokratie von Nadja Lindenbeck-Menzel ist noch nicht zu Ende. Lesen Sie hier die Fortsetzung der Geschichte:

Mein Sohn (mit Down-Syndrom) wurde im Mai 2020 volljährig. Ich habe Ihnen versprochen, Sie darüber auf dem Laufenden zu halten, wie es mit dem bürokratischen Kampf und seinem Anspruch auf Grundsicherung (§ 41 SGB XII) weitergeht. Wie Sie bereits wissen, wurde mir von der zuständigen Sachbearbeiterin Frau X mehrmals telefonisch die falsche Auskunft erteilt, mein Sohn habe keinen Anspruch auf Grundsicherung. Weiterlesen

Die Weihnachts-Bäckerei der OBA

Das gemeinsame Plätzchenbacken ist eigentlich ein fester Bestandteil des vorweihnachtlichen OBA-Kalenders. Dieses Jahr war es coronabedingt nicht möglich zum gemeinsamen Backen in der OBA der Lebenshilfe München zusammen zu kommen. Das hat den Ehrgeiz des OBA-Teams geweckt. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner im gemeinschaftlichen Wohnen der Lebenshilfe sollte zu Weihnachten ein Päckchen mit selbstgebackenen Plätzchen aus der OBA bekommen. Weiterlesen

Der Kampf um seine Rechte

Ein Beitrag der L.I.E.S.-REDAKTION

Langwierige Kämpfe mit Behörden sind leider allzu oft
Alltag für Familien, die Angehörige mit Behinderung haben

– Warum muss es so schwierig sein? –

Grundsicherung für meinen Sohn zum 18. Geburtstag

Mein Sohn (mit Down-Syndrom) wird 18 Jahre alt und ich habe eine lange Liste mit Dingen, die ich jetzt beachten muss. Den Betreuer-Ausweis habe ich bekommen, auf meiner Liste geht es weiter mit Grundsicherung. Ich selber arbeite in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und habe hin und wieder schon einzelne Puzzelstücke über die Rechte und Ansprüche mitbekommen, wenn das Kind 18 Jahre alt wird. Aber wirklich genaue Aussagen hat mir niemand geben können und natürlich habe ich auch selbst versucht, darüber im Internet zu recherchieren. Aber dann dachte ich mir, wer kann es besser wissen als die Mitarbeiter der zuständigen Behörde. Ich rief also beim zuständigen Sozialbürgerhaus an und erklärte die Sachlage. Weiterlesen

Das OBA-Planungstreffen mal anders

Üblicherweise sind die Treffen der Ehrenamtlichen mit dem Team der OBA sehr gesellige Angelegenheiten bei der Lebenshilfe München. Es gibt ein Buffet, es wird zusammen gelacht und gegessen und man hat sich viel zu erzählen. Üblicherweise wird bei diesen Gelegenheiten auch das Programm für das nächste blaue Heft geplant. Das letzte Planungstreffen dieser Art hat vor genau einem Jahr stattgefunden. Höchste Zeit, dass sich alle mal wiedersehen! Weiterlesen

Weihnachtsbäume für die Wohnstätten

Festlich geschmückt steht der Weihnachtsbaum für Licht und Wärme, für Friede und Freude in unseren Wohnzimmern. Auch in den Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München symbolisiert er Hoffnung, besonders in schweren Zeiten, in denen die Tage kurz sind. Der auch in München ansässige Aufzug- und Fahrtreppen-Hersteller Schindler sponserte der Lebenshilfe München fünf Weihnachtsbäume für die Wohnstätten und dazu noch viel Weihnachtsgebäck. Unser Foto zeigt (von links): Vladislavs Jakubovics und Stefanie Wöller von dem Aufzugunternehmen Schindler Deutschland AG und Peter Puhlmann mit René Pfeifer von der Lebenshilfe München. Sie freuen sich, für Menschen mit geistiger Behinderung ein Stück Freude schenken zu können.

Angehörigenberatung, Schnelltest und Weiterbildung

Aus dem Newsletter der Lebenshilfe München

Aus der Angehörigenberatung

– Beratungsgespräche jetzt auch per Videochat möglich
– Die Angehörigenberatung erweitert ihr kontaktloses Angebot

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens bietet die Angehörigenberatung jetzt auch Beratungstermine im Videoformat an. „Wir möchten damit neben Telefon und Mail eine weitere kontaktfreie Möglichkeit zur Klärung von Fragen und zum Austausch eröffnen.“ – so Beate Bettenhausen von der Angehörigenberatung. Auch persönliche Gespräche im Beratungsbüro können weiterhin vereinbart werden und finden unter Beachtung der Infektionsschutzregeln in einem sicheren Rahmen statt.  Weiterlesen

Barbara Stamm beim Presseclub

AUS DEM NEWSLETTER DER LEBENSHILFE MÜNCHEN

TERMIN.
Montag 30.11. um 11 Uhr

Das Pressegespräch steht unter dem Zeichen: „Brennpunkt häusliche Pflege: Der größte Pflegedienst Deutschlands schlägt Alarm“.

 

Hintergrund: Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Amberger Vereins Pflegende Angehörige, Kornelia Schmid, und dem Vorsitzenden des Münchner Vereins deinNachbar e.V., Thomas Oeben, spricht Frau Stamm darüber, dass pflegende Angehörige allgemein, aber vor allem auch in der Corona Krise, dringend entlastet werden müssen.

Hier der Link zur Liveschaltung:
https://www.youtube.com/channel/UC4FAgyjnUzZWeKCm-2C2TYQ

Der Presseclub München schreibt zum Thema:  Weiterlesen